Est. 1913

Jammern hilft nicht: FSV Schleiz will bei SG Gera-Westvororte die Kurve kriegen

Alexander Hebenstreit, 06.10.2022

Jammern hilft nicht: FSV Schleiz will bei SG Gera-Westvororte die Kurve kriegen

In der Defensive präsentierte sich der FSV Schleiz um André Hoyer, Tim Sluga, Oliver Schmidt und Amel Nukovic zuletzt deutlich gefestigt. Wenn es nun noch gelingt, wieder offensiv mehr Gefahr auszustrahlen, scheint ein Ende der Ergebniskrise absehbar. Leichter wird es angesichts der Verletzung von Torschützenkönig Albert Pohl jedoch nicht. Foto: Jürgen Müller


Thüringenliga, 7. Spieltag
SG TSV Gera-Westvororte – FSV Schleiz
(Samstag, 8. Oktober, 15 Uhr, Saarbach Arena Scheubengrobsdorf)

Dass man im Fußball Enttäuschungen in der Regel schon eine Woche später wieder korrigieren kann, ist eine Tatsache, die erst vor wenigen Tagen unser letzter Gegner aus Bad Langensalza in Erinnerung rief, nachdem die Preußen ihr Pokalaus in Greiz mit einem 1:0-Sieg am Schleizer Fasanengarten ausbügelten. Nun, eine Woche später, wollen sich die Rennstädter das zum Vorbild nehmen und ihrerseits die bittere Niederlage zumindest ein Stück weit vergessen machen.

Sollte es damit klappen, wäre das mindestens in zweifacher Hinsicht eine echte Wohltat für die gebeutelte Schleizer Fußballseele. Ganz abgesehen davon, dass es für den Kopf wichtig wäre, endlich mal wieder ein Spiel siegreich zu bestreiten, könnte man damit die rote Laterne, die seit Samstag am Fasanengarten leuchtet, umgehend wieder abgeben.

Der Gegner, den man dafür bezwingen müsste, ist mit der SG TSV Gera-Westvororte passenderweise die Mannschaft, die bis dato ganz am Ende der Tabelle rangierte. Die Scheubengrobsdorfer, die im Sommer einen gewaltigen personellen Umbruch erlebten und die ersten fünf Pflichtspiele der neuen Saison durch die Bank verloren, konnten den Schalter zuletzt umlegen und sich mit zwei 1:0-Siegen in Folge nach oben arbeiten.

War der Heimsieg gegen den SC Heiligenstadt auf dem doch etwas speziellen Rasen in der Saarbach-Arena erst einmal keine allzu große Überraschung, ließ der jüngste Auswärtserfolg bei einem der nominellen Topteams der Liga, dem SV Arnstadt, doch gewaltig aufhorchen. Gera-Westvororte ist – ganz im Gegensatz zum FSV Schleiz – im Aufwind.

„Wir befinden uns zweifelsohne in einer schwierigen Situation. Dem sind wir uns alle vollends bewusst. Mit der unnötigen Niederlage gegen Bad Langensalza und der schweren Verletzung von Torjäger Albert Pohl mussten wir letzte Woche erneut zwei Nackenschläge hinnehmen“, gibt FSV-Coach Roger Fritzsch Einblicke in die Schleizer Gefühlswelt. Dennoch: „Jammern hilft uns jetzt nicht weiter. Wir werden am Samstag versuchen, eine ordentliche Leistung abzurufen und dann müssen wir schauen, für was es reicht“, so der Schleizer Trainer.

Das Ziel sind und bleiben – wie in jedem Spiel – die drei Punkte. Zumindest die spürbare Leistungssteigerung am vergangenen Wochenende macht Mut, dass aus dem Wunsch auch Realität werden kann. Was zweifelsohne helfen würde, wäre eine bestmögliche Unterstützung vom Spielfeldrand. Das gilt umso mehr für die aktuell schwierige sportliche Situation. Und wann würde sich das besser anbieten, als bei einer der kürzesten Auswärtsfahrten der Saison?

Also: Es gibt keine Ausreden. Wir zählen auf eure Unterstützung und sehen uns Samstag spätestens 15 Uhr in der Saarbach Arena in Scheubengrobsdorf. Bis dann!


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