Est. 1913

Außenverteidigung: Die Görkwitzer und der Soja-Oi

Frank Gerisch, 17.06.2016

Außenverteidigung: Die Görkwitzer und der Soja-Oi

Rechter Außenverteidiger

Ob er da ist oder nicht, können die Zuschauer in aller Regel sehen, denn kein Schleizer schlägt solch gefühlvolle Diagonalbälle wie Andreas Brossmann. Vom Gegner meist als "langer Hafer" argwöhnisch abgetan, entwickelte sich diese „Waffe“ in der Kreisoberligasaison zu einem brutalen Mittel des Forecheckings. Sofort wurde der Gegner im eigenen Abwehrdrittel gebunden und die schwarz-gelbe Torgefahr ungemein erhöht.

Nicht immer waren diese Diagonalbälle aber mit der nötigen Präzision versehen, was letztlich die Spatzen im dritten Stock unserer altehrwürdigen Baumlandschaft ausbaden mussten. Sei es drum! Andi ging immer mit der nötigen Leidenschaft ins Spiel, auch wenn diese manchmal nur 2 Minuten anhielt. Trotzdem ist er ein integraler Bestandteil unserer Aufstiegsmannschaft und für die Dachse ein Vorbild! In seinen 21 Spielen konnte Andi einmal erfolgreich ins Schwarze treffen und legte zwei Tore auf. Beinahe hätte es im letzten Spiel nach einem Elfmeter zu einem weiteren Tor gereicht, doch sein Ball fand nicht den Weg ins Tor. Stattdessen versetzte er die in den Baumwipfeln sitzenden Elstern in Panik, welche seit diesem Tag nicht mehr wiedergesehen wurden. Zur gleichen Zeit berichteten Nachrichtenagenturen von einem Meteoriteneinschlag in den USA... wenn die gewusst hätten, wer gerade den Elfer vom Hoyer nachgewaschen hatte... Nun ja.

Andreas wird hoffentlich auch weiter zu Stange halten und in der Landesklasse die Abwehr hinten rechts dichtmachen. Auch ihm ist es hoch anzurechnen, dass in der Saison gerade einmal 27 Gegentreffer hingenommen werden mussten. Die Tatsache, dass er lediglich vier gelbe Karten sammelte, spricht für seine Schnelligkeit und Fairness im erhöhten aber immer noch besten Fußballalter. Von daher würden sich die Schleizer freuen, insofern sämtliche Dächer in Löhma nun gedeckt sind, wenn er in aller Regelmäßigkeit in der neuen Saison zumindest samstags zur Verfügung stehen würde.

(Unser Diplomat! Sowohl im Spiel als auch im Training hatte Andreas immer einen guten Draht zum Schiedsrichter.)

(Und gab im Zweikampf alles bei maximal gutem Aussehen!!!)

(Wenn er dann mal den Weg nach vorne fand, traf er sich meist mit dem Kapitän, um abzuklatschen und auch mal das Zwischenmenschliche zu pflegen. Im Spiel gegen Hirschberg schoss Andi übrigens den Siegtreffer.)

(Noch so ein Bild auf dem er sich nach vorne stiehlt, um mit dem Kapitän zu knuddeln.)

 

Linker Außenverteidiger

Diese Position teilten sich über die Saison mehrere Spieler. Zum einen wäre da Nicky Eichelkraut alias Nigouuu zu erwähnen. Gestählt vom täglichen Verzehr vegetarischer Köstlichkeiten setzte er sich als Rechtsfuß erst gegen Ende der Saison auf dieser Position fest, nachdem er eine wichtige Operation für einen noch wichtigeren Winterurlaub notgedrungener Weise verschieben musste. Nun ja, Gesundheit geht eben vor und der Aufstieg war für den selbsternannten FC Bayern der Kreisoberliga sowieso nur Formsache (so erzählte man es sich zumindest in Oettersdorf).

