Est. 1913

Saisonfazit FSV Schleiz 2015/16 Kreisoberliga

Frank Gerisch, 05.07.2016

Saisonfazit FSV Schleiz 2015/16 Kreisoberliga

Saisonrückblick FSV Schleiz Kreisoberliga 2015/16

Am Ende ging die Rechnung auf und das angestrebte Ziel des Aufstiegs wurde erreicht, womit der FSV Schleiz nach drei Spielzeiten die Kreisoberliga wieder verlässt und in die Landesklasse zurückkehrt. Dabei beeindruckte der FSV sowohl spielerisch als auch kämpferisch und hatte mit dem SV Jenapharm über lange Zeit einen harten Widersacher, der es dem FSV bis zum Ende hin schwer machte. Beeindruckend war die Tatsache, dass alle Auswärtsspiele gewonnen werden konnten und über 100 Saisontore fielen.

 

Ernüchternder Saisonstart

Nachdem eine erfolgreiche und kräftezehrende Vorbereitung abgeschlossen wurde, begannen die Personalsorgen beim FSV Schleiz bereits größere Ausmaße anzunehmen, als sich die Verantwortlichen zu diesem Zeitpunkt je erträumt hätten.

Mit den Ausfällen von K. Eichelkraut (Kreuzband), J. Weiß (Kreuzband) und C. Göllers (Leiste) waren die altbekannten Probleme unmittelbar zu Saisonbeginn zurück. Von Beginn an war die Mannschaft quantitativ unterbesetzt und es standen weniger Spieler zur Verfügung als eine Saison zuvor. Das vom Vorstand ausgegebene Saisonziel (Aufstieg) schien in weite Ferne zu rücken.

Diese dünne Personaldecke machte sich bereits beim ersten Pflichtspiel in Camburg bemerkbar und so schied der FSV mit einer Rumpfmannschaft aus dem Kreispokal aus. Der Start in die Saison verlief dafür umso verheißungsvoller. Am heimischen Fasanengarten bezwang man Zöllnitz mit 6:2 und wähnte sich in ruhigeren Fahrwassern. Als eine Woche später das Auswärtsspiel gegen Hirschberg/Blankenstein 2:1 gewonnen wurde, verlief alles nach Plan. Doch bereits im dritten Saisonspiel folgte die erste Niederlage. Trotz massiver Feldvorteile und spielerischer Überlegenheit gelang es nicht, sich gegen den Aufsteiger aus Kahla durchzusetzen. Ein erster Denkzettel!!!

Diesen nahm der FSV Schleiz zum Anlass, sein Spiel weiter zu fokussieren und ließ dieser Niederlage drei Kantersiege gegen die späteren Kellerkinder (Oppurg; 0:7, Neustadt II; 8:0, Oettersdorf; 1:5) folgen. Hier wurde deutlich, dass der FSV sein Heil in der Offensive suchen sollte und an einem guten Tag jede Mannschaft gegen den FSV Schleiz unter die Räder kommen kann.

Doch im 7. Saisonspiel gab es den nächsten Dämpfer. Zuhause wurde buchstäblich erst in letzter Sekunde ein Punkt gegen den SV Hermsdorf eingefahren (2:2). Haarscharf schrammte das Pellmannteam an der zweiten Heimniederlage am Fasanengarten vorbei. Auch dieses Spiel nahm der FSV zum Anlass, seine Stärken weiter zu fokussieren und ließ eine Serie von 7 Spielen ohne Niederlage folgen. Zunächst wurde Thüringen Jena auswärts 1:3 geschlagen, bevor das Spitzenspiel gegen den SV Jenapharm anstand. Hier überzeugten beide Mannschaften, doch am Ende gab es einen gerechtfertigten 1:2-Auswärtssieg der Schwarz-Gelben. Anschließend bezwang man Gleistal zuhause mit 7:1, bevor es zum Kirmesspiel gegen den SV Moßbach ging. Die Herzogelf, welche sich vor dem Spiel bereits die eine oder andere Ausrede für die damals zu erwartende Niederlage zurechtlegte, enttäuschte auf ganzer Linie, sodass der FSV einen glanzlosen 4:0 Auswärtssieg einfuhr. Anschließend folgten Siege zuhause gegen Camburg (4:2), in Ranis (1:4) und in Zöllnitz (2:6). Diese Serie führte beim FSV zu ersten Anzeichen von Arroganz. Die Spieler schalteten einen Gang zurück und waren der Annahme, dass alles von alleine läuft. Die böse Quittung gab es von der SG Hirschberg/Blankenstein, welche dem FSV Schleiz im zweiten Rückrundenspiel eine schmerzliche 0:4 Heimniederlage zufügte und sich für ein starkes Spiel belohnte. Der FSV konnte sich diese Niederlage nur schwer erklären, war man doch in allen Belangen unterlegen. Nach diesem Spiel ging es in die Winterpause, welche genau zur rechten Zeit kam.

