Est. 1913

Aufbaugegner FSV Schleiz lässt SpVgg Geratal drei Zähler entführen

Leif Broßmann, 14.04.2026

Aufbaugegner FSV Schleiz lässt SpVgg Geratal drei Zähler entführen

Während Joao Mendes (links) in beiden vergangenen Heimspielen jeweils den Dosenöffner für seine Farben besorgte, nun aber erfolglos blieb, gelang Peempos Thubthimdee (rechts) das Tor des Tages. Foto: S. Pohl

 

1.Mannschaft : Spielbericht

11Teamsports Thüringenliga
22. Spieltag - 11.04.2026 14:00 Uhr
FSV Schleiz   SpVgg Geratal
FSV Schleiz 0 : 1 SpVgg Geratal
(0 : 0)

Spielstatistik

Gelbe Karten

Andre Hoyer, Martin Berger, Kristian Lorenz, Marko Fedoriaka

Gelb-Rote Karten

Amel Nukovic (90+7')

Zuschauer

194

Torfolge

0:1 (46') SpVgg Geratal per Weitschuss

 

Aufbaugegner FSV Schleiz lässt SpVgg Geratal drei Zähler entführen

Im Heimspiel am 22. Thüringenliga-Spieltag war die Spielvereinigung Geratal am Fasanengarten zu Gast. Die Mission der Hausherren war klar: Ein möglicher Trainereffekt zugunsten der Gäste, die sich unter der Woche von Frank Schwalenberg getrennt hatten, sollte durch Konsequenz früh im Keim erstickt werden (zum Vorbericht). Eine Halbzeit lang funktionierte das auch; dann brachte eine Thailändisches Einzelleistung das Gerataler Blümchen zum Blühen.

Schleiz' Trainer Fritzsch durfte Hoyer, Mendes, Petzold und Berger wieder in der Startelf willkommen heißen, musste aber auch auf die gesperrten Bamba, Pätz und Sa verzichten. Erfreulich war da das Comeback von Marco Saß, der nach Babypause wieder zur Verfügung stand, in der linken Verteidigung.

Die Hausherren begannen druckvoll und dominant, wollten sie doch den dritten Heimsieg in Serie einfahren. Eichelkrauts Ausflug nach vorn sorgte nach fünf Minuten für eine erste Großchance, die Pohl jedoch freistehend vergab. Generell war es nicht die Partie des FSV-Kapitäns, der 20 Minuten vor Schluss auch als erster Schwarz-Gelber den Platz verlassen musste. Nachdem er wenig später aufmerksam einen Rückpass abfing, konnte Pohl Geratal-Schlussmann Bradsch ebenfalls nicht überwinden. Berger und Petzold versuchten es im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs mit Fernschüssen.

Die Gäste waren zweimal aus dem Spiel und einmal per Freistoß gefährlich. Doch die Hausherren konnten im Verbund und höchster Not bereinigen bzw. Reykowski in Weiß seinen Meister finden. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff dann die Möglichkeit zum 1:0; Berger setzte einen geblockten Kopfball jedoch aus vielversprechender Position über den Querbalken.

Und statt einer Schleizer Führung kurz vor der Pause gab es kurz nach ihr – einige werden noch nicht einmal wieder Platz genommen haben – zugunsten der Gerataler im Netz: Vom Anstoß an kam der Ball auf die linke Seite, von wo aus der Thailänder Thubthimdee ein Solo mit Recht wenig Gegenwehr startete und aus etwa 25 Metern stramm, aber haltbar abzog. Weiß' versuchte Fußabwehr schlug fehl und die Gäste durften jubeln.

Dieser Treffer brachte die Hausherren völlig aus dem Konzept. Unachtsamkeiten im Spielaufbau – nach einer besonders fahrlässigen hielt Weiß stark gegen den vorherigen Torschützen – ergaben in Kombination mit fehlender Offensiv-Schlagkraft eine Schleizer Mannschaft, die sich wie ausgewechselt präsentierte und auch die zweiten Bälle nicht mehr erobern konnte.

Mendes' Versuch nach herrlichem Petzold-Ball früh nach dem Rückstand, ein Schulz-Kopfball nach einer guten Stunde und mehrere Standardsituationen in der Nachspielzeit waren die einzigen weiteren Möglichkeiten zum Ausgleich. Freistöße von Mendes und Langer konnte Bradsch parieren, eine letzte Ecke fand keinen Abnehmer in schwarz-gelb.

Begleitet von Streitigkeiten, die je eine gelb-rote Karte für Nukovic und Ramadani nach sich zogen, endete die Partie also mit einem 0:1-Auswärtssieg für die Spielvereinigung, für die der Trainerwechsel (zumindest in diesem Spiel) direkt zündete. Das Schiri-Trio zeigte dabei eine gute Leistung.

Nach dem Sieg der Preußen am Sonntag rutschte der FSV Schleiz auf Rang neun ab, während Geratal – wie in der Vorwoche schon der SV Borsch 1925 – mit den drei Zählern einen Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen konnte (zur Tabelle).

Für Roger Fritzsch ist dieser übrigens lang noch nicht erreicht – im Gegenteil: "Es wäre jetzt sehr einfach alles auf den folgenschweren Fehler unseres Keepers zu schieben. Fakt ist aber, dass wir bis dahin vier Großchancen liegen gelassen hatten und direkt im Gegenzug nach dem 0:1 erneut eine hundertprozentige nicht nutzen konnten. Danach haben wir komplett den Faden verloren und keine Verbandsliga-taugliche Leistung mehr auf den Platz gebracht. Ich hatte nach dem Wismut-Spiel gewarnt und explizit auf die Wichtigkeit der beiden nachfolgenden Partien gegen Borsch und Geratal hingewiesen! In beiden Spielen kommen wir nicht ans Maximum und ab jetzt befinden wir uns dort, wo wir auf keinen Fall hin wollten – im Abstiegskampf!"

Um sich in diesem behaupten zu können, muss der FSV Schleiz am Sonntag (19. April) bei Blau-Weiß Büßleben drei Punkte holen.


Quelle:Leif Broßmann (Bericht) | Sophia Pohl (Foto)


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