Mit Leidenschaft & Ausdauer gegen alle Widrigkeiten – Zweite siegt daheim
Leif Broßmann, 09.08.2026
Voller Überzeugung trifft Kilian Greiner (weiß) zur Schleizer Führung. Foto: T. Quentin
2.Mannschaft : Spielbericht
2. Spieltag - 08.08.2026 12:30 Uhr
| FSV Schleiz II | SG TSV 1860 Ranis | |||
![]() |
4 | : | 3 | ![]() |
| (0 | : | 1) | ||
Aufstellung
| C. Göller | J. Limmer (90' S. Schubert) |
||
| E. Sá (79' S. Raßbach) |
K. Greiner (76' C. Hofmann) |
||
| K. Lorenz | M. Hilbert | ||
| A. Ost | P. Schier (55' T. Zscherpel) |
||
| A. Nukovic | L. BroßmannC | ||
| M. Nukovic | |||
Spielstatistik
Tore
2x Kilian Greiner, Leif Broßmann, Jaden LimmerAssists
Philip Schier, Leif Broßmann, Jaden Limmer, Cedric HofmannGelbe Karten
Maurice Hilbert, Elton Marciano Sá, Christian Göller, Jaden LimmerZuschauer
39Torfolge
| 0:1 (24') | SG TSV 1860 Ranis per Kopfball |
| 1:1 (53') | Kilian Greiner (Philip Schier) |
| 2:1 (65') | Kilian Greiner (Leif Broßmann) |
| 3:1 (75') | Leif Broßmann (Jaden Limmer) |
| 3:2 (87') | SG TSV 1860 Ranis |
| 4:2 (88') | Jaden Limmer (Cedric Hofmann) |
| 4:3 (90+4') | SG TSV 1860 Ranis |
Mit Leidenschaft & Ausdauer gegen alle Widrigkeiten – Zweite siegt daheim
Am Samstag, dem 08.08.2026, war die Aufgabe für die Kicker der Schleizer Zweiten sicher keine einfache: Trotz hohen Temperaturen, einem gewissen Festival vor der Haustür und einer (eigentlich) engen Personaldecke kam die SG Ranis/Krölpa als Auswärtsmannschaft an den Fasanengarten. Spieler, Trainer und Zuschauer wussten bereits vor Anreise der Gäste, was auf die in weiß aufspielenden Mannen wartete: ein unangenehmer Gegner, der in jedem Spiel viel Intensität an den Tag legt und körperlich alles abverlangt.
Trotz der "schwierigen" Umstände fanden 17 motivierte Kicker sowie einige Fans den Weg an den Fasanengarten. Und dieser Weg sollte sich für alle Beiwohnenden lohnen.
Nach einer starken Erwärmung und sommerlichen Temperaturen begann das Spiel jedoch realtiv verhalten. Nach anfänglichem Hin- und Herplätschern der Partie waren es die Raniser, die in den ersten fünf Minuten zwei erste Warnschüsse auf das Tor Mahir Nukovics abgaben. Durch Fehler im Aufbau und Mopedball von Greiner auf Broßmann vergab Ludwig die erste Chance der Gäste. Man merkte in der ersten Viertelstunde: Vorgenommen hatten sich die Kicker der zweiten viel, es wurde kommuniziert und teils ordentliche Ballstafetten an den Tag gelegt, nach vorn wirkte das Spiel der Hausherren allerdings eher verhalten.
Hinten stand man auf schwierigem Geläuf nach anfänglichen Schwierigkeiten größtenteils stabil, nach vorn wurden Nadelstiche gesetzt. So in der 18. Minute als Jaden Limmer den Ball mit Auge am Raniser Keeper vorbei legte, aber nicht genug Vertrauen in seinen linken Fuß hatte. Den folgenden Querpass konnte Greiner mit dem ebenfalls zweiten starken Fuß (links) nicht im Gehäuse der Gäste unterbringen. Auf der anderen Seite war Ranis vor allem durch Standardsituationen stets gefährlich, etwa in der 23. Minute. Fünf Minuten später flog der Ball, nach fehlgeschlagenem Dribbling von Sa am Mittelkreis mit folgendem Foulspiel unserer Nummer 11, in hohem Bogen in den Schleizer Strafraum. Dort stand Wetzel zwar sehr nah an der Grundlinie, bewies aber Köpfchen und beförderte das begehrte Rund unter Zuhilfenahme der getragenen Gesichtsmaske an Nukovic vorbei zum 0:1 für Ranis ins Tor (24.).
Wer jetzt dachte, die Moral der Schleizer breche, sah sich getäuscht. Vor allem über die rechte Seite lief Sa zunehmend warm. Es folgten Flanken sowie ein Passvorlage auf Göller, der den Ball leider nicht kontrolliert bekam, und dieser so von der soliden Abwehr der Raniser geklärt werden konnte.

