Ein Punkt bei Thüringen Weida: Schleiz spielt 0:0 gegen Mannschaft der Stunde
Leif Broßmann, 11.03.2026
Wie hier Andre Hoyer (6) seinem Kontrahenten Fritz Pöckel, schenkten die in weiß aufspielenden Schleizer dem FC Thüringen Weida keinen Zentimeter des Kuntrasens auf dem Roten Hügel. Auch mental waren die Fritzsch-Schützlinge den gewohnt cleveren Osterburgstädtern gewachsen. Foto: Thomas Gorlt/GO-Sportfotografie (via FuPa)
1.Mannschaft : Spielbericht
18. Spieltag - 07.03.2026 14:00 Uhr
| FC Thüringen Weida | FSV Schleiz | |||
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| (0 | : | 0) | ||
Aufstellung
| A. PohlC | |||
| A. Hoyer | M. Berger | ||
| D. Langer (80' O. Petzold) |
J. Mendes | ||
| P. Dorn | |||
| E. Sá | C. Pätz | ||
| T. Bamba | T. Schulz | ||
| M. Jünger | |||
Spielstatistik
Gelbe Karten
Joao MendesZuschauer
180
Ein Punkt bei Thüringen Weida: Schleiz spielt 0:0 gegen Mannschaft der Stunde
Unverhofft kommt bekanntlich oft: Angesichts der konträren Formkurven beider Teams unerwartet, aber umso erfreulicher, kehrte der FSV Schleiz am 18. Spieltag mit einem Unentschieden aus Weida zurück. Auf dem Roten Hügel reichte es bei null Toren für einen Zähler.
Dabei sahen die 180 Zuschauer am 7. März 2026 ein intensiv geführtes Spiel, in dem die Schleizer Gäste ihren Fokus auf das Verteidigen legten, während der FC Thüringen Weida die Aufgabe bekam das Bollwerk zu knacken, dabei zumeist jedoch erfolglos blieb. Wenn sich doch mal Chancen boten, waren sie auf beiden Seiten hochkarätig; und gerade in der Schlussphase hätte die Partie in beide Richtungen kippen können.
Denn erst bolzte FCTW-Schlussmann Soldera Albert Pohl aus zwei Metern beim Klärungsversuch an; Schleiz' Spielführer zog sich dann aber versehentlich den Schuh aus, statt am Keeper vorbei – und ließ deshalb die Riesenchance auf den Lucky Punch liegen. Dann ließ Weida-Kapitän Dörlitz auf der anderen Seite sich und seine, wegen einer Ampelkarte für Rechtsverteidiger Paulick (89.) nur noch zu zehnt agierenden Farben jubeln: Einen Freistoß aus gut 25 Metern setzte der Verteidiger präzise und schlitzohrig in den Winkel, während FSV-Torwart Jünger noch seine Mauer positionierte. Da der Ball noch nicht freigegeben war, nahm Schiedsrichter Lorenzen den Treffer aber korrekterweise zurück und die Heimfreude schlug in Unverständnis und Frust um.
Dasselbe verspürten die Gastgeber schon einige Minuten vorher, als der eingewechselte Schöneich den Ball beim Flankenversuch aus kurzer Distanz an den abstehenden Berger-Arm kickte. Eine Entscheidung durch einen Handelfmeter à la CL-Finale 2019 hätte dieses Spiel wohl aber nicht verdient gehabt. So blieb auch ein Pfiff aus.
Die Rennstädter verdienten sich mit einem aufopferungsvollen und taktisch disziplinierten Auftritt also einen Punkt. Und sie schafften auch, was in der Vorwoche beim Heimspiel gegen Saalfeld nicht gelang: Die mitgereisten Zuschauer fieberten mit und brachten das auch zum Ausdruck. Das Ergebnis belohnt nicht nur sie für die Anreise und das Vertrauen in die Mannschaft, sondern zeigt auch dem Team, dass es mit dem formstarken Tabellenzweiten mithalten kann – vorausgesetzt, man legt die nötige Klarheit und Power an den Tag.
Zwar stand zum dritten Mal in Folge vorn die Null, doch auch Schlussmann Max Jünger behielt seine Weiße Weste diesmal über die gesamte Spielzeit an. Dafür sorgten seine Vordermänner, aber auch er selbst, als er im ersten Durchgang Fuchs' Versuch im Eins-gegen-eins mit einem Monster-Reflex abwehrte. Auf der anderen Seite scheiterte Christian Pätz nach einem Konter an Soldera.
Statement von Roger Fritzsch:
'Die Thematik unter der Woche war unser Defensivcerhalten in den drei zurpckliegenden Spielen. Die Jungs haben defensiv heute ein super Spiel gemacht und sich diesen Punkt mehr als verdient! Leider waren wir mit Ball heute sehr unruhig und unsauber, sonst wäre mehr möglich gewesen! Die Rückkehr von Tidjane Bamba hat sich sofort bemerkbar gemacht; er hat der Mannschaft sofort die nötige Stabilität gegeben, die uns in den letzten Wochen zweifelsfrei gefehlt hat! Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung möchte ich Tim Schulz und Paul Dorn hervorheben.'
Der Punkt gibt der Mannschaft nach lediglich einem Zähler aus den ersten drei Partien in 2026 neuen Mut. Am Wochenende gastiert mit dem FSV Wacker '90 Nordhausen einer der klangvollsten Namen der Liga am Fasanengarten –und gleichzeitig auch ein Team, das im Tabellenkeller steht und deshalb jeden Punkt bitter benötigt. Dem gegenüber werden Schleizer stehen, die auf Basis der in Weida gezeigten Leistung ein Statement vor heimischer Kulisse setzen wollen!

Quelle:Leif Broßmann (Bericht) | Thomas Gorlt/GO-Sportfotografie (Foto; via FuPa)

