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Gera-Westvororte fordert den FSV Schleiz

Tabellenfünfter reist zum Dreizehnten – Form, Tore und jüngste Begegnungen im Fokus

Artikel vom 16. Oktober 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Am 9. Spieltag der 11Teamsports Thüringenliga reist der FSV Schleiz zur Auswärtsaufgabe beim TSV Gera-Westvororte. Die Tabellenlage gibt die Rollen vor: Schleiz rangiert auf Platz 5 (13 Punkte aus 8 Spielen, 4S/1U/3N, 22:15), Gera steht auf Rang 13 (7 Punkte aus 8 Spielen, 2S/1U/5N, 16:21). Rein statistisch sprechen die bessere Punktausbeute und das deutlich bessere Torverhältnis für den Gast aus der Rennstadt.

    Die jüngsten Ergebnisse zeichnen jedoch ein nuancierteres Bild. Schleiz kommt mit konstanteren Leistungen in die Partie: drei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage in den jüngsten fünf Ligaspielen (3:1 gegen 1. FC Eichsfeld, 0:0 bei Preußen Bad Langensalza, 3:1 gegen Spielvereinigung Geratal, 1:6 beim 1. Suhler SV 06, 2:4 gegen FC Thüringen Weida). Daraus ergibt sich ein offensives Profil – 22 Treffer in acht Partien belegen Durchschlagskraft – zugleich aber auch eine Anfälligkeit für Gegentore (15 erhalten), die taktische Disziplin fordert. Gerade die Verteidigung war es aber, die gegen den ZFC Meuselwitz und Spitzenreiter 1. FC Eichsfeld zuletzt überzeugte!

    Der TSV Gera-Westvororte präsentiert sich als schwankender, aber gefährlicher Kontrahent. Die Formkurve: jüngst ein 4:2-Heimsieg gegen FSV Wacker Nordhausen, vorausgegangen ein 1:5 gegen Eichsfeld, ein 2:3 gegen Preußen Bad Langensalza, ein 1:1 bei Spielvereinigung Geratal und ein 6:0 gegen den 1. Suhler SV 06. Gera kann also sowohl hoch gewinnen als auch deutlich verlieren – eine Mannschaft, die vor allem in Heimspielen Tore erzielt, gleichzeitig aber zu Gegentoren neigt (21 in acht Partien).

    Sportlich ist die zentrale Frage, ob Schleiz seine offensive Qualität gegen Geras Phasen mit starker Torgefahr durchbringen kann, ohne die eigene Defensivordnung zu sehr zu öffnen. Trainer Roger Fritzsch wird seine Mannschaft darauf einstellen müssen, die Balance zwischen Mut im Angriff und Kompaktheit in der Rückwärtsbewegung zu halten. Gera seinerseits schöpft großes Selbstvertrauen aus den jüngsten Heimsiegen und aus der Tatsache, dass die Begegnungen beider Teams in der Vergangenheit torreich waren: Im Pokal trafen die Kontrahenten Anfang September bereits aufeinander – ein 6:4-Heimerfolg für Schleiz, wobei fünf Treffer auf das Konto des FSV-Stürmers Pohl gingen. Zudem gewann Schleiz im August 2020 in Scheubengrobsdorf sein erstes Thüringenligaspiel überhaupt mit 3:2.

    Erwartet wird deshalb kein kontrolliertes 0:0‑Duell, sondern ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Schleiz geht als nominaler Favorit ins Rennen, muss seine Stärken im Umschaltspiel und in der Chancenverwertung aber gegen ein heimstarkes, wenngleich wankelmütiges Gera durchbringen. Mit Körperkontakt im Strafraum sollten die Schwarz-Gelben zudem sparsam umgehen: Wie schon am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison wird Sportfreund Roland Hillig diese Partie in der Saarbach-Arena leiten. Damals brachten zwei eigenartige Elfmeterentscheidungen gegen den FSV und ein nicht gegebenes Pohl-Tor die Hausherren auf die Siegerstraße. Vielleicht werden die Pfiffe Hilligs nun nachvollziehbar sein, steht man doch noch nicht einmal bei einem Drittel der Spielzeit.

     

    Text: KI, angepasst von Leif Broßmann