1.Mannschaft : Spielbericht
6. Spieltag - 19.09.2026 15:00 Uhr
| FSV Schleiz | SpVgg Geratal | |||
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3 | : | 1 | ![]() |
| (1 | : | 1) | ||
Aufstellung
| A. PohlC (90' W. Garstka) |
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| C. Pätz (75' A. Ost) |
T. Imura (57' J. Mendes) |
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| B. Langhof (89' M. Fedoriaka) |
A. Hoyer | ||
| P. Dorn | |||
| T. Bamba | M. Berger (90' K. Lorenz) |
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| A. Nukovic | N. Eichelkraut | ||
| M. Jünger | |||
Spielstatistik
Tore
2x Benjamin Langhof, Albert PohlAssists
Benjamin Langhof, Albert PohlZuschauer
170Torfolge
| 1:0 (10') | Benjamin Langhof |
| 1:1 (41') | SpVgg Geratal |
| 2:1 (65') | Albert Pohl (Benjamin Langhof) |
| 3:1 (88') | Benjamin Langhof per Kopfball (Albert Pohl) |
Deutlich überlegen, unfassbar ineffizient: Erster FSV-Heimsieg braucht Anlauf
"Es ist einfach unfassbar", meinte Roger Fritzsch, als er etwa zehn Minuten nach dem Halbzeitpfiff das Vereinsheim am Fasanengarten wieder verließ. Zuvor konnte er seinem Team in der Pausenansprache einmal mehr einen akzeptablen ersten Durchgang mit zahlreichen eigenen Chancen und wenig Zugelassenem attestieren.
Und dennoch stand es 1:1, da Geratals Sturmtank Dam kurz vor der Pause nach einer Unkonzentriertheit im Schleizer Abwehrverhalten aus fünf Metern tatsächlich den schmeichelhaften Ausgleich erzielen konnte (41.). Davor lagen einmal mehr zahlreiche vielversprechende Tormöglichkeiten, beispielsweise durch Langhof per Kopf, zweimal Dorn und dreimal Imura. Lediglich Benjamin Langhofs Führung durch einen gekonnten Abstauber aus spitzem Winkel nach Pohls Versuch sprang für die Hausherren aber aus den Offensivbemühungen des ersten Durchgangs heraus (10.). "Keine Ahnung was hier daheim immer los ist", fuhr Fritzsch also fort und schritt nicht wütend, aber ratlos in Richtung Spielfeld, um sich für die zweite Halbzeit einzurichten.
Zuversicht hatte ihm dann aber ein ehemaliger Schützling und nun Aushilfskollege zugesprochen: FSV-Legende Frank Gerisch übernahm an diesem Samstag die Rolle des Co-Trainers, da Robert Schwarzbach auf einem Trainerlehrgang war und somit nicht zur Verfügung stand. Der jetzige F-Junioren-Coach leitete also beispielsweise die Erwärmung und agierte auch immer wieder motivierend und eben auch beratend: "Der Trainer war in der Halbzeitpause sehr aufgeregt und hat mich gefragt, wie es ausgeht. Da habe ich ihn beruhigt und gesagt, dass es ein 3:1 wird", verriet er direkt nach dem Abpfiff.
Und Gerisch sollte tatsächlich recht behalten. Zwar brauchte es für die erneute Schleizer Führung wieder einige Anläufe (Pohl per Kopf, zweimal Imura, Langhof, Berger), aber dann fiel sie – und wie erlösend das war, merkte man allen Schleizern auf und neben dem Feld an. In der Entstehung wurde Bambas Flanke mangelhaft weggeköpft, sodass Langhof und Pohl jeweils nur noch einen Kontakt brauchten, um den Treffer per Querpass vorzulegen bzw. einzuschieben (65.).
Die eingewechselten Offensivkräfte Mendes und Ost sorgten noch einmal für Torgefahr und Dynamik. Nach Dorns langem Ball hob Pohl das Spielgerät über den herauseilenden Gästekeeper Bradsch, sodass Langhof unter Bedrängnis ins leere Tor köpfen und den 3:1-Endstand erzielen konnte (88.). Hinter dem Kasten flippten die jüngsten FSV-Fans aus und konnten sich einen Handschlag vom Doppeltorschützen abholen.
So gewann der FSV Schleiz im vierten Versuch sein erstes Thüringenliga-Heimspiel der Saison. "Dass es so kommt, ist umso schöner", findet Frank Gerisch mit Blick auf seinen Orakel-Move in der Halbzeitpause. Doch er sieht "vorne natürlich das große Manko im Torabschluss. Da sind wir zu eigensinnig oder zu unkonzentriert. Und hinten machen wir uns manchmal das Leben selber schwer. Aber ansonsten war das für mich über die gesamten 90 Minuten gesehen ein ungefährdeter Sieg, der auch verdient war. Aber es war kein hochklassiges Spiel", so das Fazit des 39-Jährigen.
An der Spitze der Tabelle ergibt sich somit ein schickes Muster: Die ersten sieben Teams trennt absteigend immer ein Punkt – vom 1. FC Eichsfeld (Tabellenführer, 15 Punkte) bis zum FSV Schleiz (neun).
Am kommenden Spieltag fährt der FSV Schleiz nach Bad Langensalza, wo die formstarken Preußen warten. Ein Hinweis: Wenn die Mannschaft es wieder schafft, sich viele Chancen zu verdienen, sollte sie sich doch bitte belohnen und auch Tore schießen. Das sei gut für den Blutdruck. Danke! Sport frei!
Quelle: Leif Broßmann (Bericht)

