Zu Gast in Saalfeld: FSV Schleiz startet auswärts in die Thüringenliga 2026/2027
Leif Broßmann, 30.07.2026
28.02.2026: Paul Dorn (18) und seine Teamkameraden beißen sich an Saalfelds Fangkatze Onyshchenko (grün) und Libero Henniger (im Hintergrund) die Zähne aus. Die Gäste sollten mit einer nüchternen und doch leidenschaftlichen Leistung drei Zähler vom Fasanengarten entführen (Endstand 0:2). Foto: K. Müller
Thüringenliga, 1. Spieltag
FC Saalfeld – FSV Schleiz
Samstag, 1. August 2026 | 15:00 Uhr
Hauptplatz an den Saalewiesen
49 Tage wird das Ende der vergangenen Thüringenligasaison hergewesen sein, wenn die neue am Samstag, dem 1. August, für unsere 1. Mannschaft wieder beginnt. Und statt einem Heimspiel gegen den FC An der Fahner Höhe wartet dann die Auswärtsaufgabe an den Saalewiesen.
Aus dem FC Saalfeld ist in den beiden vergangenen Saisons ein wahrer Angstgegner geworden: Bei einem Torverhältnis von insgesamt 0:11 verließen die Schwarz-Gelben den Platz nach jeder der letzten vier Partien als Verlierer. Etwas Kosmetik dessen konnten lediglich zwei Hallenturniere im Dezember 2025, bei denen es zwei Unentschieden und einen FSV-Sieg gab, betreiben.
Dass es nun in der fünften Saison in Folge wieder zu Landesligaduellen zwischen den Saale- und den Wisentastädtern kommt, ist in gewisser Weise der Anzahl der Absteiger zu verdanken: Hätte es einen mehr gegeben, hätte es den FCS erwischt, der letztlich mit einem Zähler direkt über den Abstiegsrängen überlebte und bis zum Ende bangen musste – auch aufgrund der Unklarheit in Sachen Auf-/Abstieg in anderen Ligen.
Neben einigen Rochaden zwischen erster und zweiter Mannschaft konnten die Saalfelder mit Moftah (Wismut Gera) und R. Ensenbach (Einheit Rudolstadt) zwei Neulinge begrüßen. In der Vorbereitung gab es neben einem 'halben' Sieg, als beim Stand von 4:1 gegen den VfB 09 Pößneck gewitterbedingt abgepfiffen werden musste, zwei Niederlagen gegen die U19 des FC CZ Jena (1:2) und den SC 1903 Weimar (0:4).
Besonders das deutliche Resultat gegen den Landesklässler aus der Kulturstadt könnte den Anschein erwecken, mit dem FC Saalfeld einen dankbaren Auftaktgegner erwischt zu haben – wäre sie nicht die Mannschaft, die den Schleizern zuletzt durch taktische Disziplin und Kaltschnäuzigkeit immer wieder die Grenzen aufgezeigt hat. Und wäre da nicht die Vorbereitung der Rennstädter selbst: Zwar konnten sie den Sparkassen-Abend-Pokal beim SV Schleusegrund gewinnen und bei fünf Siegen aus sechs weiteren Partien ungeschlagen bleiben; doch gegen die meist unterklassigen Gegner blieben wirklich überzeugende Vorstellungen aus, während hinten nie die Null stand. Zudem wurde das letzte Testspiel gegen den Reichenbacher FC (Sachsenliga) personalbedingt abgesagt.
"Unser Blick richtet sich mit aller Energie nach vorn! Der Sportvorstand arbeitet mit Hochdruck daran, die zwei kurzfristig durch Verletzungen entstandenen Baustellen im Kader zu beheben. Das wird jetzt vielleicht nicht von heute auf morgen funktionieren, aber die Zuversicht ist groß, dass wir das in den nächsten Tagen hinbekommen", verrät der ob des Vorbereitungsverlaufs genervte FSV-Coach Roger Fritzsch.
Entsprechend – und weil zu Beginn die Karten ohnehin neu gemischt sind – hält er sich auch mit einer Prognose für den anstehenden Auftakt zurück: "Es liegt mir völlig fern, jetzt irgend eine Prognose für die Auftaktpartie in Saalfeld abzugeben. Es kommen einige Urlauber am Freitag zurück, somit werden wir am Samstag eine Gruppe haben, die in der Lage ist, in Saalfeld dagegen zu halten. Wir benötigen jetzt Geduld um uns gewisse Dinge über die kommenden Spiele zu erarbeiten. Mit der nötigen Demut, aber auch mit extrem großer Lust auf die neue Spielzeit werden wir zeitnah auch ansprechende Leistungen abrufen können!"
Genau das klingt doch nach einer vielversprechenden Mischung: Demut und Lust – gegenüber unserer siebenten Thüringenligasaison, die am Samstag um 15:00 Uhr an den Saalewiesen endlich beginnt.
Kommt vorbei und unterstützt unsere schwarz-gelben Jungs!
#vollgasfürschwarzgelb

> ein Ausblick auf die Thüringenligasaison 2026/2027

Quelle:Leif Broßmann (Text) | Sophia Pohl (Grafik) | Kimi Müller (Foto)