FSV Schleiz empfängt mit Mitaufsteiger Ohratal die große Unbekannte

Alexander Hebenstreit, 11.09.2020

FSV Schleiz empfängt mit Mitaufsteiger Ohratal die große Unbekannte

Dürfen die Schwarz-Gelben erneut jubeln? Die Heimstärke spricht zur Verbandsligapremiere am Fasanengarten durchaus dafür, doch auf was für einen Gegner sich mit dem FSV Ohratal einstellen muss, weiß in der Rennstadt niemand. Foto: Jürgen Müller

FSV Schleiz - FSV 06 Ohratal

Anstoß: Sonnabend 15 Uhr, Fasanengarten Schleiz

Der Auftakt ist schon einmal geglückt. Nach dem unnötig knappen 3:2-Erfolg bei der SG TSV-Gera Westvororte gibt der FSV Schleiz nun sein Heimdebüt in der Verbandsliga und dabei wollen die Rennstädter natürlich nachlegen. Wie die Chancen dafür stehen, kann aber vorab niemand so wirklich einschätzen, denn der Gegner ist aus Schleizer Sicht mit vielen Fragezeichen behaftet.

"Ich weiß über den FSV Ohratal gar nichts, außer dass sie extrem lange kein Punktspiel verloren haben (zuletzt zum Abschluss der Saison 2018/19) und in der abgebrochenen Saison ein super Torverhältnis von 55:9 erzielten. Das verdient natürlich großen Respekt", kommentiert der Schleizer Trainer Roger Fritzsch. Doch auch sein Team braucht sich mit Blick auf die Zahlen nicht verstecken, kassierte man im gleichen Zeitraum doch auch nur eine Niederlage (2:3 in Saalfeld). Die letzte Pleite am Fasanengarten liegt noch weiter zurück, die setzte im März 2019.

Es wird mit Blick auf die Mannschaften aus Westthüringen nicht das einzige Duell mit einem Kontrahenten sein, über den man nur wenig weiß, doch die Gemengelage macht die Partie gegen den Mitaufsteiger besonders knifflig. "Ich denke eine etablierte Mannschaft der Thüringenliga wäre jetzt angenehmer zu spielen, da die Euphorie bei Ohratal extrem hoch ist - erst recht nach ihrem Sieg in Sondershausen", so Roger Fritzsch.

Nichtsdestotrotz gilt der Fokus weniger dem Gegner, sondern viel mehr dem eigenen Spiel. "Wir wollen uns in erster Linie auf unsere Aufgaben konzentrieren. Wir müssen einfach viele Dinge besser machen als in Gera. Nur wenn uns das gelingt, können wir auch den Mannschaften in der Verbandsliga Paroli bieten. Wenn nicht, bekommen wir sprichwörtlich auf die Fresse", wählt der Schleizer Trainer klare Worte. Dass einige Spieler aufgrund von Blessuren nicht oder nur eingeschränkt trainieren konnten und der eine oder andere Einsatz noch fraglich ist, macht die Aufgabe für die Rennstädter nicht einfacher. "Aber wir möchten nicht jammern. Wir haben einen breiten Kader", so Roger Fritzsch.

Groß ist die Vorfreude in der Mannschaft, ist es doch das erste Spiel am Fasanengarten seit über zehn Monaten. "Endlich wieder Zuhause!", lautet auch der erste Kommentar von Flügelspieler Martin Berger, der umgehend ergänzt: "Auch wenn es sich in Gera auch schon angefühlt hat wie ein Heimspiel. Danke liebe Fans!"

Da er wie fast alle im Schleizer Umfeld nichts über den FSV Ohratal weiß, ist die Marschroute für Martin Berger klar. "Einfach wie gegen Gera 100 Prozent geben, etwas Spielglück auf unserer Seite haben und dann packen wir das!"

In Sachen Einschätzung des Gegners sind die Gäste übrigens leicht im Vorteil. Deren Trainer Thomas Giehl lernte mit dem SV Arnstadt bereits die Spielweise des FSV Schleiz kennen. Ob das reicht, um am Fasanengarten zu bestehen, wird sind am Sonnabend ab 15 Uhr zeigen.

Wir bitten alle Zuschauer sich an die gängigen Hygienevorschriften, insbesondere das Abstandsgebot zu halten. Eine Mund-Nasen-Bedeckung sollte jeder für den Aufenthalt im Innenraum (Gaststätte, Toilette, ...) dabei haben und dann steht einem tollen Fußballnachmittag in Schleiz nichts im Wege. Das Hygienekonzept des FSV Schleiz ist im Downloadbereich aufrufbar.