Est. 1913

Von Anfang an auf Betriebstemperatur: Schleiz II gewinnt gegen Stadtroda mit 5:0

Leif Broßmann, 21.09.2026

Von Anfang an auf Betriebstemperatur: Schleiz II gewinnt gegen Stadtroda mit 5:0

Jaden Limmer (vorn in gelb) kehrte nach seiner Sperre zurück in die Startelf und trug mit zwei Assists und fleißigem Anlaufen offensiv wie defensiv zum Erfolg der Mannschaft bei. Auf dem engen Kunstrasenplatz war einmal mehr Körperlichkeit gefragt. Foto: T. Quentin

 

2.Mannschaft : Spielbericht

Kreisoberliga Jena-Saale-Orla
6. Spieltag - 19.09.2026 12:30 Uhr
FSV Schleiz II   Grün-Weiß Stadtroda
FSV Schleiz II 5 : 0 Grün-Weiß Stadtroda
(3 : 0)

Spielstatistik

Tore

Oskar Petzold, Elton Marciano Sá, Wiktor Garstka, Lukas Nietsch, Ole Habekost

Assists

2x Jaden Limmer, Oskar Petzold

Zuschauer

52

Torfolge

1:0 (4') Elton Marciano Sá (Jaden Limmer)
2:0 (10') Oskar Petzold per Elfmeter (Jaden Limmer)
3:0 (45') Wiktor Garstka (Oskar Petzold)
4:0 (74') Lukas Nietsch per Elfmeter
5:0 (85') Ole Habekost

 

Von Anfang an auf Betriebstemperatur: Schleiz II gewinnt gegen Stadtroda mit 5:0

Was für eine Antwort auf das 2:2 in Königshofen: Die zweite Mannschaft des FSV Schleiz hat am sechsten Spieltag der Kreisoberliga ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den formstarken FSV Grün-Weiß Stadtroda, der mit zwei Siegen im Rücken an den Fasanengarten gereist war, gewannen die Schwarz-Gelben deutlich mit 5:0 (3:0). Vor allem die ersten 75 Minuten waren dabei ein Zeichen, wie sich die Mannschaft ihren Fußball in dieser Saison eigentlich vorstellt: ballsicher, druckvoll und mit jeder Menge Zug zum Tor.

Ein Auftakt nach Maß

Dass die Schleizer diesmal nicht erst eine Halbzeit Anlauf nehmen wollten, war vom Anpfiff weg zu erkennen. Schon nach drei Minuten zappelte der Ball im Netz. Philip Schier eroberte in der eigenen Hälfte engagiert den Ball, Jaden Limmer schickte Elton Marciano Sa anschließend mit einem tiefen Pass auf die Reise. Sa blieb vor Stadtrodas Schlussmann Kraft cool und chippte den Ball zum frühen 1:0 über den herausstürmenden Keeper. Und Schleiz blieb dran.

Nach einem weiteren guten Angriff über Limmer und Sa fehlte letzterem noch die letzte Konsequenz im Abschluss. Eine Minute später durfte sich zunächst Limmer selbst versuchen, nachdem Sa ihn am Sechzehner bedient hatte – sein Abschluss war allerdings zu ungenau. Auch Schier hatte nach einer Flanke von links die Chance auf das zweite Tor, setzte den Ball aus kurzer Distanz aber über den Kasten.

Das 2:0 ließ dennoch nicht lange auf sich warten. Hein schickte Limmer in die Tiefe, der vor Meißgeier kreuzte und dabei zu Fall gebracht wurde. Elfmeter. Oskar Martin Petzold übernahm Verantwortung und verlud Kraft souverän (9.).

Zwei Tore nach neun Minuten – und der Spitzenreiter hatte die Partie von Beginn an unter Kontrolle.

Stadtroda findet kaum Zugriff

Die Gäste kamen zwar mit der Empfehlung von zwei Siegen in Folge, hatten in dieser ersten Halbzeit aber große Probleme, gegen das Schleizer Pressing und den variablen Spielaufbau Zugriff zu bekommen. Immer wieder fanden die Schwarz-Gelben Lücken, verlagerten das Spiel und kamen mit Tempo in Richtung Stadtrodaer Strafraum.

Auch defensiv funktionierte vieles. Einen gefährlichen Freistoß aus halbrechter Position setzte Schwenzer über das Tor, ansonsten blieb von der Gästeoffensive zunächst wenig hängen.

Schleiz hätte die Führung sogar noch weiter ausbauen können. Nach einem hohen Ballgewinn setzte Garstka einen Versuch aus dem Gewühl an, wenig später wurde sein Volley auf der Gegenseite geblockt. Und kurz vor der Pause sorgte das Schleizer Pressing erneut für Gefahr: Limmer erzwang einen Fehlpass, Sa nahm den Ball auf und legte noch einmal für Limmer auf, der wiederum Schier bediente – allerdings aus Abseitsposition.

