Geflüster vom Fasanengarten: Susan Lailachs fleißiger Betreuer- & Event-Einsatz
Leif Broßmann, 11.04.2026
Die Nachwuchsarbeit ist eine zentrale Säule unseres FSV. Besonders gewinnbringend ist es zudem, wenn die Eltern unserer Stars von morgen nicht nur 'Taxi fahren', sondern sich auch aktiv ins Vereinsleben einbringen. Und deshalb haben wir in der dritten Ausgabe con Geflüster am Fasanengarten mit Susan Lailaxh gesprochen. Viel Spaß!
Liebe Susi, wir nehmen mal an, du hast den Weg zum FSV Schleiz gefunden, weil dein Sohn sich dachte: 'Hey, ich möchte Fußball spielen!' Stimmt das?
Ja, ein Plakat im Kindergarten hatte uns damals darauf aufmerksam gemacht. Willy war fünf Jahre alt und wir waren das erste Mal hier zum Schnuppertraining – und dann ging's los. *lacht*
Anfangs standest du also am Spielfeldrand und hast angefeuert. Galt das auch für Auswärtsfahrten? Und wie ist daraus mehr als nur das Zuschauen geworden?
Eigentlich hat Willy mich dazu gebracht, muss ich sagen. Ich habe vielleicht zwei oder drei seiner Spiele verpasst, fahre also nahezu immer mit und bin auch stets bei den Heimspielen dabei, einfach weil ich ihn gern spielen sehe und mir das wichtig ist. Bei einem Bambiniturnier in der Böttgerhalle kam ich vom Fasching und wollte ihn eigentlich nur abgeben, wie das ja viele Eltern machen. Didi [Oertel] meinte dann: 'Los, du füllst jetzt hier die Spielerliste aus! Das kannst du gleich mal machen.' Und dann war es eigentlich schon geschehen; so ging es los mit kleineren Sachen, die ich dann erledigt habe, etwa den Saisonabschluss zu organisieren.
Mit einem Zettel fing es also an. Jetzt bist du Betreuerin der B-Junioren und immer am Start, wenn es Veranstaltungen umzusetzen gibt.
Genau, das mache ich sehr gerne und es macht mir sehr viel Spaß! Ich kann aber gar nicht genau sagen, seit wann. Auch das hat sich einfach mal so ergeben. In der letzten Saison wurde ich vom damaligen Trainer nach zwei Spielen im Regen stehen gelassen: Er kam dann einfach nicht mehr und so wurde ich zum Chef und musste mich in dieser Spielzeit ganz schön durchboxen – mit Anrufen, Gesprächen mit dem Staffelleiter, Absicherung des Spielbetriebs usw. Das war schon ganz schön krass. Die Events liefen da so nebenbei. Nun möchte ich mich darauf fokussieren. Beim Großteil der Jungs bin ich gut akzeptiert und ich denke auch, dass sie zu schätzen wissen, was ich mache – oder hoffe es. *lacht* Aber irgendwann ist es dann auch einmal gut.
Die anstehenden Events sind etwa auf unserer Homepage übersichtlich dargestellt. Du hast erwähnt, dass dir die Arbeit hier viel Spaß macht. Dennoch ist sie mit enormem Aufwand verbunden, der ehrenamtlich ist und deshalb nicht finanziell entlohnt wird. Was treibt dich außerdem an und motiviert dazu, so viel zu machen, wie du es tust?
Das kann ich gar nicht genau sagen. Vordergründig ist es der Verein. Willy ist jetzt seit zehn Jahren hier Mitglied, man gehört also dazu. Vielleicht bin ich einfach so. Es macht einfach Spaß und man möchte dem FSV auch etwas wiedergeben, weil man von ihm auch etwas bekommt. Das könnte immer mehr sein, man kann Sachen manchmal aber nicht fordern, wenn man sie selbst nicht gibt. Das muss natürlich nicht jeder machen und ich verurteile auch niemanden, etwa dafür, wenn man sich mit dem Verein nicht identifiziert. Manchmal bin ich traurig, dass es Eltern gibt, die teils nicht ein Saisonspiel ihres Kindes sehen, aber das ist eben so.
Welche Wünsche hast du neben der größeren Beteiligung der Eltern sonst noch für den Verein?
Ich würde mir – gerade bezüglich der Männermannschaften und der B- und A-Junioren, da ich es dort mitbekomme – doch ein stärkeres Miteinander wünschen. Darüber würden sich auch die Jungs freuen. Auch das Vereinsheim ist ab und zu sogar sauber. *lacht* Darauf, dafür zu sorgen, habe ich auch nicht immer Lust. Ich denke auch, dass wir mit Claudia als Präsidentin da auch jemanden haben, der mit gutem Beispiel vorangeht. Das finde ich gut und da folgt man dann gelegentlich auch ohne zu hinterfragen.
Arbeit, Fußballplatz... Gibt es sonst noch etwas, womit Susan Lailach sich in ihrer Freizeit beschäftigt?
Ich bin aktives Mitglied im Oberböhmsdorfer Carnevalclub (OCC) und nehme mich in der Faschingszeit, also im Januar/Februar, im Fußball etwas zurück, weil das dann ein großer Teil meiner Freizeit ist. Zu Hallenturnieren begleite ich die Mannschaft dann aber schon noch.
Besonders belohnend war für Susan Lailach sicherlich der Gewinn der Kreisliga-Meisterschaft durch ihre und unsere B-Junioren in der für sie so anstrengenden Vorsaison 2024/2025.

Liebe Susi, wir danken dir für deinen unermüdlichen Einsatz für unseren FSV Schleiz und freuen uns besonders auf die vielseitigen Veranstaltungen, die uns erwarten und zu deren Gelingen du deinen maßgeblichen Beitrag liefern wirst!
+++ NUR DER FSV! +++
Quelle:Sandra Haase (Foto unten)