Ungeschlagen nach der Wintervorbereitung

Nach einer ordentlichen Wintervorbereitung kamen die Schwarz-Gelben nur schwer aus den Startlöchern. Im ersten Spiel gegen Kahla II. konnte man erst in der Nachspielzeit die Weichen auf Sieg stellen (2:3). Ernüchterung kehrte ein, da in diesem Spiel die Leichtigkeit der Vorbereitung nicht zu erkennen war. Auch hier kam man mit einem blauen Augen davon. Nach diesem schwachen Spiel begann aber die Serie des FSV Schleiz, welche den Aufstieg sicherte. Bis zum letzten Spieltag gab der FSV keinen Punkt mehr ab und ließ der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Im ersten Heimspiel des Jahres bezwang man den TSV Oppurg mit 2:0 mit einer durchschnittlichen Leistung. In den nächsten Spielen lief die schwarz-gelbe Tormaschinerie dann aber auf Hochtouren. Die Reservemannschaft aus Neustadt wurde mit 9:0 abgefertigt. Danach überrollte das Pellmannteam den Ortsnachbarn aus Oettersdorf mit 7:1, bevor erneut mit dem 0:9 Auswärtssieg in Hermsdorf knapp an einem zweistelligen Ergebnis vorbeigeschrammt wurde.

Wochen der Wahrheit zeigten die individuelle Stärke des FSV Schleiz

In den Wochen der Wahrheit bekam es der FSV mit dem nach der Winterpause wiedererstarkten FC Thüringen Jena zu tun, welcher eine Woche vor dem Spiel in Schleiz den Tabellenzweiten SV Jenapharm 2:0 schlug. Im Spiel gegen den FCT präsentierte der FSV Spiel- u. Kampfstärke und bezwang die Jenenser mit 5:1. Damit war der Showdown für das eine Woche später angesetzte Spiel gegen den Tabellenzweiten und ärgsten Verfolger SV Jenapharm angerichtet. Zum Leidwesen der Pharmer mussten auch sie mit einer 5:1 Niederlage in Schleiz die Segel streichen. Zu stark präsentierte sich der FSV Schleiz in beiden Jena-Spielen, weshalb die Phamrer im Anschluss zum Auftsieg gratulierten, wobei rechnerisch für den Tabellenzweiten noch alles möglich gewesen wäre.

Die Siegesserie baute das Pellmannteam in Golmsdorf gegen den SV Gleistal mit einem 3:1 Auswärtssieg aus. Zum nächsten Heimspiel empfing man die ambitionierte Mannschaft aus Moßbach, welche aber wie im Hinspiel auf ganzer Linie enttäuschte und dem FSV damit zu einem glanzlosen 4:1 Heimsieg verhalf. Das letzte Auswärtsspiel gegen Camburg wurde dann 3:0 gewonnen, wodurch der FSV mit einer Serie von 13 ungeschlagenen Auswärtspartien eine blütenweise Auswärtsweste behielt. Zum letzten Spiel der Saison empfing unser schon als Aufsteiger feststehende FSV Schleiz die SG aus Ranis und wurde seiner Favoritenrolle mit einem 4:1 gerecht, womit eine erfolgreiche Saison standesgemäß abgerundet wurde.

