5:1-Klatsche im Eichsfeld: Personalnot & individuelle Fehler bereiten Sorgen
Leif Broßmann, 26.03.2026
Während Eichsfelds Philipp Jakobi (am Ball) im Hinspiel noch die Führung erzielte, waren nun seine Teamkameraden erfolgreich. Das Resultat blieb dasselbe: Der FSV Schleiz unterlag. Foto: L. Broßmann
1.Mannschaft : Spielbericht
20. Spieltag - 21.03.2026 14:00 Uhr
| 1. FC Eichsfeld | FSV Schleiz | |||
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5 | : | 1 | ![]() |
| (2 | : | 0) | ||
Aufstellung
| A. PohlC | |||
| C. Pätz | M. Berger (23' A. Nukovic) |
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| D. Langer | J. Mendes (53' L. Hein) |
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| O. Petzold (15' M. Fedoriaka) |
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| E. Sá | E. Müller | ||
| L. Broßmann | T. Schulz | ||
| A. Weiß | |||
Spielstatistik
Tore
Luis HeinAssists
Leif BroßmannGelbe Karten
Elton Marciano SáZuschauer
200Torfolge
| 1:0 (7') | 1. FC Eichsfeld |
| 2:0 (35') | 1. FC Eichsfeld |
| 3:0 (63') | 1. FC Eichsfeld per Kopfball |
| 4:0 (66') | 1. FC Eichsfeld |
| 4:1 (71') | Luis Hein (Leif Broßmann) |
| 5:1 (81') | 1. FC Eichsfeld per Kopfball |
5:1-Klatsche im Eichsfeld: Personalnot & individuelle Fehler bereiten Sorgen
Das war nun wirklich nicht das, was sich die Schleizer Thüringenligafußballer vorgenommen hatten: Beim zuletzt kriselnden Spitzenteam des 1. FC Eichsfeld zu Gast, erlebten das Team und diejenigen Auswärtszuschauer, die den langen zweieinhalbstündigen Weg auf sich genommen hatten, einen Tag zum vergessen.
Denn statt den Aufwärtstrend der letzten beiden Wochen fortzusetzen leistete eine ersatzgeschwächte Schleizer Mannschaft in Struth Aufbauarbeit für die gewohnt hungrigen Gastgeber. Wegen der jeweils fünften gelben Karte fehlten Bamba und Hoyer. Und früh in der Partie mussten die Rennstädter zwei weitere herbe Ausfälle beklagen, die sicher alles andere als positiv zum Spielverlauf beitrugen...
Denn nach sieben munteren Startminuten klingelte es im Gästekasten: Weiß nahm eine Hereingabe von der linken Seite auf und kollidierte mit Petzold, der den Ball ebenfalls abwehren wollte. Beide sanken zu Boden und der nun wieder freie Ball wurde von Eichsfelds Fischer über die Linie gedrückt (7.). Beide FSV-Akteure waren unterdessen infolge des Zusammenpralls sofort zu Boden gesunken und mussten minutenlang behandelt und der völlig benommene Petzold ausgewechselt und ins nächstgelegene Krankenhaus transportiert werden. Mehr 'Kopfverletzung' ging nicht, doch die Pfeife von Schiedsrichter Rübe blieb stumm und so zählte das Tor regelwidrigerweise – zum zusätzlichen Unmut der Schleizer, die ja schon zwei bewusstlose Mitspieler beklagen mussten. Bei Weiß ging es zum Glück weiter.
Ausfall Nummer zwei war Martin Berger, der nach Einsteigen Meißners eine wohl muskuläre Verletzung erlitt, es zwar noch zweimal probierte, letztlich aber nach 20 Minuten ebenfalls den Platz verlassen musste.
Schleiz trat mit dem Ball zu ängstlich und nicht dynamisch genug und gegen ihn zu unentschlossen auf, auch da eben früh zwei – im wahrsten Sinne – zentrale Spieler ersetzt werden mussten. Nach Unsauberkeiten im Passspiel und nachlässigem Abwehrverhalten behielt Seise vor Weiß die Übersicht und legte auf Rippel quer, der nur noch einschieben musste (35.). Das 2:0 war gleichzeitig auch der Halbzeitstand.
Im zweiten Durchgang stand Schleiz nahezu ausschließlich tief in der eigenen Hälfte, um auf einen Anschlusstreffer per Konter zu lauern und gleichzeitig das Risiko gering zu halten, um nicht gänzlich unter die Räder zu kommen. Das geschah letztlich aber doch. Denn der 1. FC Eichsfeld legte noch drei weitere Treffer durch Wallbraun (63.), Sachs (66.) und Oberthür (81.) nach – allesamt nach hergeschenkten Bällen, Hereingaben und mangelhafter Manndeckung am langen Pfosten.
Erfreulich war der Premierentreffer vom frisch 18-jährigen Schleizer A-Junior Luis Hein in dessen erstem Spiel. Er staubte eine klatschengelassene Hereingabe Broßmanns nach Pohl-Steckpass trocken zum zwischenzeitlichen 4:1 ab (71.).
Letztlich war das aber auch nur Kosmetik eines Ergebnisses, das gut und gern noch höher hätte ausfallen können. Das sieht auch Roger Fritzsch so und kritisiert: "Ohne die Leistung des Gegners und ohne unsere personellen Umstände zu schmälern, sind wir bei jedem Gegentreffer mit schweren individuellen Fehlern beteiligt und so kann man in der Verbandsliga nicht auftreten! Das Beste für uns war heute noch das Ergebnis!"
Man könnte nun die Phrase vom abzuputzenden Mund bemühen – oder aber die angemerkten 'personellen Umstände' noch einmal aufgreifen. Denn der FSV Schleiz reiste an diesem Samstag mit vier Wechslern nach Struth. Neben Stürmer Marko Fedoriaka waren das ein A-Junior (Hein), ein Frischgenesener (Am. Nukovic) und ein Ü50er (Micklisch). Das Ligaspiel der 2. Mannschaft konnte unsererseits mangels verfügbarer Spieler nicht angetreten werden. Es wird Zeit, dass bei allen Akteuren im Männerbereich unseres geliebten Fußballsportvereins das Ich wieder etwas in den Hintergrund rückt und mehr Platz für das Wir macht. Denn das hat den FSV Schleiz mal ausgezeichnet und starkgemacht.
Auch Roger Fritzsch freut sich im Übrigen darauf, dass beim Heimspiel gegen Wimsut Gera am Samstag (28. März, 14:00 Uhr) wieder mehr Akteure zur Verfügung stehen werden.
Oskar Martin Petzold wurde noch am Samstagabend von einigen Mitspielern im Mühlhäuser Krankenhaus besucht und konnte dieses am Folgetag nach Abschluss der Untersuchungen (Schädel-Hirn-Trauma 1. Grades) verlassen. Am Dienstag besuchte er die Mannschaft gemeinsam mit seinem Vater beim Training.
Martin Berger könnte längere Zeit ausfallen.


