Est. 1913

Anfangs schläfriger FSV Schleiz holt 2:0 in Bad Langensalza auf und einen Zähler

Leif Broßmann, 03.05.2026

Anfangs schläfriger FSV Schleiz holt 2:0 in Bad Langensalza auf und einen Zähler

Das Duell zwischen Albert Pohl (rechts) und Bad Langensalzas Torwart Julien Patzer – hier im Hinspiel – entschied der Schleizer einmal direkt für sich, ehe es auch zum Treffer zum 2:2-Endstand beitrug. Archivfoto: K. Müller

 

1.Mannschaft : Spielbericht

11Teamsports Thüringenliga
25. Spieltag - 30.04.2026 18:30 Uhr
Bad Langensalza   FSV Schleiz
Bad Langensalza 2 : 2 FSV Schleiz
(2 : 1)

Spielstatistik

Tore

Andre Hoyer, Albert Pohl

Assists

Martin Berger

Gelbe Karten

Joao Mendes, Christian Pätz

Zuschauer

80

Torfolge

1:0 (9') Bad Langensalza
2:0 (17') Bad Langensalza
2:1 (45+1') Albert Pohl
2:2 (48') Andre Hoyer per Kopfball (Martin Berger)

 

Anfangs schläfriger FSV Schleiz holt 2:0 in Bad Langensalza auf und einen Zähler

Ach, Mensch... Nach dem Sieg und einer starken Leistung gegen Blau-Weiß Neustadt kam das Team von Roger Fritzsch im Stadion der Freundschaft beim FSV Preußen Bad Langensalza nicht über ein 2:2 hinaus.

Dabei ist gar nicht das Ergebnis das Ärgerliche. Viel mehr war es eine verschlafene Anfangsphase, die eine völlig andere Mannschaft als noch sechs Tage zuvor offenbarte und die Frage aufwirft, wieso die Herren in Schwarz-Gelb sich nach solch einer geschlossenen, überzeugenden Vorstellung nur wenig später nicht mehr trauen den Nebenmann anzuspielen.

Diesen Umstand rückt auch der FSV-Coach, der Sa und kurzfristig auch den verletzten Eichelkraut ersetzen musste, an den Beginn seines Statements: "Wir standen heute im Kollektiv die ersten 25 Minuten lang völlig neben uns und die Zwei-Tore-Führung der Preußen war hochverdient." Die erzielten die Gastgeber zunächst nach einer Flanke von rechts und einem satten Abschluss Harbauers im Zentrum (9.) sowie wenige Minuten später einem hergeschenkten Ball Bergers, der ihn ins Aus trudeln lasse wollte, aber von Harbauer gestört würde. Dieser bediente dann Preußen-Stürmer Schleip, der mit einem platzierten Chipper eiskalt in den Winkel vollendete (17.).

Schleiz musste sich nun regelrecht zum Spielen zwingen, um endlich einmal annähernd etwas Kontrolle und Sicherheit in die Partie zu bekommen. Das gelang mit zunehmer Spielzeit auch. Die beste Möglichkeit zum Anschlusstreffer hatte Eichelkraut-Ersatz Lukas Nietsch, doch nach Pätz' schönen Dribbling auf die Grundlinie und einer Ablage in den Rückraum, setzte er den Ball freistehend zu zentral aufs Tor. Nach einer Flanke legte Pohl kurz vor der Pause auf Berger ab, der seinen Versuch über das Gehäuse schoss. Der Anschluss deutete sich an, während die Hausherren durch Weißenborn auch auf 3:0 hätten erhöhen können.

Stattdessen ging es tatsächlich mit nur einem Treffer Differenz in die Pause: Ein hoher Ball landete vor den Füßen von FSV-Kapitän Pohl, der ihn ungestört sauber annahm und Patzer durch die Hosenträger schob ([45+1].). Beide standen auch kurz nach der Pause im Mittelpunkt, als Bergers Flanke von rechts vom von Pohl gestörten Patzer nicht festgehalten werden konnte und Hoyer am zweiten Pfosten mit einem satten Kopfball ausglich (48.). Der Preußen-Keeper reklamierte hier ein Foulspiel, doch das Luftduell war eher keinen Pfiff wert.

So hatte Schleiz die Konsequenzen seiner schwachen Anfangsphase ausgebügelt. Pätz' vielversprechender Flachschuss wurde im Anschluss pariert. Die Partie war nun ausgeglichen und es ging hin und her, ohne dabei jedoch wirklich zwingend zu werden. Dafür sorgten nicht zuletzt zwei gut organisierte Abwehrreihen.

Wie im Hinspiel wurde Preußen Bad Langensalzas Ersatztorwart eingewechselt. Während Stammhüter Patzer in Schleiz eine rote Karte gesehen hatte, knickte er nun in einem Duell mit Schleiz-Kapitän Pohl um und brach sich ohne Einwirkung des Rennstädters den Fuß. Der gesamte FSV Schleiz wünscht Julien Patzer an dieser Stelle eine best- und schnellstmögliche Genesung!

Am Ende steht für die Schwarz-Gelben ein Punkt zu Buche, über den man sich ob des aufgeholten Rückstandes freuen kann, während der Rückstand selbst durch ein wacheres, mutigeres und auch emotionaleres Auftreten von Beginn an hätte verhindert werden können.

Roger Fritzschs restliches Fazit zum Spiel
"Leider versäumen wir es nach der starken Anfangsphase der Heimelf durch zwei Großchancen von Nietsch und Berger auszugleichen. Pohls Anschlusstreffer kurz vor der Halbzeit war für uns dann enorm wichtig! In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft sich den Punktgewinn mit einer ordentlichen Leistung mehr als verdient."

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Am kommenden Samstag, dem 9. Mai, wird es wichtig sein eine solche (oder sogar bessere) Leistung wie im zweiten Durchgang von Beginn an und über die gesamte Spielzeit abzurufen. Dann ist nämlich Tabellenführer SCHOTT Jena am Fasanengarten zu Gast.

 


Quelle:Leif Broßmann (Bericht) | Kimi Müller (Foto)


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