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Und keiner weiß, wie

Samstag, 31. Oktober 2026 · 14:00 Uhr11Teamsports Thüringenliga, 11. Spieltag

Schiedsrichter: Philipp Linke

Zuschauer: 165

0
Pohl (Pätz)39
39'

Tor für FSV Schleiz zum 1 : 0

Schnell ausgeführten Freistoß, Pätz setzt auf links nach, wo sich der Verteidiger verschätzt. Rückpass vor dem herausgeeilten Stankovic, Pohl nimmt sich der Sache an. Der Ball rutscht über den Schlappen – in den rechten Winkel!

45
Mendes für Pätz46
46'

Wechsel bei FSV Schleiz beim Stand von 1 : 0

Hoch52
52'

Gelbe Karte für 1. SC 1911 Heiligenstadt

Foulspiel

Wolanski (Aschoff)62
62'

Tor für 1. SC 1911 Heiligenstadt zum 1 : 1

per Kopfball

Petzold70
70'

Gelbe Karte für FSV Schleiz

taktisches Foulspiel

Fedoriaka für Arakaki74
74'

Wechsel bei FSV Schleiz beim Stand von 1 : 1

Hoch77
77'

Tor für 1. SC 1911 Heiligenstadt zum 1 : 2

Kranker Abschluss! Einen Diagonalball klärt Hoyer per Kopf vor Hochs Füße, der sich auf links mit einem kurzen Antritt durchsetzt und mit toller Technik und dem linken Fuß ins lange Eck trifft. Keine Chance für Nukovic!

Opfermann für Aschoff 80
80'

Wechsel bei 1. SC 1911 Heiligenstadt beim Stand von 1 : 2

Garstka für Langhof82
82'

Wechsel bei FSV Schleiz beim Stand von 1 : 2

Opfermann83
83'

Gelbe Karte für 1. SC 1911 Heiligenstadt

Knoll für Petzold90Schulz90
Gorges für Jeschke 90
90'

Wechsel bei FSV Schleiz beim Stand von 1 : 2

90'

Wechsel bei 1. SC 1911 Heiligenstadt beim Stand von 1 : 2

90'

Gelbe Karte für FSV Schleiz

Meckern

90

Trotz weniger Ballbesitz lenkt Schleiz gegen den SCH das Spiel, nutzt sein Chancenplus aber nicht.

Spielbericht vom 3. November 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Am Reformationstag 2026 unterlag der FSV Schleiz dem 1. SC 1911 Heiligenstadt am heimischen Fasanengarten mit 1:2. Betrachtet man den Spielverlauf, fragt man sich jedoch, wie – und findet darauf eigentlich auch keine Antwort. Naja, außer die gern verwendete Floskel vom Chancenwucher, der sich rächte.

    Aber sie trifft auf dieses Spiel an einem kalten Herbstnachmittag zu. Denn trotz deutlich weniger Ballbesitz dirigierten abermals defensiv sehr disziplinierte Schleizer, wo es lang ging. Zudem erspielten sich die Schwarz-Gelben auch das deutliche Plus an Möglichkeiten.

    Ausschließlich Schleizer Großchancen tauchen im "wie jede Woche pro Gast" formulierten FuPa-Ticker auf. Und tatsächlich hatten die Gäste zwar wesentlich häufiger den Ball, weil der FSV es wollte, Möglichkeiten zur Torerzielung kreierten sich die Gäste aber äußerst spärlich. Und falls dann doch mal ein Ball seinen Weg auf den Schleizer Kasten fand, war Mahir Nukovic dort zur Stelle. Der 23-Jährige, der noch mitten in seiner Umschulung zum Torhüter steckt, empfohl sich zuletzt mit Weißer Weste und Abschlag-Vorlage für die Zweite gegen Eintracht Camburg und hütete unverhofft das Thüringenliga-Tor des FSV. Einen frühen Fernschuss – auf dem nassen Rasen tückisch titschend – hielt er im Nachfassen sicher, zweimal musste er im zweiten Durchgang dennoch hinter sich greifen.

    Erst köpfte Wolanski nach schnellem Kombinationsspiel durchs Zentrum aus etwa fünf Metern neben den kurzen Pfosten (62.), dann traf Hoch von der linken Seite mit einem kurzen Dribbling und dem linken Fuß – ebenfalls nach einem hohen Ball (78.).

    Der Oberligaabsteiger drehte so die Partie mit optimaler Effizienz. Pohl brachte seine Schleizer nämlich kurz vor der Halbzeitpause in Führung, nachdem er selbst einen Freistoß in der eigenen Hälfte schnell ausgeführt hatte. Der geschickte Pätz blieb dran und fing einen zu kurzen Rückpass zum herauseilenden SCH-Keeper ab. Seine Ablage in den Rückraum schnappte sich der Kapitän und wuchtete die Kugel im Fallen voller Überzeugung – das verriet auch sein Gesichtsausdruck beim folgenden Knierutscher – in den rechten Winkel (40.).

    Die Heimführung war schon zur Pause also nicht unverdient, erst recht, weil Aziz' Handspiel im eigenen Strafraum nicht geahndet wurde und Heiligenstadt-Hüter Stankovic auch Petzolds flache Direktabnahme vor dem Halbzeitpfiff um den Pfosten lenken musste. Der Schlussmann – der auch mit der serbischen Version einer Schleizer Stürmerkoryphäe, die nun den Namen 'Porst' trägt, verwechselt werden könnte – wurde in den zweiten 45 Minuten zu Schleiz' größtem Gegner und sollte kein weiteres Mal überwunden werden können.

    Pohls Grätsch-Versuch wurde von der Linie gekratzt, Mendes scheiterte aus zehn Metern an Stankovic und Arakaki setzte das Leder drüber bzw. vorbei. Zudem zwang Langhof den Gästehüter mit seinem 20-Meter-Strahl zum Klatschenlassen und setzte den Nachschuss ebenfalls über das Tor. All diese Möglichkeiten waren aus der Rubrik 'Großchance'.

    Einige ertragsarme Eckbälle läuteten eine finale Heimoffensive ein. Doch Garstka schloss zweimal zu zentral ab, der fleißige Petzold zielte zu hoch und auch der eingewechselte Knoll traf nach einem Standard nur das Außennetz.

    Und dann war eben doch Schluss. Irgendwie lässt sich also schon erahnen, was der Grund für diese Schleizer Heimniederlage war: Einerseits die mangelhafte selbstorganisierte Belohnung für den unbestreitbar erbrachten Aufwand, andererseits die individuelle Qualität des Ex-Oberligisten in den wenigen Momenten, in denen es auf Eiseskälte ankam.

    Schleiz zeigte wie schon gegen Eichsfeld, Meuselwitz und Weida (Anfangsphase) eine vollends überzeugende Leistung gegen ein Spitzenteam.

    Apropos: Im November warten nun Arnstadt (A, 07.11.), SCHOTT Jena (H, 21.11.) und Neustadt (A, 28.11.).

     

     

    Text: Euer Ticker-Freund

    Bilder: Kimi Müller (1-7) & Jürgen Müller (8-22)