... lade FuPa Widget ...
FSV Schleiz auf FuPa

Fast-Derby gegen den FC Thüringen Weida mit nur wenigen Zuschauern

Alexander Hebenstreit, 15.10.2020

Fast-Derby gegen den FC Thüringen Weida mit nur wenigen Zuschauern

Für Angreifer Frank Gerisch läuft es im bisherigen Saisonverlauf rund. Mit neun Treffern führt er die Torjägerliste der Thüringenliga an. In seinem Schatten haben es sich aber inzwischen zu viele Kicker in Schwarz und Gelb bequem gemacht. Foto: Jürgen Müller

FSV Schleiz - SG FC Thüringen Weida

Anstoß: Sonnabend 15 Uhr, Fasanengarten Schleiz

Gute Nachrichten für alle FSV-Fans: Ein Heimspiel steht an. Natürlich gibt es keine Garantie dafür, doch zumindest im bisherigen Saisonverlauf hieß das, dass es nach 90 gespielten Minuten auch etwas zu Feiern gab. Dreimal liefen die Rennstädter am Fasanengarten auf, dreimal gingen sie als Sieger vom Platz.

Die weniger gute Nachricht für die Schleizer Anhänger lautet hingegen: Nur ein überschaubarer Teil von Ihnen wird live dabei sein können. Die Rechtslage im Saale-Orla-Kreis ist unverändert, womit nicht mehr als 50 Zuschauern Einlass gewährt werden kann und diese 50 Plätze sind alle schon vergriffen. Daher macht es leider weder für Weidaer noch für Schleizer Fußballfreunde Sinn, am Sonnabend spontan an den Fasanengarten zu kommen.

Doppelt ärgerlich ist diese Tatsache, da mit dem Gastspiel des FC Thüringen Weida das einzige Mal in diesem Spieljahr so etwas wie Derbystimmung in Schleiz aufkommt. Zudem darf man einen spannenden Vergleich erwarten. Ihr anfängliches Phlegma legten die Osterburgstädter Ende September ab und holten aus den letzten drei Partien sieben Punkte.

„Diese Bilanz mit jeweils drei geschossenen Toren bei ihren Siegen gegen Erfurt Nord und Sonneberg spricht eine deutliche Sprache. Ich erwarte, dass sie mit breiter Brust und enorm viel Selbstvertrauen antreten werden“, sagt FSV-Coach Roger Fritzsch über den kommenden Gegner.

Sein Team selbst sieht er hingegen aktuell nicht in Topverfassung. „Unterm Strich bleibt nach den letzten Auftritten festzuhalten, dass unsere Leistungskurve nach unten zeigt. Zu viele Spieler ruhen sich im Schatten von Frank Gerisch aus“, so der Schleizer Trainer weiter. Gerade Letzteres gelte es schnell abzulegen. „Für uns wird wichtig sein, dass jeder Spieler wieder an seiner Leistungsgrenze agiert. Nur wenn uns dies gelingt, sind wir konkurrenzfähig.“

Ähnlich sieht es Offensivmann Markus Porst. „Wir müssen daran arbeiten, wieder zwei Halbzeiten da zu sein und nicht wie in den letzten beiden Partien jeweils eine zu verschlafen.“ Ein Urteil über die Mannschaft, für die er einst zwei Spielzeiten lang auflief, will er sich nicht erlauben. „Nach nicht so guten Ergebnissen, sind sie in der Liga angekommen. Dadurch sind sie schwer einzuschätzen.“

Doch so oder so: Die Punkte sollen am Fasanengarten bleiben – wenn auch ohne übermäßige Unterstützung vom Spielfeldrand. „Dass kaum Zuschauer zugelassen sind, ist natürlich extrem schade“, meint entsprechend auch Markus Porst, zumal auch einige Weidaer Fans die kurze Anreise auf sich genommen hätten.