Platz an der Sonne eindrucksvoll behauptet
Schiedsrichter: Arthur Griebel
Zuschauer: 30
Eine Rückkehr zu den alten Stärken: Schleiz II rollt im Spitzenspiel über Eintracht Camburg hinweg.
Spielbericht vom 27. Oktober 2026
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Mit breiter Brust und einem großen Kader reiste die SG SV Eintracht Camburg zum Spitzenspiel der Kreisoberliga nach Schleiz. Doch der Tabellenführer ließ sich davon nicht beeindrucken und setzte sich am Ende hochverdient mit 3:0 durch.
Dabei waren die personellen Voraussetzungen für den FSV alles andere als ideal: Mit Lukas Nietsch und Marco Saß fielen wichtige Spieler aus. Zudem standen Kiesow und Garstka, die aus dem Anschlusskader der 1. Mannschaft aushalfen, aufgrund des anschließenden Spiels der Thüringenliga-Mannschaft nur für eine Halbzeit zur Verfügung. Zur Pause kamen deshalb Limmer (angeschlagen) und Beetz in die Partie.
Zu Beginn der Begegnung wirkte der FSV noch etwas unsortiert. Zwar erspielten sich die Hausherren erste Möglichkeiten, doch die Chancen von Greiner und Habekost blieben ungenutzt. Mit zunehmender Spielzeit fand Schleiz jedoch immer besser in die Partie, gewann mehr Sicherheit und setzte Camburg zunehmend unter Druck. Der Tabellenführer übernahm mehr und mehr die Kontrolle und belohnte sich schließlich in der 36. Minute: Kilian Greiner bliebt diesmal cool und erzielte die verdiente 1:0-Führung für den FSV Schleiz II. Bis zum Halbzeitpfiff passierte anschließend nicht mehr viel, sodass es mit der knappen, aber nicht unverdienten Führung in die Kabinen ging.
Nach dem Seitenwechsel war die Marschroute klar: Die Leistung aus der Schlussphase der ersten Halbzeit sollte bestätigt und der Vorsprung ausgebaut werden. Beides Gelang im Handumdrehen: Noch vor der Ein-Stunden-Marke schlug Schleiz erneut zu. Jaden Limmer erhöhte in der 54. Minute aus spitzem Winkel routiniert auf 2:0, nachdem Camburgs Schlussmann am Ball vorbeigerutscht war, und sorgte damit für einen wichtigen Moment der Erleichterung aufseiten der Gastgeber. Camburg reagierte mit einem Doppelwechsel und versuchte, noch einmal neue Impulse zu setzen. Wirklich gefährlich wurde der Tabellenzweite allerdings nur selten. Das lag vor allem an der konzentrierten Defensivarbeit des FSV, der die Räume geschickt zustellte und kaum klare Möglichkeiten zuließ. Und wenn doch einmal gefährliche Situationen entstanden, lag das an Schleizer Einladungen oder aber Kopfbällen nach Standardsituationen, die nur selten ihren Weg aufs Tor fanden.
In der 64. Minute stockte den Schleizern dennoch kurz der Atem: Greiner versuchte, einen Ball in der Luft vor seinem Gegenspieler zu erreichen, traf dabei jedoch den Gegner, der aus seinem Rücken kam und den Ball vor ihm auf Bauchhöhe wegköpfte. Schiedsrichter Arthur Griebel entschied zunächst auf Rot. Die Schleizer Bank reagierte lautstark auf die Entscheidung und auch Zweite-Kapitän Broßmann wies den Unparteiischen daraufhin, dass dieses Vergehen angesichts geringer Intensität, niedriger Beinhöhe und dem Umstand, dass Greiner seinen Gegner nicht hat kommen sehen, nicht für einen Platzverweis reichte. Daraufhin beriet sich der Unparteiische mit seinem Linienrichter. Nach der Rücksprache wurde die rote Karte zurückgenommen und die Situation mit Gelb geahndet. Damit blieb der FSV vollständig und konnte die Partie weiterhin überzeugend fortsetzen.
Einen entscheidenden Anteil daran hatte auch Torhüter Nukovic. Bei hohen Bällen zeigte er sich äußerst sicher und pflückte zahlreiche Flanken förmlich aus der Luft. So ließ er bei den Camburger Angriffsbemühungen kaum Zweifel aufkommen. Gleichzeitig fehlte Schleiz im eigenen Offensivspiel zunächst die letzte Durchschlagskraft, um frühzeitig für die endgültige Entscheidung zu sorgen. In der 64. Minute brachte Trainer Lukas Wöllner mit Weidhase für Habekost frische Beine ins Spiel. Weidhase setzte anschließend offensive Akzente, konnte seine Chancen jedoch ebenso wenig nutzen wie Limmer, dessen vermeintlicher weiterer Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht zählte. So blieb es trotz guter Gelegenheiten zunächst beim 2:0.
In der Schlussphase reagierte Wöllner erneut und nahm Limmer in der 85. Minute vom Feld (für sich selbst). Dieser hatte zuvor bereits entscheidend zum zweiten Treffer beigetragen und setzte mit seinem Einsatz ein deutliches Zeichen für die Mannschaft. Kurz vor dem Ende bekam Camburg noch einmal die Gelegenheit, nach einer Ecke für Gefahr zu sorgen. Doch in der 88. Minute war Nukovic erneut zur Stelle und sammelte den Ball sicher aus der Luft. Was anschließend folgte, war der perfekte Schlusspunkt eines überzeugenden Auftritts: Der Schleizer Schlussmann leitete mit einem weiten Abschlag den Gegenangriff ein und beförderte den Ball bis in die Nähe des Camburger Strafraums. Dort nahm sich Kilian Greiner der Sache an, setzte sich gegen gleich zwei Gegenspieler durch und versenkte den Ball sehenswert im Netz. Das 3:0 in der Schlussminute – Greiners zweiter Treffer des Tages und der endgültige Deckel auf eine starke Mannschaftsleistung. Ein Statement des Tabellenführers!
Mit dem Schlusspfiff war der Erfolg perfekt. Der FSV Schleiz II zeigte nach einer etwas holprigen Anfangsphase eine zunehmend souveräne Leistung, überzeugte mit defensiver Stabilität und nutzte seine Chancen in den entscheidenden Momenten. Besonders bemerkenswert war dabei, dass die Mannschaft trotz der personellen Ausfälle und der begrenzten Einsatzzeit einiger Spieler über die gesamte Partie hinweg geschlossen auftrat und sich auch von der kurzzeitig drohenden Roten Karte nicht aus dem Konzept bringen ließ.
Eintracht Camburg war zwar mit viel Selbstvertrauen und einem großen Aufgebot angereist, fand gegen die kompakte Schleizer Defensive jedoch kaum Mittel. Spätestens mit dem zweiten Treffer war die Partie weitgehend unter Kontrolle, ehe Greiner den Deckel draufmachte. Der Tabellenführer hat damit ein klares Zeichen im Spitzenspiel gesetzt.
Bericht: Alfred-Bernard Weidhase























