FSV Schleiz e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht Landesklasse I, 1.ST (2019/2020)

FSV Schleiz   SV Moßbach
FSV Schleiz 1 : 0 SV Moßbach
(0 : 0)
1.Mannschaft   ::   Landesklasse I   ::   1.ST   ::   02.08.2019 (18:30 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Amel Nukovic

Assists

Martin Berger

Zuschauer

518

Torfolge

1:0 (90.min) - Amel Nukovic per Kopfball (Martin Berger)

Amel Nukovic lässt den Fasanengarten beben

Ein Spiel dauert 90 Minuten und manchmal auch ein wenig länger. Viel Geduld war am Freitagabend am Fasanengarten gefragt, doch in der Nachspielzeit brachen alle Dämme. Ecke Martin Berger, Kopfball Amel Nukovic, Tor. Bei Spielern und Fans des FSV gab es kein Halten mehr, das beharrliche Anrennen zahlte sich doch noch aus und auch für die neutralen Zuschauer unter den über 500 Besuchern gab es in einem Spiel, das bis dahin vor allem von der Spannung lebte, noch einen emotionalen Schlusspunkt. In den drei vergangenen Spielzeiten starteten die Rennstädter immer mit einem Unentschieden - zweimal hieß es 0:0 -, doch dieses Mal klappte es mit den drei Punkten.

Die waren zwar fest eingeplant, doch wie es nun einmal so ist, weiß zu Beginn einer Saison niemand so recht wo er steht. Das erwähnten auch beide Trainer im Nachgang, die ihre eigenen Schlüsse daraus zogen. "Ich habe in der Vergangenheit in der Kreisoberliga immer gesagt, wenn du aus der Sommer- oder Winterpause kommst, muss nur das Ergebnis stimmen. Am Ende hat es für Schleiz gestimmt", meinte etwa Moßbachs Coach Jens Herzog. Für FSV-Trainer Roger Fritzsch stand unter dem Strich ein glücklicher Sieg "und wie der zustande kam, interessiert jetzt keinen mehr." Generell sei das Spiel genauso gelaufen, wie er es erwartet habe, so Fritzsch. "Ein Stück weit hatten wir Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Wir haben nie zu unserem Rhythmus gefunden, hatten keine Ruhe im Spiel. Moßbach hat es gut gemacht, auch wenn ich mir von Schiedsrichter erhofft hätte, dass er gewisse Dinge bestraft."

Der Held des Tages hieß zweifelsohne Amel Nukovic, der noch weit nach Abpfiff lautstartk von Fans und Mitspielern gefeiert wurde. Nach zwei Treffern zum Abschluss der Vorsaison, läutete er nun auch den Torreigen im neuen Spieljahr ein. "Einen großen Respekt an Moßbach, denn sie haben uns das Spiel extrem schwer gemacht. Trotzdem habe ich niemals aufgehört daran zu glauben, dass wir das 1:0 machen. Dass ich derjenige war, der in der Nachspielzeit das entscheidende Tor macht, kann ich selbst nicht fassen. Es ist wahrscheinlich ein Highlight, das mir für immer in Erinnerung bleiben wird", meinte der 19-jährige Verteidiger, der sich bei unzähligen Standards auf den Weg nach vorn machte. Bis dahin verpufften die jedoch weitgehend wirkungslos, da nicht nur SVM-Keeper Christian Lange seinen Strafraum sicher beherrschte, sondern die Schleizer in den Moßbachern auch einen ebenbürtigen Gegner im Luftkampf fanden.

Das mussten sie während der 90 Minuten immer wieder feststellen, denn zwei eng stehenden Ketten der Gäste ließen kaum Räume für Kombinationen zu. Entsprechend blieb der hohe Ball das bevorzugte Mittel der Rennstädter, das jedoch nur zu wenigen brenzlichen Situationen führte. Stattdessen hätten sogar die Gäste führen müssen, doch Felix Neupert versagten in der ersten Minute frei vor dem FSV-Tor die Nerven. Ansonsten wartete man auf beiden Seiten bis tief in die zweite Hälfte vergebens auf hochkarätige Torchancen. Erst dann lag bei einer Doppelchance die Schleizer Führung in der Luft, als zunächst Lange die Fäuste noch bei einem Geschoss von Hannes Kühnel hochreißen konnte und Sekunden später Timo Grau für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie klärte. In der 76. Minute schob Thomas Liebold das Leder beim wohl einzigen Konter der Hausherren knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite musste FSV-Torhüter Alexander Hebenstreit bei Abschlüssen von Stephan Wunderlich und Florian Aschenbrenner auf der Hut sein. Das war es dann aber auch schon in Sachen Torgefahr, wenn da nicht noch die dritte Minute der Nachspielzeit gewesen wäre. Dass Aschenbrenner danach noch für ein Nachtreten gegen Markus Stankowski Rot sah, spielte für diese Partie keine Rolle mehr.