1.Mannschaft : Spielbericht (2025/26)
29. Spieltag - 06.06.2026 15:00 Uhr
| TSV Gera-Westvororte | FSV Schleiz | |||
![]() |
3 | : | 1 | ![]() |
| (3 | : | 1) | ||
Aufstellung
| A. PohlC | |||
| C. Pätz | D. Langer | ||
| J. Mendes | E. Sá | ||
| P. Dorn | |||
| T. Bamba | A. Hoyer | ||
| T. Schulz | A. Nukovic | ||
| A. Weiß | |||
Spielstatistik
Tore
Albert PohlAssists
Paul DornGelbe Karten
Tidjane Bamba, Andre Hoyer, Albert Pohl, Nicky EichelkrautZuschauer
184Torfolge
| 1:0 (6') | TSV Gera-Westvororte |
| 1:1 (12') | Albert Pohl (Paul Dorn) |
| 2:1 (27') | TSV Gera-Westvororte per Elfmeter |
| 3:1 (40') | TSV Gera-Westvororte |
Fader Beigeschmack: Schleizer Serie reißt bei Gera-Westvororte
Schade: Der FSV Schleiz reiste mit einer fünf Spiele starken Ungeschlagen-Serie und als (laut FuPa) formstärkste Mannschaft der Liga nach Scheubengrobsdorf. Dort wollte unsere 1. Mannschaft fest entschlossen den nächsten Dreier einfahren, um mit maximalem Selbstbewusstsein in die Sommerpause und schließlich die Vorbereitung auf die neue Saison zu gehen.
Das gelang nicht. Denn in ehemals Otto-Dix-Stadt erwartete die Rennstädter nicht nur ein zum Punkten verdammtes Kellerkind, sondern auch höhere Mächte.
Einzige Änderung zum 3:0 aus der Vorwoche gegen Borsch war die Rückkehr von Rotsünder Sa anstelle von Youngster Mark-Kevin Kiesow, der sich am Vortag den Fuß gebrochen hatte (Bestmögliche Genesung an der Stelle!). Leider konnten die Schleizer aber keinesfalls an diese Dominanz anknüpfen. Auf dem kurzen Platz bekamen sie es mit einem griffigen Gegner zu tun, der es bestens verstand mit Tempo im Umschaltspiel für Gefahr zu sorgen. Und so gingen die Hausherren früh nach Rehnelts unkonventioneller Hacken-Mitnahme und durch Klotz, den der Stadionsprecher des Öfteren als 'Mr. Zuverlässig' rühmte, in Führung (6.).
Schleiz hatte darauf durch Pohl nach Dorns Tiefenball die passende Antwort in Form des Ausgleichs parat (12.), musste dann aber erfahren, wie ein Akteur, der für die faire Spielleitung verantwortlich sein sollte, der Partie zunehmend seinen gabz persönlichen Stempel aufdrückte: Schiedsrichter Roland Hillig machte nicht die beste Figur und manövrierte sich selbst nach und nach in einen Strudel mangelhafter Integrität. Nach einer knappen halben Stunde flog ein Freistoß in den Schleizer Strafraum; plötzlich ertönte ein Pfiff und Hillig zeigte entschlossen auf den Punkt, um sodann sogar noch den Ball für den späteren 2:1-Schützen Eichberger zu holen. Der bedankte dich sowohl für das Zuspiel als auch die Entscheidung mit dem 2:1 vom Punkt (27.). Hillig habe hier ein ballfernes Schubsen von FSV-Verteidiger Schulz geahndet – am 29. Spieltag in der Thüringenliga scheinbar ein Foulelfmeter...
Und der Referee aus Nordthüringen hatte sogar noch einen parat: Einen TSV-Angriff fing Weiß ab und führte einen Abschlag aus. Als der Ball schon in der Luft war, schob Bamba Klotz im Strafraum unnötigerweise mit beiden Armen am Rücken. Hillig war auch das einen Pfiff wert, obwohl weder Klotz noch Bamba den Abschlag hätten erreichen können, standen sie doch direkt neben FSV-Keeper Weiß, der diesen schon vor der Aktion ausgeführt hatte. Winefeld konnte dieses zweite Geschenk jedoch nicht nutzen, da Weiß die Ecke erahnte und stark parierte.
Im Anschluss verwarnte der Schiedsrichter trotz Kapitänsregelung den gewohnte ruhig kommunizierenden Schleizer Spielführer Pohl, der die Entscheidungen zu beiden Elfmetern verständlicherweise monierte. Ein cleverer Schachzug, wurden so doch die Möglichkeiten der Schleizer, ihrem Unmut über die ungewöhnlichen Entscheidungen Ausdruck zu verleihen, erheblich reduziert.
Aus Sicht der Gastgeber war der vergebene zweite Elfmeter übrigens nur halb so schlimm: Nach einem Einwurf und einem fatalen Stellungsfehler in der FSV-Abwehr, die zu weit einschob, ließ Klotz den heranrauschenden Bamba kurz zuvor mit einer Finte aussteigen, um sodann in einer flüssigen Bewegung das 3:1 und so den späteren Enstand zu erzielen (40.).
Westvororte agierte defensiv weiter leidenschaftlich, sodass dem FSV Schleiz nach vorn wenig einfiel. Zusätzlich blieben die Scheubengrobsdorfer nach wie vor durch Konter gefährlich und nutzen auch immer wieder Unkonzentriertheiten im Schleizer Spielaufbau zum Kreieren gefährlicher Chancen. Die beste davon setzte Diallo in der Schlussphase an den Pfosten. Den Schuss von FSV-Kapitän Pohl nach einem Freistoß klärte dessen Pendant Richter unterdessen von der Linie und es fiel kein weiterer Treffer – auch weil das Schiedsrichtergespann weder Pohls Kopfball, der von der Latte hinter die Torlinie und wieder hinaus sprang, im ersten Durchgang noch Petzolds Versuch im zweiten, der erst im Tor geklärt wurde, anerkannte.
Somit riss die Schleizer Serie ohne Niederlage am vorletzten Spieltag beim abstiegsbedrohten, aber absolut überzeugenden TSV Gera-Westvororte. Dieser 3:1-Erfolg, den sich die Hausherren durch beherztes Auftreten, klaren Fußball und eine gewisse Kaltschnäuzigkeit definitiv verdienten, hat dennoch einen faden Beigeschmack: Schiedsrichter Roland Hillig schenkte den Geraern zwei fragwürdige Elfmeter – von denen er bei einheitlicher Linie zehn Stück pro Partie geben müsste –, machte Schleiz' Kapitän wegen einer Nichtigkeit quasi mundtot, verwehrte dem FSV zwei eigene Treffer und zeigte auch bei eigentlichen 50-50-Entscheidungen leider eine klare Tendenz.
Für den TSV Gera-Westvororte geht es nächste Woche beim SV Blau-Weiß Büßleben in einem waschechten Endspiel um den Klassenerhalt. Der FSV Schleiz möchte hingegen sein letztes Heimspiel der Saison 2025/2026 mit einem Sieg gegen den FC An der Fahner Höhe erfolgreich gestalten.
Quelle: Leif Broßmann (Bericht)