Statistikteil:

Unser FSV konnte in 26 Saisonspielen 70 Punkte einfahren. Dabei erzielte das Team 114 Tore und musste 27 Gegentreffer hinnehmen. Das bedeutet sowohl in der Abwehr als auch im Angriff den Bestwert der Liga.

Wie in der Hinrunde, als der FSV die Tabelle mit 11 Siegen, 1 Unentschieden und 1 Niederlage (34 P./ 54:13) aus 13 Spielen anführte und damit die beste Angriffs- u. Abwehrreihe vor Jenapharm stellte, so konnte auch in der Rückrunde mit 12 Siegen und 1 Niederlage (36 P./ 60:14) der Platz an der Sonne behauptet werden.

Von den 13 Heimspielen konnten 10 Siegen eingefahren werden, welchen 1 Unentschieden und 2 Niederlagen gegenüberstehen. Dabei wurden 54 Tore erzielt und 14 Gegentreffer zugelassen. Nur der SV Jenapahrm konnte den FSV in der Heimstatistik übertreffen und führte diese Wertung mit 36 von möglichen 39 Punkten souverän an. Die einzige Niederlage datierte aus dem Aufeinandertreffen mit dem FSV Schleiz.

In den 13 Auswärtsspielen konnten alle möglichen 39 Punkte eingefahren werden bei einem Torverhältnis von 60:10.

Einsätze:

Alle Ligaspiele konnten T. Pasold und M. Stankowski absolvieren, wobei nur T. Pasold 2340 Minuten auf dem Platz stand. 26 Spiele konnte Goalgetter A. Pohl absolvieren. T. Liebold und A. Hoyer standen in 25 Spielen auf dem Platz, gefolgt von Kapitän F. Gerisch und F. Götz mit je 24 Einsätzen. Rückkehrer M. Horn brachte es auf 23 Einsätze. Vizekapitän K. Priedemann und N. Eichelkraut kamen verletzungsbedingt auf 22 Spiele. Weiterhin folgten A. Brossmann (21 Einsätze), M. Berger (20 Einsätze) und J. Picker (16 Einsätze).

Torschützen:

An erster Stelle sicherte sich A. Pohl mit 39 Saisontreffern unangefochten den Torjägertitel. Zu den Toren kamen weitere 10 Vorlagen hinzu. An zweiter Stelle der offiziellen Torjägerliste reihte sich Kapitän F. Gerisch ein, der 27 Tore und 25 Assists beitrug. Auf Platz vier dieser Wertung stand mit M. Stankowski ein weiterer Schleizer, der 20 Tore und 16 Assists erzielen konnte. Mit je 5 Torerfolgen und 10 Vorbereitungen trugen sich T. Liebold und M. Berger in die interne Scorerliste ein. Für 4 Tore und 3 Vorlagen war M. Horn verantwortlich, gefolgt von F. Götz, welcher 3 Tore und 2 Vorlagen beisteuerte. Anders als in den letzten Jahren konnte sich auch unser Torwart T. Pasold zweifach in die Torschützenliste eintragen ebenso wie Vizekapitän K. Priedemann, der zudem 7 Assists auflegte. Jeweils einfach trafen N. (+ 6 Assists) und K. Eichelkraut, A. Brossmann (+ 2 Assists) und C. Göller (1 Assist).

Damit war die Offensivkraft des FSV Schleiz herausragend und ein wichtiges Mittel, um Spiele auch nach einem Rückstand noch zu gewinnen.

Fairplay-Wertung:

Wie in den vergangenen Jahren ist unsere Mannschaft auch dieses Jahr eine der fairsten. Insgesamt bekam unsere Mannschaft zwei Ampelkarten sowie 38 gelbe Karten. Damit belegt der FSV in der Fairplay-Statistik den 2. Platz nach den Pharmern aus Jena.


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