FSV Schleiz e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht Landesklasse I, 9.ST

FSV GW Stadtroda   FSV Schleiz
FSV GW Stadtroda 2 : 2 FSV Schleiz
(1 : 1)
1.Mannschaft   ::   Landesklasse I   ::   9.ST   ::   19.10.2019 (15:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Markus Porst, Hannes Kühnel

Assists

Odaiphi Pham, Lukas Nietsch

Gelbe Karten

Lukas Lange, Amel Nukovic

Zuschauer

87

Torfolge

1:0 (18.min) - FSV GW Stadtroda
1:1 (22.min) - Hannes Kühnel (Lukas Nietsch)
1:2 (56.min) - Markus Porst (Odaiphi Pham)
2:2 (61.min) - FSV GW Stadtroda per Weitschuss

Personelle Tiefschläge werfen FSV Schleiz nicht aus der Bahn

Es war ein Stück weit bezeichnend für die Misere, die den FSV Schleiz derzeit hinsichtlich seines Personals heimsucht. Keine zehn Minuten waren im Roda-Stadion gespielt, als Defensiv-Anker Andre Hoyer im Nirwana des Spielfelds in ein unbedeutendes Kopfballduell ging, das ihn durch eine dabei erlittene Hüftverletzung wenig später zur Aufgabe zwang. Und als wäre das nicht genug gewesen, musste auch der für ihn eingewechselte Paul Jung das Spielfeld noch vor der Halbzeitpause verletzungsbedingt verlassen. „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Wie sie die momentan wöchentlichen Tiefschläge wegstreckt, ist einzigartig. Wenn mir heute vorm Spiel einer gesagt hätte, wir holen trotz unserer schwerwiegenden Ausfälle hier beim stärksten Kader der Liga einen Punkt, hätte ich das sofort unterschrieben“, sagte der Coach der Rennstädter, Roger Fritzsch, im Nachgang.

Mit der Punkteteilung wäre angesichts des Spielverlaufs auch das Stadtrodaer Trainerduo zufriededen gewesen. Allerdings schränkte Co Peter Dauel ein: Nur bis zur 80. Minute. Nachdem im zweiten Durchgang die Gäste die Szenerie weitgehend bestimmten, war es in den letzten Zügen der Begegnung noch einmal die „Möhre“, die beihanhe als Sieger vom Platz gegangen wäre. Insbesondere haderte Grün-Weiß-Trainer Steffen Richter mit der Kopfballchance von Innenverteidiger Florian Klinger, der das Leder nach Freistoß aus dem Halbfeld über das Schleizer Gehäuse setzte. „Dass er solche Chancen nutzt, muss ich einfach von ihm verlangen“, meinte Richter mit Blick auf den Hühnen mit der Nummer 11. Doch einen Pfeil hatte sein Team noch im Köcher: In der Nachspielzeit wurde der kurz zuvor eingewechselte Tom Stempler im Gästestrafraum freigespielt, doch ihm versagten die Nerven. Keeper Alexander Hebenstreit tauchte ab, sicherte das Leder im Nachfassen und damit den Auswärtspunkt beim Titelanwärter, der den eigenen Ansprüchen im bisherigen Saisonverlauf hinterherhinkt.

Trotz dieser zweier Riesen waren aber auch die Schwarz-Gelben nicht so richtig zufrieden. Dafür wurden einfach selbst zu viele Hochkaräter versiebt, gerade vor der Pause. Nachdem Pascal Wollnitzke Grün-Weiß per Tunnel in Führung brachte (18.), schlug mit Hannes Kühnels scharfem Flachschuss der erste Abschluss der Rennstädter zum Ausgleich ein (22.). Fortan übernahmen die Gäste auf dem immer tiefer werdenden Geläuf die Regie und hätten die Führung übernehmen müssen. Doch Lukas Nietsch setzte den Ball - das leere Tor vor Augen - aus Nahdistanz neben den Kasten. Zu allem Überfluss traf Markus Stankowski wenig später nur den Querbalken, so dass es beim Gang in die Kabine statt 1:3 eben nur 1:1 stand.

Ließ Stadtroda vor der Pause noch bei vereinzelten Angriffen seine spielerische Klasse aufblitzen und den Ball hier und da mit sehenswertem Direktspiel durch die eigenen Reihen laufen, adaptierten sie nach Wiederanpfiff die schnörkellose und den Bodenverhältnissen wohl besser angemessene Spielweise der Gäste. Die aber zeigten in der in der 56. Minute, dass es sie nicht nur kämpfen, sondern auch spielen können. Ein Einwurf von rechts gelang über mehrere Stationen auf die linke Außenbahn, von wo Odaiphi Pham präzise ins Zentrum flankte und damit das Führungstor durch Stankowski auflegte. Doch es blieb ein Spiel auf Messers Schneide, weil Stadtrodas Kapitän Karl Grohs fünf Minuten später das eingebaute Zielvisier seines Fuß‘ richtig justiert hatte und per Flachschuss zum 2:2 traf.

Dennoch ließen sich die Schleizer nicht beirren und agierten weiter offensiv. Nur das Zuendespielen der sich bietenden Möglichkeiten klappte nicht mehr so recht und wenn doch, fehlte - wie bei Martin Bergers aussichtsreicher Kopfballchance - schlicht die Genauigkeit. Zum Glück für die Gäste war es in der verbliebenen Spielzeit bei den Hausherren nicht anders. Sei es drum: Für Roger Fritzsch stand am Ende von 90 umkämpften Minuten ein gewonnener Punkt und die Erkenntnis, dass die Moral seiner Elf trotz schwieriger Voraussetzungen absolut intakt ist. „Die Mannschaft war nach dem Spiel aufgrund der vergebenen Großchancen sehr enttäuscht, aber ich bin extrem stolz auf ihren Auftritt“, so der FSV-Trainer.

 

Tabelle Landesklasse