1.Mannschaft : Spielbericht Thüringenliga, 2.ST

FSV Schleiz   FSV Ohratal
FSV Schleiz 1 : 0 FSV Ohratal
(0 : 0)
1.Mannschaft   ::   Thüringenliga   ::   2.ST   ::   12.09.2020 (15:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Frank Gerisch

Assists

Andre Hoyer

Gelbe Karten

Lukas Lange, Albert Pohl

Zuschauer

226

Torfolge

1:0 (71.min) - Frank Gerisch (Andre Hoyer)

FSV Schleiz erkämpft im Aufsteigerduell mit dem FSV Ohratal den nächsten Dreier

Paul Jung ist in diesen Tagen ein gefragter Mann in Fußball-Schleiz. In der Vorwoche tapte er Alexander Hebenstreit, bandagierte Hannes Kühnel, tackerte Lukas Langes Platzwunde und auch zum zweiten Saisonspiel hatte der angehende Mediziner reichlich zu tun. Gleich fünf angeschlagenen FSV-Kickern verlieh er mit dem richtigen Knowhow die nötige Stabilität, so dass er sich nicht nur wegen seines 20-minütigen Einsatzes in der Schlussphase um den zweiten Saisonsieg der Rennstädter verdient machte.

Das unterstrich auch Trainer Roger Fritzsch, der „der medizinischen Abteilung“ ausdrücklich dankte und ebenso Martin Berger und Markus Porst großen Respekt zollte, dass sie sich trotz ihrer Verletzungen in den Dienst der Mannschaft stellten. Auch sonst durfte der Schleizer Coach zufrieden sein, behielt seine Elf im Duell mit dem hochgehandelten Mitaufsteiger doch alle drei Punkte am Fasanengarten.

„Wir wussten, dass wir heute in dickes Brett zu bohren haben. Ihre lange Siegesserie sprach für hohe Qualität und Mentalität. Sie hatten definitiv die besseren Individualisten. Da waren schon richtig gute Fußballer in ihren Reihen“, so Roger Fritzsch, der dennoch einen verdienten Erfolg seines Teams sah. „Wir besaßen ein deutliches Chancenplus und müssen auch das eine oder andere Tor mehr erzielen.“

In der Tat gelang es den Gästen über die kompletten 90 Minuten nur selten, die Abwehr der Rennstädter so richtig in Verlegenheit zu bringen. Trotz der ansehnlichen Spielanlage erspielten sie sich nur einen Riesen, der jedoch umso größer war. Bei einem Konter hatte Marty Jung bereits Keeper Hebenstreit umkurvt, traf aber von Lukas Lange bedrängt nur die Latte. Statt mit der Gästeführung ging es somit mit einem 1:1 nach Aluminiumtreffern und 0:0 nach Toren in die Kabine. Für die Rennstädter scheiterte Lukas Nietsch am Pfosten, weitere gute Einschusschancen vergaben Albert Pohl, Frank Gerisch und abermals Nietsch.

Bemerkenswert war die Pausenbilanz von gefühlt 50:1 Freistößen zugunsten der Gäste, die sich zu keiner Zeit auf das körperbetonte Spiel der Schwarz-Gelben einstellen konnten, die wiederum mit der vermeintlich kleinlichen Spielleitung von Schiedsrichter Marko Linß haderten. Dennoch verlor der Unparteiische nie die Kontrolle und kam im kompletten Spiel mit nur drei gelben Karten aus. Im Glück waren die Hausherren jedoch, als Pohl gegen Ende des ersten Durchgangs für sein überhartes Einsteigen mit Dunkelgelb davonkam. „Das kann auch härter betraft werden“, meinte nicht nur Roger Fritzsch.

Hälfte zwei begann mit der nächsten dicken Möglichkeit für den FSV Schleiz, als Pohl – wie direkt vor dem Wechsel Marty Jung auf der Gegenseite – den Torhüter bereits umkurvt hatte, aber das Leder nicht im Tor unterbrachte. Das Gleiche unterlief dem Angreifer in der Nachspielzeit als er den Ball aus wenigen Metern über das leere Tor jagte. Doch zum Glück für die Rennstädter sollte es sich nicht bestrafen. Denn in der 71. Minuten hatte Routinier Gerisch nach Andre Hoyers Zuckerpass mehr Ruhe im Abschluss und erzielte – mitten in die Drangphase des FSV Ohratal hinein – das Tor des Tages. 

Nicht unbedingt spielerisch, aber doch mit Willen gelang es den Gästen zuvor, die Hintermannschaft der Rennstädter das eine oder andere Mal in Verlegenheit zu bringen. Mehrmals brannte es im Schleizer Strafraum, als der Ball nicht konsequent geklärt werden konnte, doch einen wirklich gefährlichen Abschluss brachte der Mitaufsteiger nicht zustande. Einzig als Nico Baum das Leder nach einem weiten Einwurf völlig freistehend in die Wolken jagte, wurde aufseiten der Schwarz-Gelben und des Großteils der 226 zahlenden Zuschauer tief durchgeatmet. Ansonsten stand man nun wieder sicher, ließ auch bei den unzähligen Standards der Gäste nichts anbrennen und selbst Philipp Kieberts Freistoß, der sich kurz vor Ultimo auf den Querbalken senkte, sah dann doch gefährlicher aus, als er wirklich war.

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