FSV Schleiz e.V.

Gebeutelter FSV Schleiz nur mit Remis gegen SV Schott Jena

Alexander Hebenstreit, 10.11.2019

Gebeutelter FSV Schleiz nur mit Remis gegen SV Schott Jena

Mit solider Defensivarbeit wartete Max Woitzik (gelb) auf, für den es nach einer langwierigen Verletzung aus dem Frühsommer das Startelfdebüt in dieser Saison war. Er bekam zwar Sonderlob vom Trainer, hätte sich aber gewiss mehr über drei Punkte gefreut. Foto: Jürgen Müller

 

1.Mannschaft : Spielbericht Landesklasse I, 12.ST

FSV Schleiz   SV Schott Jena II
FSV Schleiz 1 : 1 SV Schott Jena II
(1 : 1)
1.Mannschaft   ::   Landesklasse I   ::   12.ST   ::   09.11.2019 (14:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Markus Porst

Assists

Andre Hoyer

Gelbe Karten

Amel Nukovic

Zuschauer

75

Torfolge

1:0 (14.min) - Markus Porst per Elfmeter (Andre Hoyer)
1:1 (40.min) - SV Schott Jena II

 

Gebeutelten Schleizern gelingt gegen Schott-Reserve nur ein Remis

 

Der FSV Schleiz tritt auf der Stelle. Durch das dritte Remis innerhalb der letzten vier Partien verpassten die Rennstädter den Sprung auf Rang zwei und rutschten stattdessen auf Position vier ab. 1:1 hieß es am Ende einer 90-minütigen Schlammschlacht am Fasanengarten, die nur im ersten Durchgang etwas für die Zuschauer bot. Nach der Pause war auf dem schwierigen Geläuf auch das letzte Bisschen Spielkultur dahin und wenn man ehrlich ist, mussten die Schwarz-Gelben sogar froh sein, dass sie den Platz nicht als Verlierer verließen. Denn die einzig klare Torchance im zweiten Durchgang hatten die Gäste: Janek Weiß‘ Abwehrversuch tropfte von der Latte an den Pfosten und sprang Patrick Niebiossa vor die Füße, während FSV-Keeper Alexander Hebenstreit bereits machtlos im Tor lag und sich dabei im Netz verheddert hatte. Unerklärlicherweise hielt der Jenaer weder den Fuß hin, noch stoppte er den Ball und schob ein; nein, er versuchte das Leder mit Schmackes in die Maschen zu hämmern und vollbrachte dabei das Kunststück das leere Tor aus zwei Metern um eben diese Distanz zu verfehlen.

Noch wären 40 Minuten zu spielen gewesen, doch ob der FSV noch einmal zurückgekommen wäre, erscheint angesichts des tatsächlichen Spielverlaufs fraglich. Allerdings – und das ist die andere Seite der Medaille – hätten die Gastgeber die Begegnung bis dahin bereits längst in ihre Bahnen lenken können. Doch wie in der Vorwoche in Kahla wurde es erneut verpasst, eine dominante Anfangsphase mit einer Zwei- oder Drei-Tore-Führung zur Vorentscheidung zu nutzen. Bevor der Platz völlig umgegraben war gelang den Schwarz-Gelben durchaus der eine oder andere verheißungsvolle Angriff, zudem gab es reihenweise Eck- und Freistöße. Doch es blieb beim Premierentor von Markus Porst – ehemals Stankowski – unter neuem Namen, das vom Elfmeterpunkt fiel (14.).

Fatalerweise zog nach einer halben Stunde ein gewisser Schlendrian an, die Aktionen wurden nicht mehr mit der letzten Entschlossenheit durchgezogen. Stattdessen nahmen die Filigranfußballer aus dem Jenaer Paradies nach und nach den Kampf an und hatten damit Erfolg. Dennoch fast das 2:0 als Paul Jungs Distanzkopfball durch den Schlamm im Fünf-Meter-Raum wohl entscheidend an Tempo verlor und so noch von der Linie geschlagen wurde (33.). Stattdessen brachte der erste Schott-Abschluss kurz vor der Pause das 1:1, als Christian Czuppons Schuss von der Strafraumgrenze gleich doppelt abgefälscht wurde und vom Innenpfosten ins Tor sprang (40.). Die Geschichte des zweiten Durchgangs ist mit dem vergebenen Riesen von Niebiossa mehr oder weniger vollständig erzählt.

FSV-Trainer Roger Fritzsch, der im Vergleich zur Vorwoche auch noch Christian Göller und Thomas Liebold zu ersetzen hatte und das erhoffte Comeback von Frank Gerisch in die Rückrunde verschieben muss, war im Wesentlichen mit der Leistung zufrieden. „Wir haben Woche für Woche das gleiche Problem und das zerrt extrem an den Nerven. Wir mussten heute gleich fünf Stammkräfte ersetzen. Die Jungs machten es dennoch gut, belohnen sich aber wieder nicht für ihren Aufwand. Wir lassen wieder 100-prozentige Chancen liegen und bestrafen uns dann selbst durch einen völlig unnötigen Ballverlust“, so der Schleizer Coach, der Paul Jung und Max Woitzik, die beide erstmals in dieser Saison in der Startelf standen, ein Sonderlob aussprach. Was aber unter dem Strich bleibt, ist es Resultat, dass weder Roger Fritzsch noch seine Mannschaft zufriedenstellen kann. „Ausfälle hin oder her: Wir haben wieder zwei Punkte verschenkt.“

 

Tabelle Landesklasse