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Schleiz empfängt Wacker Nordhausen

Die Rennstädter benötigen ein anderes Gesicht als jüngst. Wacker kommt mit Rückenwind.

Artikel vom 23. Oktober 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Kräfte sammeln – so lautet das Vorhaben des FSV Schleiz am zehnten Spieltag der Thüringenligasaison 2026/2027.

    Denn nach vier ungeschlagenen Ligapartien und dem Heimsieg gegen Primus 1. FC Eichsfeld (3:1) musste der FSV Schleiz am vergangenen Wochenende eine herbe 2:1-Niederlage beim TSV Gera-Westvororte hinnehmen. Nun ist ausgerechnet eine Mannschaft zu Gast, die jüngst den ersten Zähler seit Mitte August holen konnte und sicher mehr will.

    Ja, was war das für ein Spiel damals: Im Sommer 2023 war der FSV Schleiz in Nordhausen zu Gast, um bei einem Oberligaabsteiger mit imposantem Stadion und nimmermüden Fans einen 2:3-Auswärtssieg durch Tore von Liebold und zweimal Pohl bei einem Majerschen Vorlagen-Hattrick zu erringen. Nordhausen strebte da den direkten Wiederaufstieg an und konnte auf entsprechende Erfahrung und Qualität im Kader setzen. Am Ende landeten die Nordthüringer auf Rang drei und scheiterten damit knapp an diesem Vorhaben. Meister wurde übrigens der FC An der Fahner Höhe mit deutlichem Abstand vor Wismut Gera.

    Nun, etwas mehr als drei Jahre später, sind die Ambitionen in Nordhausen ganz andere: Ein kompletter Neuanfang sei im Sommer vollzogen worden, viele Abgänge musste Wacker hinnehmen – der prominenteste war wohl Ex-Kapitän Felix Schwerdt, den es nach Arnstadt zog.

    Vom Kader von vor drei Jahren sind lediglich sechs Spieler sowie Teammanager René Taute übrig und die Verantwortlichen mussten bei der Kaderzusammenstellung mit viel Fantasie und Geduld arbeiten. Dennoch komme das "Wacker-Gefühl" nach und nach zurück, wie es gegenüber FuPa hieß.

    Erst recht kann das nach dem 5:5 in Bad Berka der Fall sein. Nach zwischenzeitlichem 3:5-Rückstand gelang erst der Anschlusstreffer, ehe in Unterzahl und in der Nachspielzeit sogar noch der Zähler gesichert wurde! Nach dem Unentschieden gegen Geratal und dem Heimsieg gegen Neustadt am zweiten bzw. dritten Spieltag war das dennoch erst Zähler Nummer fünf. Denn auf den Dreier gegen die Orlastädger folgten sechs Niederlagen in Folge, darunter das Landespokalaus gegen Geratal (4:2). Weniger als vier Gegentore gab es seither nur gegen Preußen Bad Langensalza (zwei).

    Dennoch sollte der FSV Schleiz gewarnt sein. Der konnte sich im Laufe der bisherigen Saison zwar immer auf seine Offensivbemühungen verlassen, musste zuletzt in Geras Westvororten nach einer bitterbösen Vorstellung jedoch eine herbe Niederlage hinnehmen. Einzig Yugo Arakakis Comeback-Treffer war ein Lichtblick an diesem eher grauen Samstagnachmittag, nach dem Schleiz-Coach Roger Fritzsch von einem "rabenschwarzen Tag" und einem "in allen Belangen verdienten Sieg für Westvororte" sprach.

    Auch wenn die Wettervorhersage nichts Gutes verspricht, wird nach dem morgigen Spiel hoffentlich wieder die Sonne am Schleizer Ergebnis-Firmament scheinen. Dafür benötigt es die absolute Überzeugung jedes Einzelnen, etwas gutmachen zu wollen, sowie die nötige Geschlossenheit und Robustheit, um dem Gast von Beginn an den Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Um 14:00 Uhr beginnt die Partie gegen Wacker Nordhausen, zuvor empfängt die Zweite Eintracht Camburg zum Kreisoberliga-Spitzenspiel. Bis dahin!

     

    Text: Leif Broßmann