Elton Marciano Sa unterstützte den FSV Schleiz II auf dem rechten Flügel mit seinen Dribbelkünsten. Foto: T. Quentin
Zwei Minuten später erneut Göller, der hinter den Kopfball nach Flanke von Lorenz nicht genug Druck bekam. Letztgenannter war sich auch nicht zu schade einen Freistoß aus 35 Metern auf das lange Eck zu zirkeln, jedoch verhinderten fehlende Schärfe und Präzision den Torerfolg. Nach Sa taute auch J. Limmer mehr und mehr auf. Nachdem zunächst eine Abseitsposition einen Abschluss verhinderte, konnte er ein Zuspiel von Göller in der 38 Minute nicht verwerten - der Raniser Keeper mit katzenartigem Reflex zur Ecke. Nach Freistoßflanke von Lorenz auf den Kopf des heutigen Kapitäns Broßmann waren die Chancen der ersten Halbzeit zu dieser Zeit aufgebraucht. 0:1 zur Halbzeit. ABER: keine hängenden Köäpfe bei den Schleizern, die sich einiges aufgespart hatten.
Deutlich wacher präsentierten sich die Mannen von Coach Woellner zu Beginn der zweiten 45 Minuten. Und nach nur wenigen gespielten Minuten marschierte Schier in unnachahmlicher Manier als RV über den gesamten Platz, nur um dann mit einer halbhohen Flanke Greiner am zweiten Pfosten zum ersten Tor der Schleizer zu finden (53.). Hier hatte auch Limmer entscheidenden Anteil, denn der quirlige Stürmer lies den Ball uneigennützig passieren um den besser positionierten Greiner in Sezen zu setzen. Teamgeist! Die folgenden Minuten waren jetzt vor allem geprägt durch eines: den sichtbaren Willen der Schleizer nachzulegen. Besonders Limmer zeigte in dieser Phase, dass ein SMS Wochenende einen jungen Vollblutkicker nicht vom Fußballspielen abhalten kann. Der flinke 7er wurde regelmäßig in der Spitze gesucht, stand jedoch leider hin und wieder im Abseits und hatte das Glück des Tüchtigen noch nicht an seiner Seite.
Was sich den Zuschauern nun präsentierte war ein gutes Regelspiel der Schiedsrichter. Da ein Raniser bei Auswechslung zu lang brauchte, wurde der einzuwechselnde Spieler - entsprechend der neuen Regeln - für eine Minute hinter der Aus-Linie belassen. Und die Schleizer konnten die Unterzahl nutzen! Wieder war es Greiner, der nach Flanke von rechts den Ball mehr schlecht als recht kontrollieren konnte und im Fallen/Grätschen zum 2:1 am Raniser Keeper vorbei schob (65.). Ein gewisser Herr T. Müller aus der MLS hätte hier sicher stolz sich selbst in jungen Jahren gesehen.
Dass sich das Spiel jetzt zu beruhigen drohte, verhinderte Interimskapitän Broßmann, der in der 70. Minute nach Freistoß von der Eckfahne ebenfalls den Weg auf die Torschützenliste fand. Der scharf eingebrachte Ball von Lorenz landete über Umwege bei Limmer, der sich mit dem schwächeren Linken ein Herz fasste und den Hüter prüfte. Dieser ließ zur Seite prallen und Broßmann konnte mit Energie und Einsatz den Ball zum 3:1 ins leere Tor einschieben (75.). Zu diesem Zeiptunkt absolut verdient für die Hausherren. Nach den Wechseln Rassi Rasbach für Elton und C. Hofmann für Doppelpacker Greiner tröpfelte das Spiel zunächst weiter vor sich hin. M. Nukovic konnte, im Tor hinter seinem Bruder Amel stehend, nun zunehmend mit Paraden auf sich aufmerksam machen.

M. Nukovic ist vor Gästekapitän Ludwig am Ball. Am. Nukovic und Broßmann (v. l. n. r.) freut's. Foto: T. Quentin
Aber die Raniser waren weiter durch Standardsituationen gefährlich. Eine solche brachte in der 87. Minute den Anschlusstreffer. Nachdem sich der ältere der beiden Nukovics nach einem langen Ball verschätzte, überlupfte Johnny Ludwig den herauseilenden Heimkeeper zum, zu diesem Zeitpunkt glücklichen, 3:2. Und wie reagiert man auf ein Gegentor? Richtig, mit einem eigenen Treffer! Nach dem Anstoß landet mit dem ersten Pass der Ball bei 6er Misi. Der nimmt Maß, setzt Hofmann auf links außen mit einem starken Flugball ins Szene. Kontakt 1: Ballannahme. Kontakt 2: Flanke mit dem Linken auf Limmer. Der saugt die halbhohe Eingabe runter, umkurvt den Hüter - rennt dafür sogar nochmal aus dem Strafraum - und drischt das Rund zur Vorentscheidung (?) in die Maschen (88. Minute).
Danach war Schluss für den quirligen Angreifer - Routinier Schubert, hochmotiviert, jetzt im Spiel. Auch hier wurde die Neuregelung konsequent umgesetzt - unser 9er musste ebenfalls 60 Sekunden auf die Einwechslung warten nachdem Limmer, scheinbar seiner letzten Ausdauerreserven beraubt, nur schleppend das Spielfeld verließ. Fünf Minuten obendrauf. Und die wurden noch einmal spannend, da Ranis - wiederrum nach einer Standardsituation - durch Lippold erneut zum Anschluss kam (90+4). Ein Freistoß von der Mittellinie brachte die letzte Annäherung der Gäste in der letzten Minute. Aber auch der noch vorn geeilte Hüter konnte den Ausgleich für Ranis nicht erzwingen, im Gegenzug scheiterte unser Youngster A. Ost von der Mittellinie knapp - das wäre einer für die Annalen gewesen. Schließlich Pfiff Schiedsrichter R. Richter das Spiel um 14:32 Uhr ab.
Eine spannende Partie ging zu Ende, die eins zeigte: an diesem Samstag konnte die zweite den äußeren Umständen zum Trotz (SMS, Hitze, schwieriges Geläuf) mit Leidenschaft, Wille und Stärke die umkämpften Punkte in der Kreisstadt belassen und damit zumindest zeitweilig von der Tabellenspitze grüßen.
Weiter geht es nächste Woche Sonntagmittag auswärts beim FC Thüringen Jena.
#vollgasfürschwarzgelb
KOL Jena-Saale-Orla (Tabelle & aktueller Spieltag)
Fotos vom Spiel (Thomas Quentin)

Quelle:Fitnesstrainer Paul Jung (Bericht) | Thomas Quentin (Fotos)

