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Cheftrainer Roger Fritzsch über den winterlichen Personalzuwachs des FSV Schleiz

Alexander Hebenstreit, 09.01.2021

Cheftrainer Roger Fritzsch über den winterlichen Personalzuwachs des FSV Schleiz

Drei der vier mehr oder weniger neuen Gesichter, die zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs den Kader der Schwarz-Gelben verstärken: Milan Mitrovic (von links), Sebastian Tens und Nicky Eichelkraut. Der Vierte im Bunde, Rückkehrer Robby Kögler, war zum Fototermin verhindert.


Wann es zurück auf den Fußballplatz geht, weiß zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand. Doch eines ist gewiss: Die Vorfreude und Spannung ist beim FSV Schleiz bereits jetzt immens. Denn es gibt eine ganze Reihe neuer Spieler, die dann neben den Altbekannten um die begehrten Plätze in der Startelf buhlen werden.

Neben den in der zurückliegenden Woche vorgestellten Rückkehrern Robby Kögler und Sebastian Tens, wird dann auch Nicky Eichelkraut spielberechtigt sein, der sich bereits im Herbst dem FSV anschloss, mangels Spielerlaubnis aber zum Zusehen verdammt war.

Eine weitere Alternative könnte zudem Milian Mitrovic werden. Der 21-jährige Serbe lebt in Schleiz und absolviert momentan eine Ausbildung bei HBS. Bevor er nach Deutschland kam, war er mit dem FK Sloga Leskovac in der vierten Liga seines Heimatlands aktiv.

Und was sagt der Schleizer Trainer zu seinem neuen Luxusproblem mit einem sowohl qualitativ als auch quantitativ gewachsenen Kader?

FSV-Trainer Roger Fritzsch über . . .

. . . Sebastian Tens: „Sebastian kenne ich schon aus der Zeit, als er noch beim VFC Plauen im Nachwuchs spielte sowie aus den Derbys gegen den VfR Bad Lobenstein. Seine Stärken sind zweifelsohne sein präzises Passspiel sowie das frühzeitige Erkennen, Kommunizieren und zielorientierte Auflösen von Spielsituation. Er ist extrem ehrgeizig und hat einen hohen Anspruch an sich selbst.“

. . . Robby Kögler: „Bei Robby verhält es sich ein wenig anders. Ihn habe ich leider noch nie spielen sehen. Aber alles, was ich von unseren Spielern und Funktionären sowie weiteren FSV-Insidern über ihn in Erfahrung bringen konnte, war mehr als löblich. Allein ein Blick auf seine Vita mit Stationen bei Rot-Weiß Erfurt, Carl-Zeiss Jena und zuletzt beim Sachsenligist SSV Makranstädt sprechen für sich.
In den Gesprächen machte er einen sehr bodenständigen Eindruck und mit seiner empathischen Art passt er wie die Faust aufs Auge in unser Mannschaftsgefüge.“

. . . die drei Rückkehrer (neben Sebastian Tens und Robby Kögler wird auch Nicky Eichelkraut spielberechtigt sein): „Ich bin der vollen Überzeugung das wir mit Sebastian, Robby und Nicky, aber auch mit dem bisher verletzt ausgefallenen Christian Göller den nächsten kleinen Schritt in unserer Entwicklung machen können. 
Hinzu könnte noch der 21-jährige Milian Mitrovic kommen, der zuletzt in der vierten serbischen Liga spielte und nun eine Ausbildung bei HBS absolviert. Sollte auch er die Qualität besitzen, um den Konkurrenzkampf in unserem Team anzunehmen, bekommen wir richtig Bewegung im Kampf um die Startplätze. Und das wird jeden Spieler über kurz oder lang verbessern.“

. . . die Positionen, auf denen er Sebastian Tens und Robby Kögler am ehesten sieht: „Sebastian hat seine Stärken sicherlich auf einer zentralen Position und Robby wohl eher auf der Außenbahn. Aber wie es dann am Ende wird, werden wir sehen. Erst einmal wird es aber für beide wichtig sein, sich an unsere Trainingsintensität, an unsere Spielidee und an unsere Abläufe zu gewöhnen. Dazu werden wir beiden auch die nötige Zeit geben.“ (über Nicky Eichelkraut sprach Roger Fritzsch bereits hier)

. . . eine mögliche Systemumstellung aufgrund der Neuzugänge: „Dazu wird es auf keinen Fall kommen. Aber wir werden in gewissen Spielsituation dann etwas variabler sein.“

. . . die Gefahr, dass das Mannschaftsgefüge aufgrund mehrerer Neuzugänge mit Anspruch auf die Startelf aus den Fugen geraten könnte: „Den Anspruch auf einen Startplatz können und sollen die Neuzugänge gern haben. Aber den haben die restlichen Spieler natürlich auch und sie haben bereits nachgewiesen, was sie für Leistungen abrufen können.
Was das Mannschaftsgefüge betrifft, sehe ich da keinerlei Problematik. Die Mannschaft hat einen sauberen Charakter und ist in sich extrem gefestigt. Wir alle verfolgen ein gemeinsames Ziel und das heißt, den FSV so gut wie nur möglich zu präsentieren. Persönliche Belange stehen bei uns ganz klar hinten an. Wir wollen den gemeinsamen Erfolg. Daran wird sich durch die Neuen Spieler nichts ändern.“

. . . die Frage, ob Spieler beim Re-Start ins zweite Glied rücken werden: „Wenn es irgendwann mal wieder los gehen wird, werden wir mit allen Spielern in den Trainingsprozess starten, die zu unserem Kader gehören. Sicherlich wird dann unsere zweite Mannschaft von unserem großen Kader profitieren – und das soll sie auch!
Um eine langfristige Nachhaltigkeit im Männerbereich zu erreichen, sehe ich es als extrem wichtig an, dass wir unsere zweite Mannschaft jetzt in ihren Zielsetzungen vollends unterstützen. Für Spieler aus unserem Kader, die dann für die Zweite auflaufen, ist dies ja keine persönliche Abwertung. Es besteht immer die Möglichkeit, sich durch gute Leistungen wieder fürs Verbandsligateam zu empfehlen.“

. . . die Erwartungshaltung an die Mannschaft: „Daran ändert sich nichts. Wieso auch? Unser Ziel war es, aus jeder Partie das Maximum herausholen und das wird auch weiterhin so sein.“

. . . die Frage, ob die Personalplanungen damit abgeschlossen sind: „Na ja, ich denke, es gibt noch weitere interessante Spieler mit FSV-Vergangenheit in der Warteschleife. Spontan fallen mir André Schmidt und Florian Schilling ein. Vermutlich warten sie nur noch den richtigen Zeitpunkt für ihre Rückkehr ab (lacht).“