Wie bei allen Eichelkräutern in unserem Verein zeichnete sich sein Spiel durch Schnelligkeit und Athletik aus, womit er die Basis für eine solide Abwehrarbeit selbst legte. Darüber hinaus war unser Nigouuu vorn wie hinten für torgefährlich. Vorn und hinten? Mhhm... In den 22 von ihm absolvierten Saisonspielen traf er einmal in des Gegners Tor und legte für seine Mitspieler uneigennützig sechs weitere Treffer auf. Nachdem er aber in den letzten Spielen mit dem ein oder anderen Distanzschuss erfolglos versuchte, sein Torkonto aufzubessern -um weitere Credits beim Trainergespann Pellmann/Ludwig einzusammeln-, nahm er das Heft des Handelns im letzten Spiel selbst in die Hand und besserte seine Statistik mit einem astreinen Kopfballtor auf. Leider ins falsche Tor, was der Ästhetik des Treffers aber keinen Abbruch tat. Somit reihte sich Nicky Eichelkraut erfolgreich in die Aufstiegsmannschaft ein und wird in absehbarer Zukunft zum Herz der Mannschaft gehören. Wünschen wir unserem Soja-Oi-Boy in der kommenden Saison eine ähnlich ansteigende Formkurve und hoffen auf viele weitere Spiele ohne Verletzungen.

 

(Auch Nicouu zog entschlossen in den Kampf gegen die Orks.)

(Gegen Jena hielt er hinten den Laden zusammen und sah nebenbei immer gut aus. Pelle freut sich auch extrem, wie gut Nicouu spielt!)

(Nur ganz selten sah Nicouuu auch mal schlecht aus, dann aber in aller Regel durch Libouu angestiftet, sonst hätte er nie solche Faxen gemacht.)

 

Linker Außenverteidiger

Neben Nicouuu stand auch Julian Picker alias Picki auf dieser Position und spulte in 16 Spielen 835 Minuten ab. Dabei war er einmal als Vorlagengeber aktiv und kassierte eine gelbe Karte.

Picki ist und bleibt ein Mysterium, natürlich im positiven Sinne. Von vielen anfangs belächelt, trumpfte er gleich im ersten Vorbereitungsspiel auf. Ruhe am Ball -vor allem in Drucksituationen- zeichnete von da an seine Spielweise aus. Von dieser Eigenschaft können sich einige Stars der Kreisoberliga eine deftige Scheibe abschneiden. Neben dieser Ruhe am Ball vereinte Picki auch noch Ruhe beim Duschen, Ruhe beim Biertrinken, Ruhe beim Erzählen und die Ruhe während der Ruhe in seiner Person. Wenn er dann mal etwas sagte, dann natürlich kurz und knapp und meistens in Form von Gestik. So sind wohl die jungen Physiker heute, die sich nur aufs Wesentliche konzentrieren. Mit seiner Art und Weise hat Picki nicht nur zu einer soliden Abwehrarbeit beigetragen, er hat darüber hinaus auch die Herzen seiner Mitspieler in Ruhe erobert und Vatergefühle in der Gerarer Straße geweckt, denn Fußball verbindet bekanntlich auch außerhalb des Platzes. Infolgedessen blühte unser Picki im Jugendclub unter väterlicher Obhut regelrecht auf. Bleibt zu hoffen, dass diese freundschaftlichen Bande nie wieder auseinandergehen und uns bis in alle Ewigkeit verbinden werden.

(Picki -der kleinste Spieler der Kreisoberliga- machte seine Sache immer gut, außer gegen Hirschberg, aber da griff die ganze Mannschaft mal ins ...)

(Wer viel rennt, muss auch mal den Durst löschen -aber bitte in aller Ruhe.)

(Anschlag auf Picki: Völlig übermotiviert attackierte ihn  sein Gegenspieler, danach musste er ausgewechselt werden. Aber die Truppe und allen voran sein Ziehvater im Team (Pase) peppelten ihn wieder auf und heute strotzt er nur so vor Kraft. Picki gehts wieder gut. Gott sei Dank.)


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