Junge Hüpfer & plötzlich alte Hasen drehen kleines Oberland-Derby im Koseltal
Leif Broßmann, 05.05.2026
2.Mannschaft : Spielbericht
25. Spieltag - 02.05.2026 12:30 Uhr
| SG VfR B. Lobenstein II | FSV Schleiz II | |||
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1 | : | 2 | ![]() |
| (1 | : | 0) | ||
Aufstellung
| M. Fedoriaka | |||
| A. Ost | K. Greiner | ||
| C. Hofmann | L. Hein | ||
| T. Zscherpel | |||
| P. Schier | L. Eichelkraut | ||
| L. Broßmann (90+2' F. Müller) |
M. HilbertC | ||
| F. Wagner | |||
Spielstatistik
Tore
Adrian Ost, Marko FedoriakaAssists
Kilian GreinerGelbe Karten
Leif Broßmann, Maurice Hilbert, Cedric HofmannZuschauer
50Torfolge
| 1:0 (16') | SG VfR B. Lobenstein II |
| 1:1 (69') | Adrian Ost (Kilian Greiner) |
| 1:2 (87') | Marko Fedoriaka |
Junge Hüpfer & plötzlich alte Hasen drehen kleines Oberland-Derby im Koseltal
'Aus der Not irgendwie eine Tugend machen' – das war das Ziel des FSV Schleiz II, als er am 2. Mai zum Vorspiel im Koseltal mit einem zwölf Buben starken Kader bei der Reserve des VfR Bad Lobenstein antrat.
Denn mit Wagner, Hein, Hilbert und dem ausgeschlafenen Ost standen gleich vier A-Junioren in der Startelf; der von einer langen Verletzung zurückgekehrte Florian Müller (18 Jahre) war einziger Wechsler. Und so avancierten L. Eichelkraut (27), Greiner (24) und Broßmann (24) plötzlich du den alten Hasen im Jugend-forscht-Versuch.
Auf dem großen Bad Lobensteiner Rasenplatz wollten die Rennstädter dennoch an die spielerisch und taktisch überzeugende Leistung beim 7:1-Erfolg gegen Camburg in der Vorwoche anknüpfen. Wieder hatten sie es dabei mit erhöhten Temperaturen und einer knallenden Sonne zu tun, die zumindest teilweise aber mit Greinerscher Sonnencreme kompensiert werden konnte.
Alles andere brauchte so seine Eingewöhnungzeit. Die Hausherren ließen Schleiz spielen, denen fiel es aber merklich schwer den finalen und auch wirklich mal gefährlich Pass zu finden. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau ging nach einer guten Viertelstunde die Post ab: Pech und Torschütze Fuchs bestraften die Unkonzentriertheit mit eiskaltem Zusammenspiel und Glück beim noch entscheidend abgefälschten Abschluss mit der Führung für den abgeschlagenen Tabellenletzten (16.).
Ein herber Dämpfer für die Schleizer! Die ließen sich aber nicht entmutigen, hatten durch Zscherpel nach schöner Greiner-Vorarbeit und Fedoriaka aus der zweiten Reihe Abschlüsse zu verbuchen, die aber jeweils deutlich über das Tor gingen. Währenddessen waren auch die Koseltaler besonders durch Diagonalbälle gefährlich und hatten ein, zwei Möglichkeiten auf das 2:0. Doch die verpufften, ehe sie zur echten Gefahr wurden.
Mit der knappen Heimführung ging es in die Kabinen, wo vom Rückstand genervte Schleizer sich darauf einigten, noch geduldiger und konsequenter im Ballbesitz zu bleiben und an die Wende zu glauben. Entsprechend sah der zweite Durchgang dann aus: Ballsicher und mit einer sauberen Mischung aus Spielwitz und Zielstrebigkeit waren die schwarz-gelben Offensivbemühungen nun zwingender. Wenn – bitte mit Witz lesen – Greiner einen gescheiten ersten Kontakt hätte, Fedoriaka sich beim Bolzen mal über den Ball lehnen würde und Ost zum Torschießen auch die einfachen, hunderprozentigen Gelegenheiten nutzen würde, wäre die Schleizer Zweite hier schon früher zum Ausgleich gekommen. Stattdessen brauchte es ein energisches Dribbling des Rotschopfes auf rechts und eine sehenswerte Volleyabnahme Adi Osts, um das 1:1 zu markieren (69.).
Das war zu diesem Zeitpunkt verdient. Eine bessere Übersicht Broßmanns hätte kurz darauf die Führung bedeuten können, doch statt dem Querpass auf Greiner wählte er einen desolaten Abschluss über das Tor. Zudem scheiterte er per Kopf und Nachschuss nach einem Eckball. Bad Lobenstein blieb durch Einwürfe, Standardsituationen und kleine Unachtsamkeiten auf Schleizer Seite dennoch gefährlich. Handspiele und Meckern ahndete die erfahrene Schiedsrichterlegende Goretzky korrekterweise, aber auch einseitig mit indirekten Freistößen in der Nähe des Schleizer Kastens; zum Glück für die Gäste konnten diese aber geblockt werden.
Und auf der anderen Seite blieb Fedoriaka vor dem leeren Tor eiskalt, nachdem VfR-Schlussmann Warchold von Hofmann gepresst und zu einem fatalen Fehlpass gezwungen wurde. Er nutzte das Geschenk und traf zum 1:2 (87.), das die Schwarz-Gelben in den letzten Minuten leidenschaftlich verteidigten. Auch der eingewechselte Müller holte mit einem Sololauf noch einmal wichtige Sekunden heraus. Ihm wünschen wir zudem beste Erfolge bei allen noch anstehenden Abiturprüfungen!
Mit dem Abpfiff machte sich Erleichterung im durchschnittlich 21,3 Jahre jungen Team des FSV Schleiz II breit, dem es trotz personellen Engpasses gelungen war, mit Geduld, Klarheit und dem Vertrauen in die eigenen Mitspieler einen Rückstand zu drehen und somit drei wichtige Zähler für den Klassenerhalt zu holen (zur Tabelle nach dem 25. Spieltag).
Am kommenden Samstag, dem 9. Mai, heißen die schwarz-gelben Kicker die SG Holzland am Fasanengarten willkommen.
Quelle:Leif Broßmann (Bericht) | Cindy Scholz (Foto)

