FSV Schleiz e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht Landesklasse I, 13.ST

TSG Kaulsdorf   FSV Schleiz
TSG Kaulsdorf 2 : 4 FSV Schleiz
(0 : 2)
1.Mannschaft   ::   Landesklasse I   ::   13.ST   ::   23.11.2019 (14:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

2x Lukas Nietsch, Janek Weiß, Markus Porst, Odaiphi Pham

Assists

2x Christian Göller, Martin Berger, Oliver Schmidt

Gelbe Karten

Amel Nukovic

Zuschauer

175

Torfolge

0:1 (10.min) - Markus Porst (Martin Berger)
0:2 (19.min) - Lukas Nietsch (Christian Göller)
0:3 (47.min) - Lukas Nietsch (Christian Göller)
1:3 (56.min) - TSG Kaulsdorf
2:3 (69.min) - Janek Weiß (Eigentor)
2:4 (90.min) - Odaiphi Pham (Oliver Schmidt)

Siegreiche Schlammschlacht beschert FSV Schleiz Tabellenplatz zwei

Gewinnen – egal wie. So lautete die Devise des FSV Schleiz vor dem letzten Rückrundenspiel, der kniffligen Auswärtsaufgabe bei Aufsteiger TSG Kaulsdorf. Und die wurde – wie so oft – zur Zitterpartie für den FSV-Anhang. Dabei war das, was die Rennstädter auf dem arg zugerichteten Geläuf unweit des Stausees boten, über weite Strecken eine starke Vorstellung, bei der nur eines – wie so oft – nicht passte: die Chancenverwertung.

Nachdem Schleiz in der ersten Minute noch schlief und bei einem Lattenschuss im Glück war, arbeitete der Gast Fußball, kaufte dem Aufsteiger in der Zweikampfführung den Schneid ab und lenkte das Spiel schnell in die richtigen Bahnen. Die individuelle Überlegenheit war deutlich spürbar, einzig auf der Torhüterposition ging der Punkt an die TSG. Denn während FSV-Keeper Alexander Hebenstreit seine Aktie an beiden Gegentreffern hatte, warf sich Kaulsdorfs Tobias Wolf immer wieder erfolgreich ins Getümmel und war zudem im Glück, dass eine ganze Reihe an FSV-Abschlüssen nur knapp am Pfosten vorbeizischte. So blieb es bei der 2:0-Pausenführung durch Markus Porst, der geistesgegenwärtig einen Abstimmungsfehler der TSG-Abwehr ausnutzte (10.), und Lukas Nietsch, der nach Christian Göllers Querpass nur einschieben musste (19.). Spätestens als Nietsch unmittelbar nach Wiederanpfiff das 3:0 nachlegte, schien die Messe gelesen – eigentlich.

Was folgte war eine Phase, in der die Gegenwehr der Hausherren gebrochen schien, während die Rennstädter ungeachtet der schwierigen Bedingungen Spaß am Fußball fanden, im Abschluss aber noch sorgloser agierten als vor der Pause. So kam, was kommen musste: Einen Konter schloss Kaulsdorfs auffälligster Offensivakteur, Julian Esefeld, per Flachschuss zum 1:3 ab (56.) und bei einem weiten Freistoß stimmte die Abstimmung zwischen Hebenstreit und Janek Weiß nicht, so dass Letzterer den Ball ins eigene Tor verlängerte (69.).

Erinnerungen an diverse Spiele, in denen die Schleizer eine Führung verspielten, wurden wach. Entsprechend stieg auch die Anspannung auf und neben dem Platz. Zwar wurde es mitunter hektisch und emotional, doch die Gäste brachten die verbliebene Spielzeit ohne nennenswerte Schreckmomente über die Runden. Stattdessen mündete eine Koproduktion zweier Joker mit der letzten Aktion des Spiels im Endstand: Oliver Schmidt eroberte das Leder tief in der gegnerischen Hälfte von Max Bauer und bediente mustergültig Odaiphi Pham, der sein Premierentor für den FSV Schleiz erzielte und damit beim Anhang und seiner Mannschaft für einen ruhigen Puls sorgte.

„Ich möchte mich als erstes im Namen der Mannschaft bei den vielen Fans und Schleizer Sympathisanten bedanken, die uns heute nach Kaulsdorf gefolgt sind und uns grandios unterstützt haben. Unserer Mannschaft hat das die nötige Kraft gegeben, um nochmals alles, was momentan möglich ist, aus sich herauszuholen. Die Jungs haben es zwar unnötig spannend gemacht, aber es war ein hochverdienter Sieg“, bilanzierte FSV-Coach Roger Fritzsch, der seinem Team eine starke Vorstellung attestiere und sogar noch Sonderlob für zwei Akteure im schlammüberzogenen schwarz-gelben Trikot übrig hatte: „Ein großes Kompliment an jeden unserer Spieler, die die schwerwiegenden Ausfälle trotz der katastrophalen Verletztenmisere wieder mit enorm viel Herz kompensiert haben. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung möchte ich heute Lukas Lange und Martin Berger hervorheben. Lukas hat wohl heute fast 100 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen und Martin hat sich trotz seiner Verletzung in den Dienst der Mannschaft gestellt und unter Schmerzen gespielt.“

 

Tabelle Landesklasse