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Nachtrag: Totalausfall im Saarbachtal

Samstag, 17. Oktober 2026 · 15:00 Uhr11Teamsports Thüringenliga, 9. Spieltag

Schiedsrichter: Roland Hillig

Zuschauer: 161

90

Schleiz erwischt beim TSV Gera-Westvororte einen rabenschwarzen Tag und unterliegt hochverdient.

Spielbericht vom 24. Oktober 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Gern hätte ich an dieser Stelle von der Fortsetzung des Formhochs des FSV Schleiz, der zuletzt vier Thüringenligaspiele lang ungeschlagen war, durch drei Auswärtszähler berichtet. Doch davon war die Fritzsch-Elf am neunten Spieltag beim TSV Gera-Westvororte erschreckend weit entfernt. 

    Die Partie ging mit 2:1 verloren – und beim Gast ging nischt. Ein kleiner Platz, der viele Zweikämpfe brachte; ein motivierter Gegner, der sich aus einer tiefen Grundordnung bei Fehlern schonungslos nach vorn schob; etliche technische Unsauberkeiten, die mich bei der Videoansicht viele Male meinen Unmut ins Endgerät schreien ließen – das ist eigentlich die Zusammenfassung einer Partie, die sich alle Schleizer Spieler, das Trainerteam und auch die mitgereisten Fans hätten sparen können.

    Ein Kopfball durch Pohl nach Hoyers Flanke war die einzige gefährliche FSV-Aktion in Halbzeit eins. Auf der anderen Seite näherte Franz Hoffmann sich zweimal gefährlich knapp dem Jüngerschen Kasten an. Torlos ging es in die Pause.

    Im zweiten Durchgang sollten Mendes und Fedoriaka gerade für neuen Offensivschwung und damit drei schwarz-gelbe Punkte sorgen, da luchste Wolff dem abschirmenden Dorn mit ungeahndetem Armeinsatz die Kugel auf der Grundlinie ab und spielte sie von links scharf ins Zentrum, wo Hoffmann eingerückt war und vollstreckte (58.). Nur wenige Minuten später fiel nach einem ähnlichen Muster auch noch der zweite Heimtreffer: Diesmal wurde Wolff direkt sgeil geschickt, gab wieder von links ein, wieder war Hoffmann zur Stelle (65.).

    Der TSV-Angreifer, der im Sommer vom abgestiegenen Geraer Stadtrivalen Wismut nach Scheubengrobsdorf zurückgekehrt war, schnürte damit den Doppelpack. Das tat er auch schon von einigen Wochen beim denkwürdigen 6:4-Pokalheimsieg der Schleizer – da wurden Hoffmanns zwei jedoch durch Pohls fünf Treffer in den Schatten gestellt.

    Der Schleizer Kapitän hatte auch im zweiten Durchgang lediglich eine gute Möglichkeit, konnte mit seiner Truppe spätestens ab der 73. Minute aber trotz der bisherigen Kieselsteine im Getriebe noch einmal Hoffnung auf ein Comeback schöpfen: Westvorortes Rehnelt foulte erst und beschwerte sich dann und erhielt somit in Rekordschnelle die Ampelkarte (73.).

    Mehr als Arakakis Anschlusstreffer unmittelbar vor Spielende – es war übrigens sein erstes Spiel für unseren FSV seit eineinhalb Jahren – per Kopf nach Dorns hohem Ball in den Strafraum (90.) sprang aus der Schlussviertelstunde, in der die Rennstädter endlich mal mehrfach vielversprechend in den Heimstrafraum vordringen konnten, aber nicht heraus.

    Und mehr wäre auch nicht verdient gewesen. Schleiz unterliegt Gera mit 2:1 und fällt so auf Rang sieben zurück.