Da kam viel zusammen (Nachtrag)
Schiedsrichter: Moritz Götze
Zuschauer: 99
Der FSV Schleiz II kassiert in Triptis beim defensivstarken FC Chemie die erste Saisonniederlage.
Spielbericht vom 7. Oktober 2026
Am Samstag, dem 26. September 2026, unterlag die 2. Mannschaft des FSV Schleiz dem FC Chemie Triptis in der auswärtigen Rudolf-Harbig-Sportstätte. Trotz der vermeintlichen Favoritenrolle und der Abwesenheit des Triptiser Vollblutstürmers Neupert konnten die Schwarz-Gelben nicht an die Erfolge der Vorwochen anknüpfen.
Denn erstmals in dieser Saison knapp besetzten Bank (nur zwei Akteure) gesellte sich eine gewaltige Portion Spielpech und ein Gegner, der vor allem im zweiten Durchgang leidenschaftlich verteidigte. Ob es letztlich tatsächlich der wie vom fleißigen Chemie-Redakteur A. Nestvogel im FuPa-Liveticker formulierte "verdiente" Sieg gegen den Primus war, sei an dieser Stelle angezweifelt. Fakt ist aber, dass sich die Abwehr der Hausherren um Kapitän Jäger definitiv die Null hinten verdient hatte.
Jäger selbst erzielte nach einer guten Stunde den Führungstreffer für seine Elf, als er nach einer Freistoß-Flanke fünf Meter vor dem Tor beherzt einsprang und das Leder per Außenrist an FSV-Schlussmann Wagner vorbeilegte (66.). Für Schleiz war das die kalte Dusche, da die Rennstädter sich abermals standardanfällig präsentierten und durch Limmer im ersten Durchgang selbst in Führung hätten gehen müssen. Doch einmal parierte Triptis' Aushilfskeeper Schulze, der mit Mitte 50 sein erstes KOL-Spiel bestritt (Hut ab, Sportfreund!), das andere Mal räumte er den Youngster ab. Ein Pfiff blieb hier aus.
Ja, generell konnten die Schwarz-Gelben mit der Bewertung gerade der entscheidenden Situationen nicht zufrieden sein. Denn als Hoffmann Lorenz schon nach zwei Minuten als letzter Mann an der Strafraumkante stoppte, gab es weder einen Elfmeter (vertretbar) noch eine rote Karte (nicht nachvollziehbar). Und auch der Kontakt, in den Lorenz tief im zweiten Durchgang im Triptiser Strafraum clever annahm, genügte nicht, um den Unparteiischen zu einem Freistoßpfiff zu motivieren. Auch erschreckendes Abschlussverhalten der Schleizer, etwa durch Kiesow, trug dazu bei, dass es mit dem Ausgleich nichts mehr wurde.
Stattdessen bauten die Kicker aus dem Norden des SOK ihre Führung nach einem Konter sogar noch aus, als Töpel der ermüdeten Abwehr entwischte und kühl vollendete (77.). Unmittelbar darauf kamen mit Beetz und Weidhase beide Wechselspieler zum Zug. Sie brachten noch einmal eine Schlussoffensive, in der Schier Hilberts Versuch unfreiwillig blockte und Weidhase selbst eine Eingabe denkbar knapp verpasste.
Bei Schleiz fehlte an diesem Samstagnachmittag das Spielglück, vorn und hinten die letzte Überzeugung und gewiss auch die Kondition. Dieses Spiel hat gezeigt, dass die Verteidigung der Tabellenspitze kein Selbstläufer ist. Dennoch sollte dies das Ziel aller Zweite-Kicker sein - nicht, weil man es haben muss, sondern weil man es haben will. Dieses Gefühl, wenn einer für den anderen alles gibt und man deshalb auch siegreich ist.
Apropos: Die Geschichte schreiben ja bekanntlich die Sieger. Und deshalb war es wohl doch eine verdiente Niederlage für die Kreisstädter! Am Samstag soll gegen die SG ThalBürgel wieder ein Heimerfolg her (Vorspiel um 12:30 Uhr)!