Dann aber doch noch der dritte Treffer: Petzold wurde nach Woitziks schnellem Einwurf im Strafraum freigespielt, und Wiktor Garstka war zur Stelle. Sein erster Saisontreffer bedeutete das 3:0 (44.). Eine Führung, die angesichts der ersten 45 Minuten auch in dieser Höhe absolut verdient war.

Nach der Pause: Stadtroda kommt – Schleiz bleibt stabil

Wer nun allerdings mit einem gemütlichen Auslaufen gerechnet hatte, wurde zunächst eines Besseren belehrt. Stadtrodas Trainer Hort schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Gäste kamen mit deutlich mehr Energie aus der Pause und stellten Schleiz vor größere Aufgaben.

Robert Nehrig tauchte gleich mehrfach gefährlich auf. Zunächst scheiterte er aus zentraler Position zu lasch an Wagner, wenig später verfehlte sein Flachschuss das lange Eck nur um Zentimeter. Auch Reimann hatte aus sieben Metern die große Gelegenheit zum Anschlusstreffer, doch Wagner war zur Stelle und hielt den Ball fest.

Die Schleizer waren nun nicht mehr ganz so dominant wie im ersten Durchgang. Teilweise fehlte nach Ballverlusten der letzte Schritt im Gegenpressing, dazu wurde der eine oder andere Angriff nicht mehr mit der Konsequenz der ersten 45 Minuten ausgespielt.

Doch auch das gehört zu einem solchen Spiel: Schleiz überstand die stärkere Phase der Gäste, ohne dass die eigene Führung ernsthaft ins Wanken geriet. Und vorne wurde weiter nachgelegt.

Nietsch vom Punkt, Habekost unter die Latte

Nach einer guten Stunde war der vierte Treffer eigentlich schon überfällig. Garstka setzte sich im Gewimmel durch, doch sein Versuch wurde noch von der Linie gekratzt. Kurz darauf scheiterte Marco Saß am starken Kraft, der seinen Versuch vom langen Pfosten noch aus der Ecke fischte.

In der 74. Minute war der Stadtrodaer Schlussmann dann aber erneut machtlos. Lorenz' Schuss wurde im Strafraum regelwidrig mit der Hand abgefangen – erneut Elfmeter. Diesmal trat Lukas Nietsch an und schickte Kraft in die falsche Ecke. 4:0 – damit war die Partie endgültig entschieden (74.).

Für den Schlusspunkt sorgte schließlich der eingewechselte Ole Habekost (NICHT Habeknecht!) mit seinem Premierentor im FSV-Dress. Lorenz legte den Ball nach einem Konter nach außen, dessen Hereingabe Richtung Weidhase wurde noch abgefälscht – und plötzlich lag der Ball vor den Füßen des Neuzugangs. Habekost fackelte nicht lange und jagte die Kugel unter die Latte (85.).

Und beinahe hätte Habekost sogar noch seinen Doppelpack geschnürt. Nach einem weiteren Konter lief er alleine auf Kraft zu, doch Stadtrodas Keeper blieb diesmal Sieger (88.).

Eine Null, die sich die Mannschaft verdient hat

Am Ende steht ein auch in dieser Höhe verdienter 5:0-Erfolg. Natürlich hatte Stadtroda nach der Pause seine Chancen und Schleiz in dieser Phase auch das eine oder andere Mal das nötige Defensivglück. Über die gesamte Partie betrachtet war der Sieg aber keineswegs glücklich.

Vor allem die ersten 75 Minuten zeigten eine Schleizer Mannschaft, die mit dem Ball äußerst überzeugend agierte und dem Gegner über weite Strecken kaum Luft zum Atmen ließ. Das frühe Führungstor gab Sicherheit, das zweite und dritte Tor folgten folgerichtig.

Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis nach dem etwas zähen Auftritt in Königshofen: Diesmal musste Schleiz nicht erst einem Rückstand hinterherlaufen. Keine Unterzahl, kein Rückstand, kein Kraftakt in der Schlussphase – stattdessen von Beginn an Fußball. Das 5:0 ist damit nicht nur der nächste Dreier, sondern auch die bislang deutlichste Antwort darauf, was in dieser Mannschaft steckt, wenn sie von der ersten Minute an auf Betriebstemperatur ist. Und als kleines Sahnehäubchen blieb diesmal sogar die Null stehen.

 

weitere Fotos vom Spiel (T. Quentin)


Quelle:Kilian Greiner (Bericht) | Thomas Quentin (Foto)


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