Est. 1913

Geflüster vom Fasanengarten: Philipp & Carlo und ihr Weg als Schiedsrichter

Leif Broßmann, 09.05.2026

Geflüster vom Fasanengarten: Philipp & Carlo und ihr Weg als Schiedsrichter

"Ohne euch rollt kein Ball!", steht auf der Tür der Schiedsrichterkabine im Vereinsheim des FSV Schleiz. Und Tatsache: Wenn Fußball im regulären Spielbetrieb und nicht auf dem Bolzplatz gespielt wird, benötigt es Regeln und Unparteiische, die auf deren Umsetzung achten. Wir als FSV Schleiz freuen uns sehr, mit Noah Hoffmann, Asmir Nukovic, Philipp Möckel und Carlo Pieter vier junge Sportfreunde in unseren Reihen zu wissen und ihre Leidenschaft für die Schiedsrichterei zu fördern.

Mit Carlo (im Bild links) und Philipp (rechts) haben wir uns im Rahmen dieser Ausgabe von Geflüster am Fasanengarten über ihre Anfänge, prägende Momente und ihre Motivation unterhalten. Viel Spaß beim Eintauchen in diese Perspektiven!

 

Wie seid ihr Schiedsrichter geworden und seit wann leitet ihr schon Partien?

P: Ich spiele selbst seit fast elf Jahren beim FSV Fußball. Da lief es bei mir aber nicht immer so gut; ich saß häufig auf der Bank. Der Weihnachtsmann hat mir dann einmal den Tipp gegeben: 'Werd doch Schiedsrichter, die werden immer gebraucht!' Ich fand die Idee gut und wollte das einfach mal ausprobieren. Seit 2023 bin ich jetzt Schiedsrichter, pfeife Spiele im Jugendbereich und als Linienrichter bei den Herren.

C: Erst mit elf Jahren, also eher spät, entdeckte ich die Leidenschaft für den Fußball. Ich habe es aber zuerst nur online gespielt oder im Fernsehen verfolgt. Selbst spielen wollte ich eigentlich nie. Wegen meines Interesses an den Spielregeln entschied ich mich im Juli 2024 dazu Schiedsrichter zu werden und bin somit seit September 2024 als Schiri für den FSV Schleiz im Einsatz.

 

Kannst du dich noch an dein erstes Spiel erinnern? Wie hat sich das angefühlt und wie lief's?

P: Daran kann ich mich noch ganz gut erinnern: Das war in Lobenstein, E-Junioren. Ein älterer Mann war damals mit mir zusammen angesetzt, weil man bei seinen ersten Spielen immer einen Beobachter dabei hat. Er hat aber nicht viel gemacht und so war ich ziemlich auf mich allein gestellt. Weil es mein erstes Spiel war, hatte ich auch etwas Angst. Während der Partie war ich dann aber nicht mehr so aufgeregt, das hat sich dann also gelegt. Letztlich hat es mir deshalb eigentlich sehr viel Spaß gemacht und die Erinnerung überwiegt dann auch.

C: Mein erstes Spiel war ein D-Junioren Spiel zwischen LSV 49 Oettersdorf und SV 08 Rothenstein. Ich war sehr aufgeregt und unerfahren, somit lief es nur semi-gut. 

 

Wie hat es sich seitdem entwickelt? Gibt es besondere Partien, die echte Highlights waren oder wirklich schwer zu leiten?

P: Ich habe dann weiter meine Spiele gepfiffen und wurde dann auch häufig als Linienrichter angesetzt, was mir sehr viel Spaß macht. Besondere Highlights gibt's nicht groß... Ich war letztens mal in einem anderen Kreis angesetzt. Das war ganz cool, weil man mal andere Sachen sieht. Schön ist es, Fußballplätze und Orte zu sehen, wo ich selbst noch nie war.

C: Meiner Meinung nach hatte ich eine gute Entwicklung… Ein Highlight war das Viertelfinale des Ü40-Thüringenpokals zwischen TSV Gera-Westvororte und SG SV 70 Tonndorf, zwar endete das Spiel 2:0, aber die in ihm kreierten Chancen und Tore waren spektakulär. 

 

Hast du bestimmte langfristige Ziele im Schiedsrichterwesen oder schaust du von Spiel zu Spiel?

P: Da habe ich keine riesigen. Ich möchte es deifnitiv gern weitermachen, weil es mir viel Spaß macht und man auch ein kleines bisschen Geld dafür bekommt. Vielleicht werde ich auch mal etwas höher pfeifen; professionell möchte ich es aber nicht machen.

C: Langfristige Ziele habe ich eigentlich nicht, ich genieße es, in niedrigeren Ligen zu pfeifen und möchte nicht den Spaß verlieren am Spiel.


Quelle:Leif Broßmann (Interview & Foto)


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