"Für mich geht es in jedem Spiel um den Sieg" – Neuzugang Tim Sluga im Interview
Alexander Hebenstreit, 03.08.2021
Tim Sluga, hier im Testspiel gegen den SV 09 Arnstadt, kehrte dem VFC Plauen nach vielen Jahren den Rücken und will nun beim FSV Schleiz die Freude am Fußball wiederfinden. Dennoch geht es für ihn nicht nur um den Spaß. Er hat auch klare sportliche Ziele. Foto: Jürgen Müller
Nur noch wenige Tage vergehen, ehe die Zeit des Testens Geschichte ist. Beim Pokalspiel am Samstagnachmittag in Stadtroda wird endlich wieder scharf geschossen und in den Reihen der Schwarz-Gelben wird dann auch ein Spieler sein, den wir euch noch gar nicht vorgestellt haben. Das wollen wir nun nachholen.
Mit Tim Sluga wechselte in diesem Sommer ein Mann zum FSV, der bis dato in Fußball-Schleiz wohl kaum jemandem ein Begriff war. Mindestens einer aber kennt ihn bereits und das umso besser: Cheftrainer Roger Fritzsch arbeitete mit dem 21-Jährigen bereits beim VFC Plauen zusammen, wo Tim Sluga die von Fritzsch trainierten A-Junioren als Kapitän aufs Feld führte.
Über die Beweggründe für den Wechsel, seine sportlichen Ambitionen und das eine oder andere weitere Detail sprach der Plauener in einem kurzen Interview.
Nach etlichen Jahren beim VFC Plauen dürfen wir dich als Neuzugang beim FSV Schleiz vorstellen. Wie kam es dazu, dass du dich zu diesem Schritt entschieden hast?
Ich möchte wieder Spaß am Fußball finden und habe nur Gutes über diese Mannschaft gehört. Dazu kenne ich noch Roger und das hat einfach gepasst. Ich kann auch von mir selbst aus sagen, dass das eine klasse Mannschaft ist. Die Jungs haben mich alle mitgenommen, um Teil dieser Mannschaft zu sein.
Deine Farben bleiben zwar schwarz und gelb, ansonsten dürfte es aber allein mit Blick auf die Gegebenheiten vor Ort und das Trainingspensum eine spürbare Umgewöhnung sein. Ist der Wechsel aus der Ober- in die Thüringenliga ein sportlicher Rückschritt?
Wenn man es von außen betrachtet ist es natürlich ein Rückschritt, aber für mich persönlich ist es ein Schritt nach vorne. Ich fühle mich mega wohl mit den Jungs und es macht Spaß mit der Mannschaft zu kicken.
Die meisten FSV-Anhänger haben dich erst ein paar Minuten kicken sehen. Als was für einen Spielertypen würdest du dich beschreiben?
Diese Frage würde ich gerne an meinen Trainer weitergeben ?
Dann werden wir ihn bei Gelegenheit mal fragen.
Dass du dich wohl fühlen und wieder Spaß am Fußball haben willst, hast du bereits erwähnt. Welche sportlichen Ziele hast du mit der Mannschaft im Auge?
Definitiv aufzusteigen.
. . . wofür vermutlich ziemlich viel zugunsten des FSV laufen müsste. Als Spieler, der die Spielklasse kennt: Schätzt du die Mannschaft nach den ersten Eindrücken als stark genug ein, um in der Oberliga bestehen zu können?
Zum jetzigen Zeitpunkt würde es sehr schwer werden, aber wir sind auch noch in der Vorbereitung und der Trainier probiert viel aus. Ich denke über so etwas könnte man frühestens im Winter sprechen.
Durch die lange Pause, die wir alle hatten, ist kaum jemand von seiner körperlichen Fitness bei 100 Prozent – egal ob Thüringenliga oder Oberliga. Aber natürlich werden die Trainer alles daran setzen, dass wir im August an diesem Punkt sind.
Bist du denn optimistisch, dass du persönlich zum Stadtroda-Spiel schon bei 100 Prozent bist?
Klar versuche ich es, aber zum Saisonstart wird kaum jemand bei 100 Prozent sein. Aber ich werde dran bleiben und daran arbeiten, so schnell wie möglich dorthin zu kommen.
Als sportlicher "Neu-Thüringer" hast du vermutlich kaum Berührungspunkte mit einem der künftigen Gegner. Gibt es trotzdem eine Parite, auf die du dich schon jetzt besonders freust?
Gute Frage. Mir ist es egal, gegen wen wir spielen. Ich möchte einfach in jedem Spiel alles geben und die Mannschaft so gut es geht unterstützen. Für mich geht es in jeder Partie um den Sieg!
Lieber Tim, wir heißen dich herzlich willkommen beim FSV Schleiz und sind uns sicher, dass die Freude am Fußball am Fasanengarten schnell zurückkehren wird! Wir hoffen auf viele gemeinsame Erfolge auf dem Platz, aber ebenso bleibende Momente daneben.