Geflüster vom Fasanengarten: David, Paul & Tim resümieren ihre FSV-Eindrücke
Leif Broßmann, 16.05.2026
Eine weite Auswärtsfahrt nach Borsch und den Langerschen BMW mit drei Schniepsen und einem Presse-Typen – mehr braucht es manchmal nicht für spannende Einblicke. In der nächsten Ausgabe von Geflüster vom Fasanengarten teilen David Langer (links), Paul Dorn (mittig) und Tim Schulz (rechts), die gemeinsam mit Oskar Petzold (wegen seiner Gehirnerschütterung im Eichsfeld-Spiel nicht mit dabei) zu Saisonbeginn die jüngsten Neuzugänge waren, ihre Gedanken zu unserem FSV, Schleiz, Thüringer Köstlichkeiten und vielem mehr. Das Interview entstand bereits am Ostersamstag (4. April 2026).
Ihr drei seid – gemeinsam mit Oskar – seit dem Sommer, also mittlerweile ungefähr acht Monaten, beim FSV Schleiz. Bei euren Vorstellungen haben wir schon erfahren, wie eure fußballerische Vergangenheit aussieht und dass euch unter anderem euren junges Alter, euer entsprechendes Talent und auch eure Vergangenheit beim VFC Plauen verbinden. Wie gefällt es euch denn jetzt am Schleizer Fasanengarten?
D: "Also mir gefällt es eigentlich gut, alles ist relativ familiär. Die Kabinenstimmung – und das meine ich wirklich ernst – ist die beste, die ich jemals bei einer Mannschaft erlebt habe. Natürlich fühle ich mich auch unter dem Trainer sehr wohl, da er mir ein gutes Gefühl und auch die Sicherheit gibt, damit ich mich selbst nach zwei, drei schlechten Spielen nicht schlecht fühle und denke: 'Okay, das war's. Jetzt sitze ich auf der Bank...' Er stärkt mir den Rücken und ich brauche mir keine Gedanken über Fehler zu machen. Die Trainingsbedingungen sind auch gut."
P: "Da kann ich mich nur anschließen. Ich finde das Umfeld in Schleiz auch sehr familiär und möchte das besonders hervorheben."
T: "Im Verein ist auch alles sehr nah beieinander – seien es Fans, Spieler, die 2. Mannschaft usw. Die Art des Trainers ist gerade auch für junge Spieler sehr gut, weil er einen immer mitnimmt und ein Auge dafür hat, dass es als junger Spieler schwer ist, im Männerbereich anzukommen. Was die anderen gesagt haben, sehe ich auch so."
D: "Ich finde es auch sehr schön, dass die Fans und allgemein der FSV sich sehr viel Mühe geben, sei es im Verein oder auch bei längeren Auswärtsfahrten. Gewisse Stammfans sind immer dabei und opfern ihren Samstag oder Sonntag und unterstützen immer. Dadurch ist man auch auswärts noch einmal zusätzlich motiviert."
T: "Auch dass andere Nationalitäten in der Kabine vertreten sind und man mal andere Einblicke bekommt, sie mitgezogen werden und sich teilweise auch selbst einbringen, stärk die Mannschaft in sich."
Was sagt ihr zu eurer bisherigen individuellen sportlichen Saison?
T: "Also, ich bin sehr zufrieden. Es ist im Wesentlichen ein verletzungsfreies Jahr. Ich bekomme viele Minuten, was auch mein Ziel war."
P: "Ich bin mit der Intention hergekommen, Minuten zu sammeln und so im Männerbereich richtig Fuß zu fassen, hatte aber schon Pech, was Verletzungen angeht. In der Saison konnte ich deshalb noch keinen längeren Rhythmus finden. Als Mannschaft könnten wir – gerade mit Blick auf den Beginn der Saison – höher stehen, da hätten wir mehr Punkte holen können, auch weil die Leistung häufig ja gestimmt hat. Ein Stück weit ist das aber alles normal, da können wir einfach auch an uns selbst arbeiten."
D: "Mein Ziel war zuallererst, die Freude am Fußball wiederzufinden und in Schleiz Minuten zu sammeln. Auch zwei, drei individuelle Ziele hatte ich, etwa Stammspieler werden und zehn Tore erzielen. Auch charakterlich wollte ich mich weiterentwickeln. Zum Beispiel möchte ich der Mannschaft in schwierigen Spielphasen durch Einzelaktionen einen Schub geben. Natürlich möchte ich auch verletzungsfrei und gesund bleiben. Die Umstellung auf den körperlicheren Thüringer Fußball war für mich auch eine kleine Herausforderung für mich als 'Schönspieler' und 'Schönwetterfußballer'. Mich in der Hinsicht auch weiterzuentwickeln, war mir wichtig, da es in den höheren Ligen noch mehr Kampf und noch mehr Körper ist."
Paul, Schleiz ist dir aus familiären Gründen auch gar nicht so unbekannt...
P: "Schleiz kenne ich schon, da mein Vater selbst in hier aufgewachsen ist. Ich habe auch noch Familie in und um Schleiz, beispielsweise in Möschlitz. Martin Berger führt uns auch das eine oder andere Mal rum, wenn es darum geht, abends was in Schleiz zu machen. Da auch liebe Grüße an ihn!" *lacht*
Apropos 'Familie' – Tim, deine Eltern verfolgen die Partien unseres FSV recht häufig live am Fußballplatz, scheinen sich also auch an den Wochenende sehr am Fasanengarten wohl zu fühlen.
T: "Ja, das stimmt. Ich glaube, das liegt daran, dass mein Vater schon immer so gut wie kein Spiel verpasst hat, auch in der Jugend nicht und während meiner Zeit in Zwickau. Er hat mich auch zwei-, dreimal die Woche zum Training gefahren, war am Wochenende dann auch immer dabei, selbst auswärts. Auswärtsfahrten sind jetzt bei den weiten Strecken aber natürlich seltener geworden. Ein großer Punkt ist, denke ich, auch, dass er sehr gut mir Oskars Papa befreundet ist, der dann auch oft da ist. Und dann gehört das eigentlich fast schon zum Wochenende dazu. Da ist dann auch meine Mutter immer mit dabei – eigentlich bei jedem Heimspiel und den Auswärtsspielen, zu denen es nicht so weit geht, etwa nach Neustadt, Saalfeld oder Weida."
David, was möchtest du uns über die Roster am Fasanengarten erzählen?
D: "Dass ich von meinen Großeltern und meinen Eltern öfter höre, dass allgemein das Essen und vor allem die Thüringer Roster am Fasanengarten sehr gut schmeckt. Das ist markant für den FSV: Die Roster ist lecker." *lacht*
Also, da hört ihr's: Kommt am Fasanengarten vorbei, kostet die Roster und schaut den drei Jungs und ihren Mannschaftskameraden beim Kicken zu!
Wir sind sehr froh, dass ihr drei bei uns seid!
Quelle:Michael Ott (Fotos links & rechts) | Ludo Narr (Foto mittig)