Von Kryptonit und Freibier: Preußen aus Bad Langensalza kommen zum Heimfinale
Alexander Hebenstreit, 09.06.2022
Zwei Niederlagen und ein Remis: Die Bilanz der Schleizer im FSV-Duell mit Bad Langensalza ist zweifelsohne ausbaufähig. Im ersten Punkt-Heimspiel gegen die Preußen soll es nun aber endlich mit einem vollen Erfolg klappen. Ob das am Ende auch gelingt, bleibt freilich abzuwarten. Während die Gäste in einer echten Ergebniskrise stecken, plagen die Rennstädter ganz eigene Sorgen.
Thüringenliga, 27. Spieltag
FSV Schleiz – FSV Preußen Bad Langensalza
(Samstag 15 Uhr, Fasanengarten Schleiz)
Und das soll es gewesen sein. Einmal noch Fasanengarten, dann ist die zweite, leider erneut nicht vollständige Thüringenliga-Saison unseres FSV fast schon wieder Geschichte. Die abschließende Partie der Saison in Bad Frankenhausen wollen wir natürlich nicht außen vor lassen, aber das letzte Heimspiel vor der Sommerpause dürfte beim Großteil unserer Anhänger dann doch einen höheren Stellenwert genießen, als die fast zweistündige Auswärtsfahrt in den Kyffhäuserkreis.
Zu Gast am Fasanengarten ist mit dem FSV Preußen Bad Langensalza eine Mannschaft, die der Schleizer Trainer Roger Fritzsch im Vorfeld der Saison als einen der Staffelfavoriten bezeichnete und die auch lange erfolgreich in der Spitzengruppe mitmischte. Zuletzt aber setzte es satte sieben Niederlagen in Serie, wodurch die Rosenstädter auf Rang sieben abrutschten. Dass sie auch anders können, bewiesen unsere Gäste wiederum zuvor, als sie die ersten sechs Punktspiele des neuen Jahres allesamt gewannen.
Insofern sollte im Lager der Rennstädter jedem klar sein, dass es für den elften Heimsieg der Saison noch einmal eine echte Energieleistung brauchen wird. Das gilt erst recht mit Blick auf die dürftige Bilanz im Duell beider Fußballsportvereine. Bereits dreimal – und damit häufiger als gegen alle anderen „neuen“ Gegner, die der Thüringenliga-Aufstieg mit sich brachte – traf Schleiz auf Bad Langensalza; als Sieger ging man jedoch noch nie vom Platz. Im Pokal gelang den Preußen sogar ein Auswärtssieg am Fasanengarten. Zur Stilisierung zum Kryptonit des FSV Schleiz fehlt also nicht mehr viel.
Aktuell sind es jedoch weniger diese Bilanzen, sondern viel mehr personelle Probleme, die Roger Fritzsch Kopfzerbrechen bereiten. „Nach dem langfristigen Ausfall von Sebastian Tens zu Saisonbeginn kam es für uns in den letzten Wochen knüppeldick. Ostern gesellte sich Mittelfeldmotor Thomas Liebold dazu, wenig später erwischte es Torjäger Frank Gerisch und jetzt haben wir mit der Verletzung von Albert Pohl den nächsten enorm wichtigen Spieler zu ersetzen, den man auf diesem Niveau einfach nicht ersetzen kann.“ Der Toptorjäger der Thüringenliga biss sich zwar nach einer frühen Knieverletzung bei Schott Jena über die gesamten 90 Minuten durch, doch bereits kurz nach dem Abpfiff war klar, dass es mit ein wenig Wundenlecken während der Trainingswoche nicht getan sein würde.
Ungeachtet dessen streben die Schwarz-Gelben auch unter schwierigen Voraussetzungen und im Bewusstsein, dass ein hochmotivierter Gegner endlich seine Niederlagenserie stoppen will, einen versöhnlichen Heimabschluss an – idealerweise mit breiter Unterstützung vom Spielfeldrand und drei Punkten, damit das anschließende Freibier umso besser schmeckt.
Moment. Freibier?
Ja, Freibier! Wir freuen uns, das Heimfinale nach dem Schlusspfiff noch gemütlich mit unseren Fans ausklingen zu lassen. Hierfür spendiert die Asphaltbau Schleiz GmbH nach der Partie ein 50-Liter-Fass Freibier für alle.
Herzlichen Dank dafür!