FSV Schleiz e.V.

Schleiz hält gegen FC Carl Zeiss Jena nur eine Halbzeit mit

Alexander Hebenstreit, 11.08.2019

Schleiz hält gegen FC Carl Zeiss Jena nur eine Halbzeit mit

Nur so kann es gegen eine Mannschaft gehen, die vier Klassen höher kickt: Mit viel Einsatz, aber auch der nötigen Übersicht klärt Marco Saß (13) das Leder vor Jenas Auffälligstem, Anton-Leander Donkor. Foto: Jürgen Müller

 

1.Mannschaft : Spielbericht Köstritzer Pokal, 1.R

FSV Schleiz   FC Carl Zeiss Jena
FSV Schleiz 0 : 5 FC Carl Zeiss Jena
(0 : 2)
1.Mannschaft   ::   Köstritzer Pokal   ::   1.R   ::   09.08.2019 (18:00 Uhr)

Spielstatistik

Gelbe Karten

Janek Weiß

Zuschauer

1789

Torfolge

0:1 (22.min) - FC Carl Zeiss Jena per Freistoss
0:2 (38.min) - FC Carl Zeiss Jena
0:3 (50.min) - FC Carl Zeiss Jena
0:4 (72.min) - FC Carl Zeiss Jena
0:5 (83.min) - FC Carl Zeiss Jena

 

FSV Schleiz hält gegen FC Carl Zeiss Jena nur eine Hälfte mit

 

Das war sie also. Die vermutlich größte Partie in der Karriere eines Großteils der FSV-Spieler, ein Pflichtspiel gegen die Profimannschaft des FC Carl Zeiss Jena. Entsprechend groß war die Kulisse. Einschließlich Helfer und Kinder dürften gut 2000 Personen am Fasanengarten gewesen sein und der Großteil von ihnen war der Schlusspfiff zufrieden. Die Jenaer Anhängerschaft durfte sich über die erfüllte Pflichtaufgabe freuen, die Schleizer Fans sahen eine aufopferungsvoll kämpfende FSV-Elf und zeigten sich auch ob des Ergebnis', das sich ansichts des vier Klassen höher spielenden Gegners mit 0:5 in Grenzen hielt, absolut im Reinen.

Dieses Gefühl teilten aber nicht alle im FSV-Lager, denn es wäre mehr möglich gewesen. So sah es auch Trainer Roger Fritzsch. "Glückwunsch an Jena, aber es war ein Pflichtspiel und deshalb sind wir aufgrund der hohen Niederlage enttäuscht. Wir hatten die Möglichkeit in Führung zu gehen und besaßen zweimal die Chance auf das 1:1", meinte der Coach der Rennstädter im Nachgang.

Erwartungsgemäß war die Schleizer Grundordnung rein defensiv. Gerade im Zentrum wurden die Räume permanent verdichtet und dem Gegner nur wenig Möglichkeiten für sein Kombinationsspiel gestattet. Wenn beim FCC etwas ging, dann fast nur über den auffälligen Anton-Leander Donkor. Er war es auch, der die erste dicke Gästechance vergab, als FSV-Keeper Alexander Hebenstreit und Innenverteidiger Marco Saß sein Geschoss aufs lange Eck mit vereinten Kräften entschärften. Zuvor waren aber erst einmal die Rennstädter am Zug, doch Andre Hoyers Schussversuch nach Vorarbeit von Frank Gerisch war dann doch zu harmlos. Bei zwei weiteren FSV-Möglichkeiten setzten Gerisch und Martin Berger zu hoch an. Jena agierte weiter mit gefälligem Passspiel, das aber keinen nennenswerten Ertrag brachte. So musste ein eher schmeichelhafter Freistoßpfiff für die Führung herhalten. Ole Käuper lief an und versenkte das Leder im Mauereck (22.). In der 38. Minute gelang es dem Drittligisten dann einmal sich durch das Zentrum bis in den Strafraum zu kombinieren und prompt markierte Kilian Pagliuca das zweite Tor.

"Nach dem 0:2 war es dann ganz schwer. Wir haben das ganze Spiel über sehr gut verteidigt, waren aber bei eigenem Ballbesitz zu mutlos. Dennoch können die Jungs stolz auf sich sein. Sie haben es gerade im Spiel gegen den Ball sehr gut gemacht", so Roger Fritzsch. Letzteres sah übrigens auch Gästecoach Lukas Kwasnik so.

Nach Wiederanpfiff blieb es ein ähnliches Spiel, wobei die Jenaer ihre Überlegenheit nun besser auf das Feld brachten und gewiss auch von allmählich abbauenden Kräften der Rennstädter profitieren. Entsprechend gelangen noch drei weitere Treffer durch Pagliuca sowie den eingewechselten Doppeltorschütze Niklas Jahn. Das von vielen erhoffte Ehrentor sollte nicht mehr gelingen. Anders als vor dem Seitenwechsel schafften es die Hausherren kaum noch, für Entlastung zu sorgen.