Est. 1913

Vorn vier, hinten null: Zweite holt bei ThalBürgel beeindruckend Klassenerhalt

Leif Broßmann, 21.05.2026

Vorn vier, hinten null: Zweite holt bei ThalBürgel beeindruckend Klassenerhalt

Groß war die Freude nach dem Abpfiff: Vor einem Abstieg muss der FSV Schleiz II nun definitiv keine Angst mehr haben.

 

2.Mannschaft : Spielbericht

Kreisoberliga Jena-Saale-Orla
18. Spieltag - 20.05.2026 18:30 Uhr
SG ThalBürgel   FSV Schleiz II
SG ThalBürgel 0 : 4 FSV Schleiz II
(0 : 2)

Spielstatistik

Tore

Philip Schier, Leif Broßmann, Adrian Ost, Kilian Greiner

Assists

3x Christian Göller

Gelbe Karten

Leon Eichelkraut

Zuschauer

32

Torfolge

0:1 (11') Philip Schier (Christian Göller)
0:2 (20') Adrian Ost (Christian Göller)
0:3 (61') Kilian Greiner
0:4 (86') Leif Broßmann (Christian Göller)

 

Vorn vier, hinten null: Zweite holt bei ThalBürgel beeindruckend Klassenerhalt

Meine Güte, macht diese Truppe Spaß! Als der FSV Schleiz II am Mittwochabend (20.05.2026) zum Nachholspiel des 18. KOL-Spieltags zur SG ThalBürgel reiste, waren sogar zwölf Mann an Bord – nach der Schmach von Königshofen durchaus ein willkommener Gang zurück in alte Muster.

Die Begegnung mit den Saale-Holzländern brachte außerdem eine gewisse Brisanz: Nachdem insbesondere die Kreispokal-Viertelpokalpartie mehrmals und teils kurzfristig verlegt worden ist, schied der FSV Schleiz II am Grünen Tisch mit 2:0 aus und wurde somit einer absolut realistischen Titelchance beraubt. In diesem Nachholer wollten die Schwarz-Gelben also ihrem Frust durch einen Sieg Luft machen!

Das sollte auch gelingen. Eine gewisse Eiseskälte, Spielwitz, ein starker Rückhalt, auch etwas Glück, aber auch eine immer geschlossene Truppe brachten einen 0:4-Auswärtssieg und damit auch den rechnerischen Klassenerhalt.

Ohne die verletzten Müller und Beetz musste die in Triptis so gut funktionierende linke Seite ersetzt werden. Mit Ost und Woitzik gelang das aber – vor allem im Zusammenspiel mit dem intelligenten Zscherpel – hervorragend. Zudem feierte Jungspund Mark-Kevin Kiesow sein Startelfdebüt anstelle des verhinderten Lorenz', nachdem der 18-Jährige am Samstag ja schon für die 1. Mannschaft als Joker erfolgreich war.

Die Partie startete recht ausgeglichen und mit jeweils tieferstehend eingestellten Teams. Die Rennstädter waren aber gefährlicher. Durch zwei recht ähnliche Konter gingen sie durch Schier (11.) und Ost (20.) in Führung, nachdem die beiden jeweils von Göllers hervorragenden Pässen profitiert und sich durchgesetzt hatten.

Fortan kam ThalBürgel besser in die Partie und stieß vor allem über die Flügel hin und wieder durch. Auch Freistöße und Eckbälle, die dabei heraussprangen, fanden gegnerische Köpfe, mündeten aber nicht in einem Anschlusstreffer, weil Keeper Mahir Nukovic und Konsorten gut aufpassten. An dieser Stelle griff auch das durch Fleiß und Geduld in den letzten Wochen erarbeitete Spielglück, sodass Schwarz-Gelb diese Phase überstand und mit der Zwei-Tore-Führung in die Pause gehen konnte.

Im zweiten Durchgang schafften es die Hausherren nur noch vereinzelt für Gefahr zu sorgen. Die beste Möglichkeit, die Partie noch einmal richtig spannend zu machen, bot sich Schlüsselspieler Reuther nach einer knappen Stunde, der antrat, um einen Kann-Elfmeter des guten Schiri-Trios Meyer, Morak & Götze zu verwandeln. 'Aura' hieß dann der Schlüssel für FSV-Schlussmann Nukovic, dessen Erscheinung den erfahrenen Kapitän der Gastgeber zu einem Heber in die Mitte verführte; der Ball sprang von der Latte ins Toraus!

Und Schleiz bestrafte das wenig später: Nach einer Zscherpel-Ecke und Broßmanns geblocktem Kopfball offenbarte Greiner einmal mehr seinen Torriecher, schaltete – ähnlich zu einem damaligen Treffer gegen Camburg – am schnellsten und traf zum 0:3 (61.). Nun war der Käs' gegessen. Nukovic pflückte Flanke um Flanke aus der Luft, als hätte er jahrelang nichts anderes gemacht, riss einmal noch mit einem wunderbaren Reflex die Pranke hoch und sicherte sich und seinem emsigen Team die Null.

Und vorn hatte die Schwarzbach-Elf auch noch einen parat: Broßmann dribbelte an, bekam vom Vorlagen-Dreierpacker Göller das Spielgerät mustergültig wieder und traf zum 0:4-Endstand (86.), den sich die Mannschaft, das Trainerteam um Schwarzbach, Weber und Woellner und vor allem auch Betreuer Heiko Marschall redlich verdienten!

Denn dieser Sieg bedeutet drei Spieltage vor Saisonende, dass der Klassenerhalt gesichert ist (zur Tabelle). Der FSV Schleiz kann also auch in der kommenden Saison eine Kreisoberliga-Mannschaft stellen. Und wenn ich mir das Auftreten in den letzten Wochen so anschaue, habe ich richtig Lust auf das, was noch kommt. Aber: Mangels übriger Spiele geht in Richtung Meisterschaft leider nichts mehr – dafür griffen die Zahnräder leider zu spät. *zwinker*

Anders sieht das beim kommenden Gegner aus: Am Wochenende nach dem Pfingstfest empfängt unsere Zweite den FC Chemie Triptis, der Teil des Spitzentrios ist und für den es zumindest rechnerisch noch möglich ist, Spitzenreiter Pößneck (sechs Punkte Vorsprung) einzuholen. Unterdessen will Schleiz das Maximum aus der Saison rausholen! Ob das klappt, sehen wir am 30. Mai ab 16:30 Uhr im Nachspiel.


Quelle:Leif Broßmann (Bericht)


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