Und jährlich grüßt das Meuselwitz
Schleiz begrüßt Ex-Regionalligisten zum Pokalfight am Fasanengarten
Artikel vom 2. Oktober 2026
Der Stolz überwog bei den Schleizern im Herbst letzten Jahres, als sie dem ZFC Meuselwitz am 6. September einen echten Kampf boten – nicht nur weil Kapitän Albert Pohl das im MDR-Interview nach der Partie etwa drölfmal betonte, sondern weil man den damaligen Regionalligisten bis ins Elfmeterschießen zwingen konnte.
In diesem unterlagen die Rennstädter nach je fünf Schützen denkbar knapp mit 4:5, nachdem Pohl seine Farben nach einer guten halben Stunde sogar in Führung gebracht hatte. Somit wurde es deutlich enger als noch im Sommer 2022, als ein 0:8 das Achtelfinalaus für Schwarz-Gelb bedeutete. Nun treffen beide Teams wieder im Achtelfinale aufeinander. Und alle werden den Vorjahreskrimi sicherlich noch auf dem Schirm haben.
Dass nun aller guten Dinge drei sind und man den Favoriten diesmal in die Knie zwingen kann, bleibt aber auch jetzt ein unwahrscheinliches Szenario. Zwar spielt die Zipse nach dem Abstieg aus der Regionalliga nun eine Klasse tiefer (und somit nur noch eine höher als der FSV), in der Oberliga dreht sie aber so richtig auf. Als ungeschlagener Zweiter hat sie den Wiederaufstieg fest im Blick und weiß mit Florian Hansch (vier Treffer) den momentan fünfterfolgreichsten Schützen in ihren Reihen. Jener war es auch, der vor einem knappen Jahr den 1:1-Ausgleich, der schließlich ins Elfmeterschießen führte, einköpfte.
Die Hürden in Weimar, an der Fahner Höhe und in Bad Frankenhausen nahmen die Meuselwitzer anschließend übrigens ebenfalls und gelangten so ins Finale, wo sie dem FCC mit 1:0 (1:0) unterlagen. In der aktuellen Pokalsaison räumten sie bisher den SV Schmölln mit 0:7 (0:5) und Blau-Weiß Neustadt mit 0:5 (0:1) aus dem Weg – in beiden Fällen also zu Null und standesgemäß hoch.
Schleiz braucht, um das zu verhindern, die optimale Coolness in möglichen Abschlussituationen und die nötige Geschlossenheit, um das Qualitätsplus der Gäste gerade mit defensivem Fleiß aufzufangen. Immerhin kommen auch die Schleizer aus einem September mit akzeptabler Punktausbeute, konnte gegen Suhl (1:6) und Geratal (3:1) gewinnen und gegen Preußen Bad Langensalza immerhin einen Punkt mitnehmen (0:0). Hinzu gesellt sich der Einzug ins Achtelfinale durch das torreiche Heimduell mit Gera-Westvororte (6:4).
Und so schauen wir mal, was wird. In jedem Fall dürfte es das Ziel des FSV Schleiz sein, mit Einigkeit, Bissigkeit und spielerischem Mut dafür zu sorgen, dass nach dem morgigen Spiel wieder der Stolz überwiegt!

