Ungeschlagen und doch nur Dritter

Artikel vom 4. Oktober 2026
15:3 Tore, kein Spiel verloren und die beste Abwehr des Turniers: Unsere F-Junioren von Team Schwarz zeigten beim stark besetzten Schortental-Cup in Eisenberg eine starke Leistung und belohnten sich am Ende mit Platz drei. 🖤💛
Dabei begann das Turnier alles andere als nach Plan. Gegen Gastgeber Eintracht Eisenberg waren unsere Jungs gedanklich offenbar noch nicht ganz auf dem Platz. Direkt vom Anstoß weg konnte weder Sturm noch Mittelfeld oder Abwehr den ersten Angriff entscheidend stoppen – und nach gerade einmal rund zehn Sekunden lagen wir bereits mit 0:1 zurück.
Danach änderte sich das Bild jedoch deutlich. Wir übernahmen zunehmend die Spielkontrolle, erspielten uns Möglichkeiten und drängten auf den Ausgleich. Allerdings war unser Spiel noch zu sehr von Einzelaktionen geprägt. Hannes suchte selbst den Abschluss, obwohl der Querpass die bessere Lösung gewesen wäre, Lewin dribbelte sich mehrfach fest und auch Jannes übersah in einigen Situationen den besser postierten Mitspieler. Dazu kam Pech, als Jannes nur die Latte traf.
Kurz vor Schluss war es schließlich Anton, der sich aus der Distanz ein Herz fasste und zum 1:1 traf. Gemessen an den Spielanteilen war der Ausgleich mehr als verdient. Betrachtet man allerdings die Entstehung der beiden Tore, konnten wir mit dem Punkt durchaus zufrieden sein. Vor allem aber war klar: In diesem Auftaktspiel wäre mehr möglich gewesen.
Im zweiten Spiel wartete mit dem JFC Gera ein richtig starker Gegner. Und plötzlich zeigte unser Team ein ganz anderes Gesicht. Die Jungs arbeiteten geschlossen, hielten taktisch ihre Positionen und warfen sich kämpferisch in jeden Zweikampf. Es entwickelte sich eine intensive und ausgeglichene Partie, in der wir defensiv sehr wenig zuließen. Die große Chance auf den Sieg hatten sogar wir. Hannes kam aus kurzer Distanz zum Abschluss – doch wieder war das Aluminium im Weg. Der Ball sprang vom Pfosten ins Aus. Es blieb beim 0:0. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, wie wertvoll genau dieser eine Treffer am Ende hätte sein können. Mit einem Sieg gegen Gera wäre in der Schlussabrechnung sogar der Turniersieg möglich gewesen.
Auch gegen den SC Naumburg wartete anschließend ein spielstarker Gegner. Eine Unachtsamkeit im Mittelfeld wurde prompt bestraft und wir liefen erneut einem Rückstand hinterher. Vorn waren wir teilweise noch zu hektisch und verfielen immer wieder in Einzelaktionen. Doch die Mannschaft blieb dran. Jannes sorgte schließlich mit einem sehenswerten Schuss aus dem Halbfeld für den verdienten Ausgleich. Dann folgte eine der Schlüsselszenen des Turniers: Hannes zog aus der Distanz ab, der Ball klatschte an die Latte, sprang nach unten und kam hinter der Torlinie auf. Der Treffer wurde jedoch nicht gegeben. Erneut Aluminiumpech – und diesmal kam auch noch eine für uns unglückliche Entscheidung hinzu. So blieb es beim 1:1. Wieder ein Punkt, wieder ungeschlagen – aber erneut das Gefühl, dass eigentlich mehr drin gewesen wäre.
Gegen den FC Chemie Triptis entwickelte sich anschließend eine kontrollierte Partie. Triptis hielt engagiert dagegen und machte es unserer Mannschaft schwer, klare Chancen herauszuspielen. Unsere Jungs blieben jedoch geduldig, standen defensiv sicher und nutzten ihre Möglichkeiten konsequent. Lewin traf zweimal und sorgte damit für einen verdienten und letztlich ungefährdeten 2:0-Erfolg.
Spätestens gegen den ZFC Meuselwitz war dann zu sehen, wie sehr sich unsere Mannschaft im Verlauf des Turniers gesteigert hatte. Von Beginn an waren die Jungs hellwach, erhöhten das Tempo, pressten aggressiv und zwangen den Gegner immer wieder zu Fehlern. Besonders Lewin war kaum zu bremsen und traf gleich doppelt. Anton steuerte einen weiteren Treffer bei. Erst als wir nach der Hälfte der Spielzeit etwas das Tempo herausnahmen, kam Meuselwitz zu seinem Treffer. Trotzdem war das 3:1 unsere bis dahin beste Turnierleistung. Vor allem das Zusammenspiel hatte sich deutlich verbessert. Aus den vielen Einzelaktionen der ersten Spiele war immer mehr eine geschlossene Mannschaft geworden.
Zum Abschluss wartete der FC Thüringen Weida. Und nun spielte sich unser Team endgültig frei. Weida ließ uns viel Raum, den unsere Jungs diesmal konsequent nutzten. Der Ball lief besser durch die eigenen Reihen, die freien Mitspieler wurden häufiger gesehen und vor dem Tor zeigten wir uns äußerst treffsicher. Besonders für Hannes war es der versöhnliche Abschluss eines Turniers, in dem ihm zuvor Pfosten und Latte mehrfach im Weg gestanden hatten. Gegen Weida platzte der Knoten endgültig: Gleich viermal traf er ins Netz. Dazu waren Teo, Damian, Jannes und Lewin erfolgreich.
Damit beendeten unsere Jungs das Turnier ungeschlagen. Drei Siege und drei Unentschieden bedeuteten am Ende Platz drei. Besonders bemerkenswert: Mit lediglich drei Gegentreffern stellte unsere Mannschaft die beste Defensive des Turniers. Auch offensiv konnte sich die Bilanz sehen lassen: 15 Treffer durch sechs verschiedene Torschützen.
Unsere Torschützen:
Lewin – 5 Tore
Hannes – 4 Tore
Anton – 2 Tore
Jannes – 2 Tore
Teo – 1 Tor
Damian – 1 Tor
Was bleibt, ist vor allem die Entwicklung innerhalb des Turniers. Zu Beginn standen noch viele Einzelaktionen im Vordergrund. Mit jeder Partie wurde das Zusammenspiel besser, die Mannschaft agierte geschlossener und fand immer mehr zu ihrem eigenen Spiel.
Natürlich darf man ein wenig darüber grübeln, was ohne Pfosten, Latte und die eine oder andere unglückliche Situation möglich gewesen wäre. Gerade gegen Gera und Naumburg fehlten nur Zentimeter zum Sieg. Aber genau das gehört zum Fußball dazu.
Summa summarum: Ungeschlagen, 15:3 Tore, beste Abwehr des Turniers und am Ende Platz drei – ein starkes Turnier unserer Jungs, das vor allem gezeigt hat, dass wir gegen sehr gute Gegner nicht nur mithalten, sondern ihnen auf Augenhöhe begegnen können.
Danke an Eintracht Eisenberg für das hervorragend organisierte Turnier und an alle mitgereisten Eltern und Unterstützer.
Glückwunsch, Jungs – weiter so! 🖤💛
Für Schleiz am Ball: Teo Priedemann, Hannes Gerisch, Jannes Gregorski, Lewin Meyer, Damian Brust, Anton Reinhold, Piet Leudolph und Ben Wilfert.




























